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Sicherheit auf Weltreise

Sicherheit auf Weltreise
Digital & Persönlich

Es ist nur zu gut verständlich, dass du dich auch um deine Sicherheit auf Weltreise kümmern möchtest.

Das menschliche Bedürfnis nach Sicherheit ist etwas ganz natürliches.

Sicherheit auf Weltreise Blogbeitrag: Tipps für deine Sicherheit auf Reisen

Um dich dabei zu unterstützen, haben wir hier einige Tipps und Anregungen für dich, was du für eine entspannte und sichere Weltreise beachten kannst.

In unserer modernen Welt ist es möglich, so gut wie alles digital abzuwickeln.
Umso wichtiger ist der Aspekt der digitalen Sicherheit, insbesondere auf Reisen.
Wir haben hier ein paar Tipps zusammengestellt, die wir selbst beherzigen:

Verschlüsselung deiner Endgeräte

Deine digitalen Endgeräte wie Laptop, Smartphone oder Tablet sind dein Zugang zu Banking, Passwörtern und persönlichen Daten. Wenn eines dieser Geräte in falsche Hände gerät, kann das fatale Auswirkungen haben.

Umso wichtiger ist es, dass deine Geräte mit einem starken Passwort oder einem biometrischen Sicherheitsmarker (z.B. Fingerabdruck) verschlüsselt sind.

Dies erschwert den Zugriff auf deine Daten und verschafft dir im Falle eines Diebstahls Zeit, um wichtige Passwörter z.B. zu Bankaccounts abzuändern.

Starke Passwörter

Nutze für deine Zugänge bei Banken, Email-Accounts und weiteren Schnittstellen zu sensiblen Inhalten starke Passwörter.

Ein starkes Passwort ist bestenfalls eine nahezu willkürliche Abfolge von mindestens 8 Zeichen und Buchstaben.

Zum Beispiel: pl9BS!Uw

Nutze am besten für jeden wichtigen Account ein anderes Passwort. Diese brauchst du dir nicht alle zu merken. Es gibt PasswortmanagerProgramme, in welchen du deine Passwörter sicher anlegen und abspeichern kannst, um auf deine gesamten Passwörter zuzugreifen. Hierzu musst du dir lediglich das Master-Passwort merken.

Eine gute Auswahl an Passwort-Managern hat Chip zusammengestellt.

Tipp:

Immer wieder wird davon berichtet, dass Datenbanken mit Benutzerkonten gehackt und im Internet oder Darknet aufgetaucht sind. Wenn du checken möchtest, ob deine Email oder eines deiner Passwörter schon mal irgendwo im Netz aufgetaucht ist, um damit zum Beispiel einen Betrug zu begehen, kannst du unter www.haveibeenpwned.com nachsehen.

Datenschutz und digitale Anonymität

Um dich davor zu schützen, dass dein Daten-Traffic abgefangen und ausgelesen wird, zum Beispiel wenn du in einem öffentlichen WLAN eingeloggt bist, kannst du einen VPN nutzen.

Dieser stellt sozusagen einen Tunnel her, was einen möglichen Versuch deine Daten abzugreifen erschwert.

Ein VPN macht es zwar nicht unmöglich, aber hier ist es wie mit einer Einbruchsicherung an einem Fenster: Es erschwert den Zugang erheblich, sodass ein potentieller Einbrecher sich lieber ein anderes Opfer sucht.

CyberGhost, NordVPN oder Zenmate sind einige der beliebtesten VPN Anbieter.

Für noch mehr Anonymität im Netz sorgen übrigens auch Suchmaschinen, die deine Daten nicht Sammeln. So zum Beispiel die Suchmaschine DuckDuckGo.

Auch Browser wie Chrome sind echte Datenkraken.

Eine Alternative hierzu kann der Brave Browser sein. Dieser ist noch dazu ein sogenannter Web3 Browser, welcher die Blockchain-Technologie nutzt und mit Hilfe dessen du auch Web3 Domains aufrufen kannst.

Lasse deine Sachen nicht unbeaufsichtigt

Was am Flughafen gilt, gilt auch sonst überall:

Lasse deine Sachen nicht einfach irgendwo stehen und gehe dann weg.

Der Spruch „Gelegenheit macht Diebe“ trifft auf eine Vielzahl von Diebstählen zu. Die meisten kleineren Diebstähle werden nicht von langer Hand geplant, sondern finden spontan statt. Eben dann, wenn ein Opfer bereitwillig seine Sachen auf dem Tisch liegen lässt, um zur Toilette zu gehen oder wenn man am Strand ist, ins Wasser geht und seinen Rucksack draußen offen stehen lässt.

Nehme entweder gar nicht erst deine Wertsachen mit, wenn du draußen unterwegs bist – bzw. nur das Notwendigste – und behalte deine Wertsachen am Körper oder ich Reich- und Sehweite.

RFID Hüllen für Kreditkarten

Leichte RFID Hülle für Kreditkarte im Ausland

Die meisten Kreditkarten sind mit NFC-Chips (Near-Field-Communication) zum kontaktlosen Bezahlen ausgestattet. Es gibt bestimmte Geräte, die – wenn man nah genug an die Karte kommt – die Kartendaten auslesen können und deine Karte somit zum Beispiel online verwendet werden kann.

Um dieses Auslesen zu Blockieren gibt es Schutzhüllen, sogenannte RFID-Hüllen, welche ein solches Auslese-Signal stören und unterbrechen.

Da wir mit mehreren Kreditkarten reisen nutzen wir eine leichte Version von RFID Hüllen, damit unsere Portemonnaies nicht zu dick werden.

Wertsachen in der Unterkunft lassen?

Nutze einen Pacsafe

Nicht alle Unterkünfte verfügen über eine super stabile Tür und einen Tresor. Daher kann es für dich in Frage kommen, einen mobilen Safe zu nutzen. Der Pacsafe ist eine Art Beutel, in welchen Drahtseile eingenäht sind und den du Beispielsweise an einer Heizung anketten kannst. Deine wichtigsten Dinge wie Laptop, Kamera und Passpapiere kannst du darin sicher verstauen und auf Ausflüge gehen.

Mobiles Türschloss

Es gibt Unterkünfte, in denen fühlt man sich nicht besonders sicher. Wir selbst haben das in Mexiko einmal erlebt. Man kommt in die Unterkunft und spürt, dass dies kein besonders guter Ort zum Verweilen ist.

Wenn du dir um deine nächtliche Sicherheit auf Weltreise Sorgen machst, zum Beispiel weil eine Eingangstür zur Unterkunft dir nicht sicher erscheint, ist eine gute Lösung ein mobiles Türschloss.

Dieses wird von Innen angebracht und stellt einen zusätzlichen Einbruchschutz dar. Dies ist meist auch bereits ausreichend. Denn wenn ein möglicher Einbrecher auf einen ersten Widerstand stößt und nicht so schnell vorankommt wie gedacht, lässt er es meist bleiben und sucht sich ein anderes Opfer.

Es gibt leider auch Unterkünfte, die sind nicht zu sichern. Weder mit einem zusätzlichen Türschloss noch sonst irgendwie. Unsere Schockerfahrung in Mexiko war eine vollkommen ungesicherte Hintertür die zur Straße hinzeigte und von Innen fast nicht zu verschließen war, da der Schiebe-Riegel außerbetrieb gesetzt wurde. Wir konnten ihn wieder in Gang bringen, doch ein ungutes Gefühl blieb.

In solchen Situationen, wenn du dich in einer Unterkunft nicht sicher fühlst, solltest du auf dein Bauchgefühl hören und dir eine neue Bleibe suchen.

Achte auf deine Umgebung

Der wichtigste Tipp, wenn du vor Ort in einem fremden Land unterwegs bist, ist wohl der, auf seine Umgebung zu achten.

Nein, du sollst dich nicht paranoid zu allen Seiten umsehen und ständig angespannt sein, weil irgendwas passieren könnte.

Es beginnt schon dabei, nicht unvorsichtig auf die Straße zu treten. Die jährliche Verkehrstoten-Statistik auf der Welt ist erschreckend und die Gefahr von einem Auto angefahren zu werden ist immens höher, als die eines bewaffneten Überfalls.

Führe dir bitte generell vor Augen, dass die meisten Dinge, die passieren können, Unfälle sind. Diese können dir und jedem anderen überall passieren.
Und: Nur ein winzig kleiner Teil der Bevölkerung ist wirklich kriminell.

Es geht bei diesem Tipp vielmehr darum, sich auf sein Bauchgefühl zu verlassen.

Wenn du dich in großen Menschenmengen unwohl fühlst, weil es hektisch zugeht und du dabei den Überblick verlierst, dann meide sie. Wenn du im Café ungern mit dem Rücken zur Tür sitzt, weil du die Dinge gerne im Blick behältst, dann suche dir einen entsprechenden Sitzplatz. Und wenn du dich belästigt fühlst, gehe weg und sorge dafür, dass du Aufmerksamkeit erregst indem du lauter sprichst.

Es sind eben die Dinge, die dir überall auf der Welt passieren können. Unfälle und Missgeschicke passieren, aber du kannst sie vermeiden, indem du dich umsichtig verhältst und auf dein Gefühl hörst.

Vorsicht mit dem Leitungswasser

Als in Deutschland aufgewachsene Personen ist es für uns vollkommen normal das Leitungswasser auch trinken zu können. In welch einem Luxus wir doch leben dürfen!

Denn mache dir bewusst: Dies ist eine Ausnahme auf der Welt! In den meisten Ländern dieser Erde ist das Leitungswasser nicht zum Trinken geeignet und maximal abgekocht nutzbar, also zum Kochen.

Sei daher auch vorsichtig bei Speisen und Getränken, die mit Leitungswasser zubereitet werden, oder auch bei Eiswürfeln.

Die Wahrscheinlichkeit durch verunreinigtes Wasser zu Schaden zu kommen, ist um ein Vielfaches höher als das Risiko eines Überfalls.

Auch auf Reisen benötigst du viele bürokratische Dokumente, angefangen natürlich bei deinem Reisepass.

Diesen kannst du (noch) nicht in digitaler Form mitführen, weshalb er einen besonderen Schutz benötigt.

Unter Dokumente fassen wir hier auch Bestätigungen von Versicherungen, sofern du diese auf deiner Reise benötigst, wie etwa bei der Covid-Klausel deiner Auslandskrankenversicherung.

Von diesen und weiteren für dich wichtigen Dokumenten, die du in physischer Form bei manchen Stellen vorlegen musst, solltest du stets zwei Kopien im Gepäck haben.

Außerdem bietet es sich an, von allen wichtigen Dokumenten Bilder oder PDF-Dateien digital zur Verfügung zu haben.

Diese kannst du dann in einer Cloud ablegen, sodass du Zugriff auf diese erhalten kannst, selbst wenn dein Laptop und/oder Smartphone gestohlen werden.

Cloud für wichtige Dokumente und Zugangsdaten

Wenn man vergessen hat, an etwas zu denken, bemerkt man es entweder gar nicht oder erst dann, wenn es zu spät ist.

Daher möchten wir dir hier den Rat geben, deine wichtigen Dokumente und Daten zu digitalisieren und an einem digitalen und sicheren Ort aufzubewahren.

Für den Fall, dass du etwa deinen Pass verlierst oder dir etwas gestohlen wird, kannst du jederzeit, zum Beispiel von einem Internet-Café aus, auf deine wichtigen Dokumente zugreifen. So hast du zumindest schon mal eine Kopie parat um beim Konsulat Passersatzpapiere ausstellen zu lassen.

Lege auch eine Datei an auf der zum Beispiel die Sperrnummer für Bankkarten sowie deine Kartennummern hinterlegt sind, um diese im Notfall sperren zu lassen.

Du kannst diese Daten entweder physisch gespeichert auf einem USB-Stick mit Passwortschutz mit dir führen oder du richtest eine Cloud ein.

Ein Anbieter für sichere Cloudsysteme ist zum Beispiel Your Secure Cloud.

Wenn du eine kostenlose Cloud nutzen möchtest, wie etwa Google Drive, iCloud oder Dropbox, kannst du auch einen zusätzlichen Sicherheitsmechanismus in den Upload-Vorgang einbauen. Zum Beispiel mittels der Software Boxcryptor. Hierbei wird ein virtuelles Laufwerk auf deinem PC erstellt und deine Dateien zusätzlich verschlüsselt, was es einem möglichen Angreifer erschwert, an die Daten heran zu kommen.

Eine sehr gute Möglichkeit deine privaten Passwörter und Details von Kreditkarten zu speichern ist übrigens Bitwarden.

Es handelt sich um eine gesicherte Cloud die auch als App verfügbar ist. Bitwarden ist für dich als Privatperson oder als Partneraccount kostenlos verfügbar.

Hardware-Verschlüsselung deiner Dokumente und Zugangsdaten

Eine weitere Möglichkeit, sowohl deine Daten als auch digitale Dokumente sicher auf Reisen dabei zu haben, ist ein verschlüsselter USB Stick. Hiermit umgehst du das Risiko, dass dein Cloud-Anbieter gehackt wird und hast gleichzeitig die Gewissheit, dass dein USB Stick nicht ohne erheblichen Aufwand geknackt werden kann.

Sehr zu empfehlen ist der mit Pin-Code verschlüsselte 16 GB USB Stick von Peperit.

Dieser besitzt ein Zahlenfeld und kann ausschließlich nach Eingabe des bis 15-stelligen Codes geöffnet werden.

In diesem Artikel haben wir uns angesehen, was du für deine Sicherheit auf (Welt-)Reisen tun kannst.

Hierbei steht selbstverständlich deine persönliche Sicherheit immer an erster Stelle. Hierunter fällt auch ein Thema, worum man sich meist erst kümmert, wenn es schon zu spät ist: Die Gesundheitsvorsorge.

Gleichwertig ist allerdings auch der Schutz deiner digitalen Identität und deiner Daten.

Daher ist es ratsam, sich in die immer wichtiger werdenden Themengebiete Datenschutz und Verschlüsselung einzulesen.

Bereits die Basics bieten auf diesem Sektor einen erheblich Schutz vor Betrug und Hackerangriffen.

Das Hauptziel sollte sein, dass deine Sicherheit stets gewährleistet ist und du so deine Reise voll und ganz genießen kannst.

Fallen dir weitere Tipps & Tricks hierzu ein?
Dann lass uns gerne einen Kommentar hier!

Dieser Beitrag ist Teil unserer Artikelserie

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