Lohnt sich die Fahrt durchs Death Valley? Unsere Erfahrungen

In diesem Beitrag schildern wir dir unsere Erfahrungen auf der Fahrt durchs Death Valley, haben wichtige Tipps & schöne Sehenswürdigkeiten für dich vorbereitet, und klären die Frage, ob sich die Fahrt durchs Death Valley lohnt.

👉 Das Death Valley, der heißeste, trockenste und niedrigste Punkt der USA, war eines unserer Highlights auf unserem USA Roadtrip an der Westküste. Besonders im Sommer ist für die Fahrt durchs Death Valley gute Vorbereitung wichtig. Denn eine Autopanne kann hier, bei über 40 °C, schnell ein Problem werden. Wir empfehlen daher, das Death Valley im Frühling oder noch besser im Herbst zu bereisen:

Mit dem Mietwagen von Palm Springs bis zum Grand Canyon
Unterwegs im Death Valley

Nach der großen Flut im Death Valley in 2023 waren die Straßen sowie der Highway 190 für viele Monate gesperrt und im Badwater Basin hatte sich ein See aus Salzwasser gebildet. Wir waren unter den ersten 100 Personen, die das Death Valley nach der Flut und Wiedereröffnung besuchten und durchquerten.

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Death Valley auf einen Blick

Straße ins Death Valley, USA
Straße ins Death Valley
  • Lohnt es sich? Nach unseren Erfahrungen ja: Das Death Valley ist landschaftlich extrem (unter dem Meeresspiegel, umgeben von Gebirgen, Wüste) und war eines der Highlights unseres Roadtrips. Besonders beeindruckend war das Badwater Basin.
  • Beste Reisezeit: Wir empfehlen Oktober und November: warm, aber deutlich angenehmer als im Sommer (wo es extrem heiß werden kann).
  • Zeit einplanen: einfache Durchfahrt mit einigen Stopps dauert etwa 5-6 Stunden
  • Anreise & Route: Die Durchfahrt läuft meist über den Highway 190 (von Norden oder Süden). Wir kamen von Las Vegas über Pahrump → Death Valley Junction hinein (Vorsicht: Hier oft sehr starker Wind) und später Richtung Ridgecrest über die Berge wieder raus (starke Belastung für das Auto).
  • Vor der Einfahrt:
    • Auto & Vorräte checken, weil die Strecke abgelegen und motorbelastend ist (Berge + Hitze).
    • Volltanken (Pahrump eignet sich gut)
    • Wasser + Snacks einpacken
    • Ölstand kurz prüfen
    • Handy voll laden
    • Notfallnummern im Handy speichern (Pannendienst etc.)
  • Bei Problemen mit dem Auto ist das klimatisierte Visitor Center die beste Anlaufstelle (Ranger vor Ort).
  • Schöne Spots entlang der Route: Badwater Basin, Visitor Center, Mesquite Flat Sand Dunes, Devil’s Cornfield.
  • Weiterfahrt planen: Nach dem Valley kann man je nach Plan über Ridgecrest oder über Panamint Springs in Richtung Lone Pine weiterfahren. Wenn man Richtung Yosemite will, vorher Straßenstatus/ Passöffnungen am Tioga Pass am Reisetag checken und ggf. Zwischenübernachtung einplanen. Der Weg über Panamint Springs ist kürzer, Weg über Ridgecrest sehenswerter, beide führen an Lone Pine vorbei zum Tioga Pass.
  • Übernachtung in Ridgecrest: Days Inn by Wyndham*, 8,2 bei booking.com, ab 75 € pro Nacht.
    Übernachtung in Lone Pine: Dow Villa Motel, 8,7 bei booking.com, ab 95 € pro Nacht.

Alle Details und unsere ausführlichen Erfahrungen vor Ort, findest du
in diesem Artikel
.

Fahrt & Anreise ins Death Valley

Fahrt ins Death Valley: Vorher Wasservorrat checken!
Vor der Fahrt durchs Death Valley: Wasservorrat checken

Um ins Death Valley zu gelangen, nimmst du von Norden sowie von Süden kommend den Highway 190.

Wir selbst sind von Norden über Pahrump (günstige Tankstelle vor dem Death Valley) und Death Valley Junction ins Death Valley gefahren.

Unseren Erfahrungen nach herrscht in genau dieser Ebene vor dem Death Valley oft ein starker Wind. Man kann sich oft sogar in den Wind hineinlehnen, ohne umzufallen.

Straße bei Death Valley Junction in Richtung Death Valley mit starkem Wind
Straße zum Death Valley (von Death Valley Junction Highway 190 kommend)

🚩 Wir sahen einige Motorrad- und Radfahrer, die sich hier schwertaten. Ein Auto ist für diese Strecke – auch wegen der meist sehr hohen Temperaturen im Death Valley – sehr zu empfehlen. Sowohl von Süden als auch von Norden kommend überquert man bei der Einfahrt ins Death Valley hohe Gebirgszüge:

Straße vom und ins Death Valley von Süden aus kommend mit Blick auf das Gebirge, dahinter das Death Valley
Straße über den Bergpass ins Death Valley (von Ridgecrest & Lone Pine kommend)

Die Beanspruchung für Mensch und Material ist auf dieser Fahrt sehr hoch, weshalb man unseren Erfahrungen nach vor der Einfahrt ins Death Valley sein Fahrzeug volltanken und einmal rundum checken sollte. Ein Motorschaden im Death Valley kann sehr schnell sehr gefährlich werden.

Mittlerweile sind die meisten Straßen wieder in einem guten Zustand und grundsätzlich alle befahrbar. Einzelne Straßensperrungen sollte man vorher prüfen. Etwa auf der Webseite des National Park Service.

Beim Fahren im Death Valley ist stets besondere Vorsicht geboten. Obwohl das Death Valley ein Nationalpark ist, wird die Einfahrt weder von Süden noch von Norden kontrolliert. Denn hier ist weit und breit nichts als Wüste und Gestein. Auch die nächste größere Siedlung ist knapp 1,5 Stunden vom Death Valley entfernt. Die Kontrolle über den gezahlten Eintritt erfolgte nur im Death Valley Visitor Center.

Wir fuhren im Oktober von Las Vegas über das Death Valley in Richtung Yosemite Nationalpark.

Unterkunft im Death Valley

Es gibt im Death Valley tatsächlich ein paar Hotels. Das Death Valley Inn* (8,8 bei booking.com) bietet eine einmalige Gelegenheit, dir noch mehr Zeit vor Ort zu nehmen, oder, wenn du erst spät am Nachmittag das Death Valley durchquerst, eine willkommene Übernachtungsmöglichkeit, um am nächsten Tag weiterzufahren.

Besuch am Badwater Basin – See in der Wüste

Badwater Basin im Death Valley mit Salz See kurz nach der Wiedereröffnung im Oktober 2023
Am Salzsee „Badwater Basin“

Unser Besuch im Death Valley war ein großer Glücksfall, denn die Hauptstraße durchs Valley wurde gerade erst Mitte Oktober 2023 wieder geöffnet, nachdem die ersten Räum- & Reparaturarbeiten abgeschlossen waren.

Weg in Richtung Badwater Basin im Death Valley
Hier befinden wir uns genau auf 0m über dem Meeresspiegel

Vom zentral gelegenen Death Valley Inn* führt eine Abzweigung Richtung Badwater Basin. Die einfache Fahrt dorthin dauert von der Kreuzung aus etwa 30 Minuten.

Schild mit Entfernungen im Death Valley
Entfernungen im Death Valley

Durch die großen Wassermengen, die von den umliegenden Gebirgen in das Tal flossen, bildete sich ein See im Badwater Basin.

Badwater Basin mit See im Death Valley
Das Badwater Basin befindet sich 85,5m unter dem Meeresspiegel.

Dort, wo es schon lange kein Wasser mehr gegeben hatte, lag nun ein großer, grün schimmernder See unterhalb des Meeresspiegels vor uns. Ein absolut einmaliges Erlebnis!

Besucherzentrum im Death Valley

Besucherzentrum im Death Valley Nationalpark
Das Besucherzentrum im Death Valley ist klimatisiert und informativ.

Im Death Valley gibt es auch ein kleines Besucherzentrum, auch Visitor Center genannt.

In diesem findest du neben Infomaterial auch immer einen Ranger, der dir bei Problemen weiterhelfen kann oder dir deine Fragen zum Death Valley beantworten kann.

Bei der Nachfrage nach einer Karte des Parks wurden wir auch kontrolliert, ob der Eintritt gezahlt worden war.

Devils Cornfield

Sand und Sträucher: Das Devils Cornfield im Death Valley
Das Devils Cornfield im Death Valley

Am Devils Cornfield kommst du automatisch vorbei, wenn du das Death Valley von Nord nach Süd und umgekehrt durchquerst. Es handelt sich um eine Ansammlung von Büschen – mitten in der Wüste –, die aussieht, als sei sie dort angepflanzt worden. Da es im Death Valley so trocken ist und es eigentlich kaum genug Wasser für Pflanzen gibt, gab man diesem Ort den Namen Devils Cornfield.

Mesquite Dunes

Sanddünen von Mesquite im Death Valley: Sehenswerter Stopp auf der Fahrt durchs Death Valley
Einer der besten Fotospots im Death Valley sind unseren Erfahrungen nach die Mesquite Dunes.

Ein wunderschöner Kontrast und tolles Naturschauspiel sind die bekannten Mesquite Dünen.

Die Mesquite Dunes sind Sanddünen, die bei der Durchfahrt durch den Death Valley Nationalpark direkt auf der Strecke liegen. Ein Stopp lohnt sich bei der Durchquerung des Death Valley Nationalparks unserer Erfahrung nach daher sehr, da man keinen Umweg fahren braucht.

Unsere Weiterfahrt über Ridgecrest

Straße vom und ins Death Valley von Süden aus kommend mit Blick auf das Gebirge, dahinter das Death Valley
Blick auf das südliche Gebirge vor dem Death Valley – man kommt die Straße herunter, wenn man aus dem Death Valley gen Süden heraus fährt.

Beim Verlassen des Death Valley kannst du nach der Überquerung eines Gebirgspasses wählen, ob du die Fahrt über Ridgecrest fortsetzt oder weiter über Darwin und Panamint Springs in Richtung Lone Pine fährst. Beide Wege führen, wenn man in Richtung Tioga Pass zum Yosemite Nationalpark möchte, über Lone Pine. Die Strecke über Ridgecrest ist zwar weiter, aber unseres Erachtens sehenswerter.

Wir entschieden uns für die Übernachtung in Ridgecrest*, da wir noch nicht sicher sein konnten, ob der Tioga Pass in den Yosemite Nationalpark am nächsten Tag geöffnet sein würde. Wäre er geschlossen gewesen, hätten wir nämlich über Bakersfield und den Highway 65 fahren müssen. Denn es war Anfang November und der Tioga Pass auf 3.031 Metern Höhe schließt meist gegen Mitte/ Ende November. Je nachdem, ob die Wettervorhersage Schnee und Eis vorhersagt.

So hätten wir von Ridgecrest die Weiterfahrt am nächsten Tag auch über Bakersfield fortsetzen können, um zum Yosemite Nationalpark zu gelangen.

Alternativ: Weiterfahrt direkt über Lone Pine & Mt. Whitney

Berge des Mount Whitney in Kalifornien kurz vor dem Tioga Pass
Mt. Whitney bei Lone Pine

Wenn du dich für die Weiterfahrt über Darwin, Panamint Springs und Lone Pine entscheidest, fährst du aus dem Death Valley hinaus immer nur geradeaus und hältst dich rechts. Vom Death Valley nach Lone Pine sind es etwa 2 Stunden mit dem Auto.

  • Übernachtung in Lone Pine: Dow Villa Motel*, 8,7 bei booking.com, ab 95 € pro Nacht.

Unsere Erfahrungen & Tipps im Death Valley

Theresa und Chris von Reisekröten im Death Valley National Park in den USA
Noch heute schätzen wir uns mehr als glücklich, dieses Naturspektakel erlebt haben zu dürfen!

Das Death Valley gehörte für uns zu den Orten in den USA, die wir unbedingt sehen & erleben wollten. Insbesondere, weil zur Zeit unseres Besuchs das Badwater Basin mit Wasser gefüllt war und der Nationalpark gerade erst wieder geöffnet hatte.

Wir können dir die Durchfahrt Ende Oktober/ Anfang November sehr empfehlen, da die Temperaturen hier sehr angenehm sind. Es ist immer noch warm, doch es ist nicht etwa wie im Sommer, wenn im Death Valley Nationalpark bis über 50 °C herrschen können.

Die Fahrt führt von Süden wie von Norden kommend über hohe Gebirge in das tiefe Tal hinab, denn das Death Valley liegt unterhalb des Meeresspiegels. Die Strecke ist daher eine hohe Belastung für den Motor und das Auto.

Wenn du in das Death Valley fährst, stelle sicher, dass du

  • ausreichend Wasser und etwas zu essen dabei hast,
  • dass dein Auto vollgetankt ist,
  • und kontrolliere nach dem Tanken auch den Ölstand des Fahrzeugs.
  • Lade dein Handy vorher voll auf.
  • Denn: Ein Schaden am Auto kann im Death Valley schnell zum Problem werden, ebenso, wenn dann auch noch der Handyakku leer ist.

An einigen Stellen der Strecke wird sogar darauf hingewiesen, dass die Klimaanlage des Autos beim Durchfahren abgestellt werden soll, um ein Überhitzen des Motors zu verhindern.

Insgesamt können wir anhand unserer Erfahrungen festhalten, dass sich die Fahrt durch das Death Valley auf jeden Fall gelohnt hat! Es ist ein einzigartiger Ort, den man so wohl kein zweites Mal auf der Welt findet. Allein der Weg hinein und hinaus aus dem Tal ist anspruchsvoll und eindrucksvoll zugleich.

Wenn du also auf deiner USA-Reise die Zeit hast, können wir dir die Fahrt durchs Death Valley uneingeschränkt empfehlen, besonders im Herbst, wenn es nicht so heiß ist.

Anschließend ging es für uns über den Tioga Pass im Yosemite Nationalpark weiter!

Yosemite NP

Geheimtipps im Yosemite Nationalpark

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Weitere Informationen, Tipps & Erfahrungen für die USA-Reise

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