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Weltreise Gepäck: Koffer oder Backpack?

Weltreise Gepäck:
Was kommt mit, was kommt wo rein?

Die Frage nach dem Gepäck auf Weltreise und was man alles mitnehmen sollte, wurde wohl schon tausendfach beantwortet.

Klar, auch wir haben unsere Packliste.

Doch was hilft die dir, wenn du ganz anders reist als wir und Wert auf andere Dinge legst?

Was mitnehmen auf eine Weltreise?

Deshalb haben wir hier ein paar generelle Fragen unter die Lupe genommen, die dir dabei helfen können, deine persönliche Art zu Reisen in die Frage nach deinem Weltreise Gepäck, was mit kommt und was nicht, zu beantworten

Weltreise: Koffer oder Backpack?

Beim planen einer Reise kommst du an der Frage nach deinen Gepäckstücken nicht vorbei.

Bei der Frage, ob für eine Weltreise ein Koffer oder ein Backpack besser ist, gehen die Meinungen stark auseinander.

Mit einem Koffer hast du den Vorteil, dass du ihn gemütlich hinter dir herziehen kannst und deinen Handgepäckrucksack auf dem Rücken trägst. Das funktioniert allerdings nur so lange gut, wie der Weg eben und nicht bloß ein Feldweg ist. Da wäre der Backpack klar im Vorteil.

Der Koffer ist dem Rucksack auch grundsätzlich beim Transport per Flugzeug überlegen, da er deinen Sachen mehr Schutz bieten und nicht in den Förderbandanlagen der Flughäfen hängen bleiben kann, wie es beim Rucksack wegen der Tragegurte durchaus möglich ist.

Auf der anderen Seite steht allerdings auch die Frage:

Was möchtest du denn für eine Art Weltreisende/r sein?
Jemand, der mit Rollkoffer und Sonnenhut aus dem Flugzeug und in den Transfershuttle zum Luxus-Resort steigt? Oder lieber jemand, der oder die die Sachen anpackt, mit dem auskommt, was im Rucksack ist und auch bereit ist, ein wenig mehr Strapazen auf sich zu nehmen, um ans Ziel zu gelangen 😉?

Der wohl größte Vorteil am Backpack ist, dass du auch beim Laufen beide Hände frei hast, zum Beispiel um mit dem Smartphone den Weg zur Unterkunft zu verfolgen.

Viele Rucksackreisende tragen dabei den großen Backpack auf dem Rücken und den kleineren Handgepäckrucksack vor der Brust. Für uns persönlich funktioniert das ziemlich gut, allerdings solltest du auch eine gewisse sportliche Fitness mitbringen. Schließlich bist du mit bis zu 30 Kg Zusatzlast auf dem Körper unterwegs.

Der Rucksack ist dem Koffer in unebenem Gelände klar überlegen. Den Koffer über einen matschigen Feldweg in den Tropen zu ziehen ist ebenfalls kein Spaß und zieht wahrscheinlich mehr Blicke auf sich, als wünschenswert. Die Wahl deines Gepäckstücks ist daher auch ein Sicherheitsaspekt.

Für die Problematik, dass der Rucksack an den Transportbändern der Flughäfen hängen bleiben kann gibt es übrigens praktische Transportsäcke*.

Schutzhülle für Backpack und Rucksack Flugzeug

Diese schützen deinen Backpack und du erkennst sehr schnell, wenn er aufs Gepäckband kommt.

Dein Backpack sollte so groß sein, dass alles was du brauchst reinpasst, aber auch nicht zu groß, weil er sonst einfach zu schwer wird. Ein gutes Maß ist übrigens auch deine Körpergröße. Wenn du 1,70m groß bist, eignet sich meist ein Backpack bis 55 Liter. Ab 1,80m wäre ein 65 Liter Rucksack ebenfalls noch gut bemessen.

Es kommt natürlich auch auf dein eigenes Tragegefühl an. Probiere im Laden mehrere Modelle an und laufe mit ihnen herum. Nur so merkst du, ob dir ein Backpack vielleicht zu sehr hin und her wackelt. Du solltest dich mit deinem Backpack am Rücken einfach wohl fühlen.

Wählst du einen etwas kleineren Backpack, bist du automatisch geneigt weniger mitzunehmen. Denn je größer der Backpack, desto mehr packst du ein und desto schwerer wird er.

Das ist wie mit den Tellern beim Essen: Je größer der Teller, desto mehr lädst du dir auf und desto mehr wirst du essen.

Um wirklich nur das mitzunehmen, was du brauchst, du kannst dich also selbst austricksen. Nutze einfach einen etwas kleineren Rucksack, als nach deinem Tragegefühl möglich wäre. So schleppst du dich nicht ab und bleibst bei den Dingen, die du auch brauchst.

Wir selbst nutzen unsere zwei Backpacks und jeweils einen Tagesrucksack.

Chris nutzt einen Tatonka Norix 48 + 10 Liter Backpack* und einen einfachen Quiksilver Rucksack als Handgepäck, in den unsere ganze Technik reinpasst.

Theresa hat sich für einen nur minimal kleineren 45 Liter Backpack den Fjallräven Abisko Friluft 45 + 10* sowie einen 24 Liter Jack Wolfskin Tagesrucksack* entschieden.

Bei der Wahl deines Handgepäckstücks für deine Weltreise ist dir selbstverständlich jede Freiheit gelassen, die die Airlines dir zubilligen.

In den meisten Fällen kommt aus praktischen Gründen ein Rucksack zum Einsatz, da man diesen auch als leichten Tagesrucksack vor Ort verwenden kann.

Wichtig hierbei:
Er sollte so groß sein, dass deine Technikausrüstung, deine wichtigen Unterlagen sowie eine große Flasche Wasser und evtl. eine Jacke für den Flug hineinpassen.

Leider konnten wir in letzter Zeit häufiger beobachten, dass einige Leute ihren großen Backpack mit in die Passagierkabine nehmen, um die Kosten für das Aufgabegepäck zu sparen.

Bitte mach das nicht!

Es führt dazu, dass diejenigen, die das Flugzeug zuletzt betreten, ihr Handgepäck zwischen die Beine und unter den Sitz stopfen müssen, was insbesondere auf Langstreckenflügen eine echte Qual ist.

Bedenke: Würde es dir gefallen 12 Stunden oder länger so ausharren zu müssen, nur weil jemand anderes der Meinung, war seinen 60 Liter Backpack oder großen Koffer im Handgepäck zu verstauen, nur um 50€ zu sparen?

Dann lass das einfach bleiben.

Es gilt der Satz: „Was du nicht willst das man dir tu‘ das füg‘ auch keinem anderen zu.

Weltreise Ausrüstung und Packliste: Was brauchst du wirklich?

„Ich packe meinen Koffer/ Backpack und nehme mit…“

Ja, was nimmst du denn alles mit auf deine Reise?

Die Frage ist gar nicht so einfach, denn im Kern geht es darum herauszufinden, was dir wirklich wichtig ist und was du wirklich für dich persönlich brauchst.

Und natürlich auch darum, wieviel in deinen Koffer oder Backpack passt.

Wir selbst merkten schnell, dass dies in beiden Fällen gar nicht so viel war. Es gibt nicht viele Dinge, die wir wirklich und unbedingt brauchen, noch weniger (materielle) Dinge die uns wirklich wichtig sind und die gleichzeitig in unsere Rucksäcke passen.

Mache dir einfach erstmal eine Liste mit den Dingen, die du täglich nutzt und von denen du glaubst, dass du sie auch auf einer langen Reise benötigen wirst.
Hierunter fallen Klamotten, Bad-Sachen, Laptop etc.

Dann geht’s an die Dinge, von denen du glaubst, dass du sie speziell für deine Reise benötigst, zum Beispiel Badehose, Technik, Schnorchel, Kamera und so weiter.

Und schließlich die Dinge, die dir persönlich sehr wichtig und die potentiell reisefähig sind.

Bei uns waren dies z.B. – wie sollte es anders sein – die Namensgeber unseres Blogs: Unsere drei Schildkröten.

Wenn dann auch noch all diese Dinge in deinen Koffer oder Backpack passen: Herzlichen Glückwunsch!

Und wenn du etwas vergessen hast: Keine Sorge. Du bekommst nahezu überall auf der Welt alles, was du benötigen könntest. Daher sind all die Packlisten auch eher so eine Art Empfehlung und kein Muss.

Klar, wir haben auch unsere Packliste. Eben weil wir, wie du auch, unsere eigene Art zu reisen haben und wissen, was wir vor Ort oft benötigen. Wie zum Beispiel einen kleinen Kochtopf und einen Gaskocher. Wenn du aber stets auswärts essen gehst, dann brauchst du sowas nicht.

Ich denke, der Punkt sollte klar geworden sein 😊.

Genauso wie bei der Packliste verhält es sich beim Thema Technik auf Reisen.

Es gibt ein paar Basics, die können wir jedem modernen Menschen für seine Reisen empfehlen. Wie zum Beispiel

Der Rest ist einfach sehr individuell. Fast jeder besitzt ein Smartphone und hat sein entsprechendes Ladekabel sowie einen Reise-Adapter dabei. Der Rest sind persönliche Notwendigkeiten, Vorlieben und Spielereien.

Wir würden niemals sagen: „Nimm auf jeden Fall eine Drohne mit auf Reisen, das MUSST du haben!“, weil das einfach nicht stimmt.

Wenn es dir Spaß macht damit coole Aufnahmen zu machen und Perspektiven einzufangen, die anderen vorenthalten bleiben, dann Go for it! Wenn du an so etwas noch nie Interesse hattest, dann spar dir den Platz im Rucksack.

Für uns gibt es – neben der Notwendigkeit, dass manche Dinge nicht ins Aufgabegepäck dürfen – zwei Faustregeln beim Packen:

  1. „Alles, was ich problemlos vor Ort ersetzen kann, kommt ins Aufgabegepäck.“
  2. „Alles, worüber ich sehr unglücklich wäre, wenn es verloren geht oder beschädigt wird und was ich nicht einfach so ersetzen kann, kommt ins Handgepäck.“

Einfacher ist es daher die Dinge zu finden, die ins Handgepäck kommen.

Bei uns sind das:

  • Die drei Schildkröten: Sie sind einfach unersetzlich!
  • Unsere Laptops und Smartphones, da sie unser Haupt-Arbeitsmittel sind und unser halbes Leben in diesen Dingern steckt
  • Powerbank, Akkus, externe Festplatte, Kamera*, Objektive, Drohne*, Noise-Cancelling-Kopfhörer
  • Portemonnaie, Reisepass, wichtige Dokumente und Kopien
  • Zahnbürste und Zahnpaste
  • Essen und Trinken

Klamotten, sonstiges Zubehör und alle die anderen Dinge, die man so mit auf Reisen nimmt, lassen sich irgendwie ersetzen, sollte wirklich mal etwas kaputt oder das Gepäck verloren gehen.

In diesem Artikel haben wir uns angesehen, wie dein Gepäck-Management für die Weltreise aussehen könnte.

Wir haben uns mit den Vorteilen und Nachteilen vom Reisen mit dem Koffer und mit dem Backpack auseinandergesetzt und einen Blick auf das Handgepäckstück geworfen.

Außerdem haben wir dir zwei Fragen mit auf den Weg gegeben, die (nicht nur) dein Gepäck betreffen:

Was ist dir – materiell – wirklich wichtig?

Und was brauchst du unterwegs wirklich, wenn du nur ganz wenig mitnehmen kannst?

Wir haben auch aufgezeigt, weshalb die Packlisten anderer kein Maßstab für dich sein sollten, sondern lediglich eine Anregung für die Dinge, die du eventuell benötigen könntest.

Selbiges gilt für das Thema Technik auf Reisen.

Wir hoffen, dir einen guten Einblick in das Thema gegeben zu haben, sodass du nun noch besser in der Lage bist, dein Gepäck Weltreise-Ready zu machen!

Du hast weitere Tipps und Anregungen zum Thema Gepäck-Management für die Weltreise?
Dann lass sie uns gerne in den Kommentare wissen!

Dieser Beitrag ist Teil unserer Artikelserie

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