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Yellowstone Reisebericht: Unsere Route, Erfahrungen & Highlights

Es war schon eine Weile her, seit wir das letzte Mal einen Fuß nach Nordamerika gesetzt hatten, doch über die Jahre hinweg war uns beiden klar: Den Yellowstone Nationalpark zu erleben, ist einer unserer beiden größten Wünsche.

Wir wären beinahe schon im Spätsommer des Vorjahres hingeflogen, doch irgendwie hatte es sich dann doch anders ergeben. Für 2026 stand fest:
„Jetzt oder nie.“ Denn wir hatten den Jahrespass für die US-Nationalparks bereits gekauft – damals noch zum Preis von 80 $, nicht wie jetzt für 250 $ – und mussten ihn sozusagen noch dieses Jahr nutzen.

Ende August war es dann soweit: Mit dem Direktflug von Condor ging es 11,5 Stunden von Frankfurt am Main nach Las Vegas, dem Startpunkt in unsere 8-wöchige USA-Rundreise.

Anreise in die USA: Mit Condor nach Las Vegas

Und damit herzlich willkommen zu unserem Yellowstone Nationalpark Reisebericht – mit unseren persönlichen Tipps zur Ankunft in Las Vegas & Mietwagenabholung, Anreise & Zwischenstopps, Erlebnissen im Park, Begegnungen mit Wildtieren, vollkommen unwirklichen, dampfenden Landschaften und zwei Erkenntnissen, die wohl die meisten, die den Park schon mal besucht haben, kennen werden.

Dieser Artikel enthält Empfehlungslinks (*). Wenn du über einen dieser Links eine Dienstleistung oder ein Produkt buchst, erhalten wir eine Provision – für dich bleibt der Preis gleich. Mit deiner Buchung über unsere Links unterstützt du direkt unseren Blog und hilfst uns, weiterhin wertvolle Reisetipps aus erster Hand kostenlos bereitzustellen. Ein riesiges Dankeschön dafür! ♥️ Echte Bilder, eigene Texte, jede Empfehlung basiert auf unseren persönlichen Erfahrungen aus eigenen Reisen.

Unsere Stopps von Las Vegas nach Yellowstone

Yellowstone Reisebericht: Chris und Theresa von Reisekröten am Schild des Yellowstone Nationalparks

Für einen ersten Einstieg in diesen Reisebericht haben wir hier die ersten Stationen unserer letzten USA-Reise als Tabelle für dich zusammengefasst. Diese gibt dir auch einen Überblick, wie dieser Reisebericht aufgebaut ist und wie man die Anreise ab Las Vegas bis zum Yellowstone NP mit schönen Orten entlang der Route planen kann:

Ort & Anzahl NächteDetailsHotel-Empfehlung
Las Vegas | 1 NachtAnkunft
Mietwagen abholen
Hotel
Einkaufen
Ahern Hotel*
8,9 bei booking.com,
ab ca. 100 € pro Nacht
Parowan | 1 NachtCedar Breaks National Monument
Meadow Hot Springs
The Valor Hotel*,
9,2 bei booking.com,
ab 111 € mit Frühstück
Salt Lake City | 1 NachtState Capitol of Utah
Museum of Utah
Holiday Inn Express*,
8,5 bei booking.com,
ab ca. 100 €
Victor | 2 NächteGrand Teton Nationalpark
Jackson Hole
Teton Valley Resort*,
9,4 bei booking.com,
ab 134 €
West Yellowstone | 3 NächteYellowstone NationalparkCity Center Motel*, 
8,4 bei booking.com,
ab ca. 200 €
Cody | 5 NächteCody, Red Lodge, Cooke City
Beartooth Highway
Besuch bei Freunden
Tipp: The Scout Inn*
8,5 bei booking.com
ab ca. 100 €
im Anschluss6 weitere Wochen USA-Reise—

ℹ️ Ankunft & Anreise ab Las Vegas überspringen & direkt zum Yellowstone springen

Ankunft Las Vegas & Mietwagen-Tipps

Erfahrungsbericht und Tipps für den Mietwagen am Flughafen in Las Vegas bei Alamo
Ankunft in Las Vegas & unser Mietwagen für die Yellowstone Reise

Wer per Direktflug von Europa so nah wie möglich an den Yellowstone Nationalpark heranfliegen möchte, hat meist nur die Wahl zwischen Denver und Las Vegas. Wir entschieden uns für Las Vegas, weil dort die Mietwagen günstiger waren.

Nach der Landung am Harry Reid International Airport und der Einreise, die hier in Las Vegas leider etwas länger dauerte, begaben wir uns zum Shuttlebus, der uns zum Mietwagencenter bringen sollte. Denn ohne Auto geht in den USA nichts. Bei 36°C warteten wir auf den Shuttle-Bus, heilfroh, endlich aus dem Flugzeug und aus der Warteschlange an der Einreisekontrolle raus zu sein.

Mietwagenbuchung: Wir hatten bereits 8 Wochen vorher unseren Mietwagen über USA to Go bei Alamo reserviert, eine Kombination, die sich bereits auf unseren letzten USA-Reisen (auf Hawaii und an der Südwestküste) bewährt hatte.

Mietwagenkategorie für den Yellowstone: Gebucht hatten wir einen Mittelklasse-SUV, der uns schon auf unserer letzten Reise sehr gute Dienste geleistet hatte, bekamen vor Ort jedoch ein kostenloses Upgrade auf einen größeren Standard-SUV, weil in der Choiceline nur noch 2 Mittelklasse-SUVs vorhanden waren, die uns beide nicht gefielen. Für den Yellowstone können wir einen SUV auf jeden Fall empfehlen (Platz & Komfort).

Denn so sehr wir Nordamerika mögen: Amerikanische SUVs sind die reinsten Benzinfresser. So freute es uns umso mehr, bei den Standard-SUVs einen VW Atlas zu finden, einen SUV, der für den europäischen Markt gar nicht gebaut wird. Das war eine sehr gute Wahl: komfortabel, groß, geringer Spritverbrauch im Vergleich zu den Modellen von GMC und Chevrolet.

→ Lese-Empfehlung: Darum buchen wir in den USA nur noch SUVs.

Buchungs-Tipp: Die Mietwagenpreise für die USA immer über mind. 2 Plattformen vergleichen und über mehrere Wochen immer wieder mal reinschauen, wie sich die Preise verändern. Wir haben auch zweimal umgebucht, bis wir das günstigste Angebot hatten. Wir empfehlen für den Preisvergleich DiscoverCars* und USA to Go* und haben unser Auto letztlich bei USA to Go* gebucht.

→ Lese-Empfehlung: Unsere besten 13 Mietwagen-Tipps für die USA

Nach fast 12 Stunden im Flugzeug hatten wir kein großes Bedürfnis, direkt mit dem Auto weiterzufahren. Außerdem war es später geworden als gedacht, bis wir mit dem VW endlich vom Flughafengelände rollten, und wir waren froh, dass wir eine Nacht in Las Vegas eingeplant hatten.

Das Ahern Hotel* lag ruhig am Ende des Strips und war perfekt für eine Nacht mit Frühstück. Ob wir Jetlag hatten? Aber klar 😄.

Unser Hoteltipp in Las Vegas: Das Ahern Hotel nahe am Strip, aber ruhig gelegen
Ahern Hotel Las Vegas

👉 Ahern Hotel Las Vegas, 8,9 bei booking.com, ab ca. 100 € pro Nacht.*

Anreise nach Yellowstone

Für die Anreise nach Yellowstone planten wir drei Zwischenstopps ein:

  1. Cedar Breaks National Monument
  2. Salt Lake City
  3. Grand Teton Nationalpark & Jackson Hole

Die erste Zwischennacht legten wir in der Nähe von Parowan in Utah ein, weil wir auf dem Weg das Cedar Breaks National Monument besuchen wollten, einen Canyon, der dem des Bryce Canyon sehr ähnlich ist, nur viel weniger besucht.

Der zweite Stopp, Salt Lake City, lag ebenfalls perfekt auf der Route. Wir erkundeten die Stadt, besuchten das Capitol-Gebäude, das erst kürzlich eröffnete Museum of Utah (direkt daneben), und kletterten auf den dahinterliegenden Berg „Ensign Peak“, von dem man eine wunderbare Aussicht über die Stadt und bis zum Great Salt Lake hat.

Unsere Stopps auf der Anreise von Las Vegas in den Yellowstone Nationalpark
von oben: Cedar Breaks National Monument, Salt Lake City, Grand Teton Nationalpark

Den Auftakt in die Region „Greater Yellowstone“ bildeten bei uns Jackson Hole und der Grand Teton Nationalpark, direkt unterhalb vom Yellowstone. Der Ort Jackson, gelegen im nach ihm benannten Jackson Hole, ist ein echtes „Old West“-Städtchen. Bereits im 19. Jahrhundert wurde der Ort für „Expeditionen“ ins Yellowstone-Gebiet genutzt und wuchs über das 20. Jahrhundert zu einem der großen, touristischen Orte heran. Er besitzt sogar einen eigenen Flughafen.

Der Ort Jackson in Wyoming, nahe des Grand Teton Nationalpark
Jackson, Wyoming

Nur 20 Minuten von Jackson entfernt beginnt der Grand Teton Nationalpark, benannt nach den Teton-Bergen, die beinahe unwirklich aus der sonst eher flachen Landschaft spitz und zerklüftet emporragen. Der Grand Teton Nationalpark wird von vielen Reisenden beim Besuch des Yellowstone übersehen, obwohl beide so nah beieinanderliegen.

Eingang zum Grand Teton Nationalpark
Grand Teton Nationalpark

Für den Besuch planten wir einen vollen Tag ein und blieben dafür zwei Nächte im gut 40 Minuten entfernten Ort Victor, im Teton Valley Resort. Denn um ehrlich zu sein, finden wir die Unterkünfte in Jackson etwas überteuert.

Da nahmen wir lieber etwas mehr Fahrzeit in Kauf und hatten dafür ein richtig schönes Cottage aus Holz, mit Küche, zwei Schlafzimmern, Frühstück inklusive und einem Pool:

Teton Valley Resort in Victor nahe Jackson Hole
Teton Valley Resort

👉 Teton Valley Resort*, 9,4 bei booking.com, ab 134 €

Wenn man den Grand Teton NP nur am Rande in seine Yellowstone-Planung aufnehmen möchte, kann man ihn auch auf der Durchreise in Richtung Südeingang mit ein paar kurzen Stopps einplanen.

Wir empfehlen hierbei den Jenny Lake und den Glacier View Turnout, sowie das Oxbow Bend. Diese drei Stopps liegen direkt an der Straße, wenn man von Jackson zum Yellowstone South Entrance fährt.

Drei schöne Orte im Grand Teton Nationalpark: Glacier View, Jenny Lake und Oxbow bend
von oben: Glacier View, Jenny Lake und Oxbow Bend

Nach unserem Besuch im Grand Teton NP fuhren wir in den Yellowstone Nationalpark und erreichten den Südeingang etwa um 13.30 Uhr (2,5 Stunden Fahrzeit von Victor).

Unsere Route als Karte

Auf dieser Open-Source-Karte haben wir unsere Route (mit Anreise), alle Eingänge und Straßen im Nationalpark für dich eingezeichnet, mit den Spots, die wir für besonders sehenswert fanden. Du kannst dir diese Karte auch herunterladen und für deine Reise nutzen:

Tag 1: South Entrance des Yellowstone Nationalparks

Es ist schon merkwürdig mit dem Reisen: Wir planten unsere Reise in den Yellowstone Nationalpark lange im Voraus und plötzlich stehen wir direkt davor. Rechts schlängelt sich der Snake River, den wir bereits im Grand Teton Nationalpark gesehen hatten, und vor uns liegt das Eingangstor in den Park.

Collage: Einfahrt von Süden in den Yellowstone Nationalpark
oben: Snake River, unten: Yellowstone South Entrance

Spätestens hier sei der Hinweis angebracht, dass man für den Yellowstone NP auf jeden Fall den Annual Pass (Jahrespass) für Nationalparks nutzen sollte. Denn ansonsten fällt für ausländische Besucher pro Person eine Gebühr von zusätzlichen 100 $ an, was unserer Meinung nach völlig absurd ist, selbst wenn diese für 7 Tage gilt. Der Jahrespass, der für alle Nationalparks und National Monuments für ein Jahr lang gültig ist, gilt pro Auto, mit dem man hineinfährt, und kostet aktuell 250 $ für Nicht-US-Bürger. Im Vorjahr waren es noch 80 $, sowohl für US- als auch für Nicht-US-Bürger.

Am Südeingang des Parks ist meist sehr wenig los und man muss nicht wirklich mit langen Wartezeiten rechnen. Im Winter ist dieser Eingang übrigens gesperrt (meist ab Ende Oktober).

Beinahe hätten wir vergessen gehabt, wie freundlich und zuvorkommend Amerikaner sind. Wir ließen auf die Schnelle noch ein Bild von uns mit dem Schild machen, und schon sind wir drin, im Yellowstone Nationalpark.

Der Süden des Parks wird von kleinen Bächen und Flüssen durchzogen und so wundert es nicht, dass sich hier scheinbar auch Bieber wohlfühlen. Wir halten an den Lewis Falls, die nur etwa 200 Meter von der Straße im Wald liegen, riechen die Nadelbäume und freuen uns, endlich angekommen zu sein.

Yellowstone Nationalpark: Lewis Falls, Bieberdamm und Kontinentale Wasserscheide
oben: Snake River & Biederdamm, unten: Lewis Falls & kontinetale Wasserscheide

Ganz in der Nähe befindet sich, sehr unscheinbar am Straßenrand, ein Schild, das auf eine geologische Besonderheit hinweist: Die Continental Divide, also die Kontinentalscheide, ist die Wasserscheide Nordamerikas. Niederschlag, der westlich von ihr fällt, fließt letztlich in Richtung Pazifik, während Wasser auf der östlichen Seite zum Atlantik beziehungsweise zum Golf von Mexiko abfließt.

Wir fahren weiter in Richtung Madison Junction/West Yellowstone und erreichen unseren ersten Stopp: Das Grant Visitor Center am West Thumb, direkt am Lake Yellowstone. Hier kann man unter anderem Permits (Genehmigungen) kaufen, wenn man im Hinterland campen gehen oder angeln möchte. Die Besucherzentren des Parks, es gibt insgesamt 10 Visitor Center, sind allesamt sehr sehenswert und man bekommt von den örtlichen Rangern die besten Tipps, wo man was im Moment sehen und erleben kann.

Nur einen Steinwurf entfernt befindet sich das West Thumb Geyser Basin, ein großes Geysir-Feld, direkt am Lake Yellowstone, das wir noch vor der Fahrt nach West Yellowstone ansehen wollen.

Yellowstone Nationalpark: Grant Visitor Center, West Thumb, West Thumb Geyser Basin
oben: Grant Visitor Center & Lake Yellowstone (West Thumb), unten: Einfahrt West Thumb Geyser Basin & Boardwalk

Wie über die meisten Geysir-Felder führt ein Boardwalk, ein Weg aus Holzstegen. Man sollte auf jeden Fall auf diesem Weg bleiben, denn die Kruste über dem Thermalwasser, das darunter brodelt, ist an vielen Stellen nur wenige Zentimeter dick.

Magmakammern in nur wenigen Kilometern Tiefe wirken im Yellowstone wie ein Wasserkocher. Über ihnen zirkuliert Thermalwasser, das sich an jeder Stelle seinen Weg an die Erdoberfläche bahnen kann. Das ist das, was wir zu sehen bekommen. Als dampfende, heiße Quellen und ausbrechende Geysire.

Die Farben, die insbesondere die heißen Quellen ausbilden, werden von Bakterien, Mineralien und anderen gelösten Stoffen erzeugt. Besonders am Midway Basin, zu dem auch die berühmte Grand Prismatic Spring gehört, kann man diese Farben besonders gut erkennen, ebenso am Black Sand Basin.

Bereits hier im West Thumb Geyser Basin bekommen wir eine Menge geboten: Vom azurblauen Abyss Pool über in vielen Farben daliegende, kleinere Becken bis hin zu blubbernden Matschlöchern und zischenden Dampfspalten (Fumarolen) ist hier alles dabei.

West Thumb Geyser Basin im Yellowstone Nationalpark
Geysire & Hot Springs am West Thumb

Es ist noch nicht spät doch die Temperaturen beginnen langsam abzukühlen und so bekommt der Dampf, der von Geysiren und Hot Springs aufsteigt, noch mehr Wirkung.

Von hier bis nach West Yellowstone etwa 75 Minuten Fahrt. Besonders ab 17 Uhr muss man auf dieser Strecke mit Stau rechnen, weil dann auch die Bisons aktiver werden und gerne auf und neben der Straße spazieren gehen. Man nennt es auch den „Bison Jam“, also den Bison-Stau.

Stau im Yellowstone, wegen eines Bisons, dass am Straßenrand steht
Bison neben der Straße

Bereits auf der Fahrt vom West Thumb nach West Yellowstone bekommen wir einen ersten Eindruck, was uns hier im Westen des Parks in den nächsten Tagen erwarten wird. Überall raucht es und der Boden scheint zu kochen, der Firehole River trägt seinen Namen zu Recht, denn das kochend heiße Wasser des Midways Basins fließt in ihn hinein und bringt den gesamten Fluss zu Dampfen. Es ist eine unwirkliche Szenerie.

Blick auf das dampfende Midway Basin und den Firehole River im Yellowstone Nationalpark
Midway Geyser Basin

Es ist 18.30 Uhr, als wir an unserem Motel in West Yellowstone ankommen. Der Tag war lang und der Weg von Victor bis hierher weit. Denn auch, wenn man bei der Routenplanung denkt: „Was sind schon 4 Stunden Fahrzeit?“, wird man hier im Yellowstone-Gebiet schnell die Erkenntnis machen, dass aus einer Stunde meist 2,5 Stunden werden, aus zwei werden schnell 4 und aus vier werden 7–8 Stunden. Weil man überall anhält, es überall viel mehr zu entdecken gibt, als man vorher dachte, und weil man sich insbesondere den Moment nehmen sollte, diese Orte zu genießen.

Unser Motel, das City Center Motel* direkt im Ortskern, ist zwar etwas älter, dafür aber in sehr gutem Zustand und vor allem kostet es nicht 500 $ pro Nacht, wie viele andere Hotels hier oder im Park.

Unser Motel in West Yellowstone: Das City Center Motel

👉 City Center Motel, 8,4 bei booking.com, ab ca. 200 €*

Tag 2: Die großen Geysire & Hot Springs des Yellowstone

Den zweiten Tag im Yellowstone Nationalpark begannen wir erst gegen Mittag. Denn zwischen 9 und 11 Uhr morgens herrscht am West Entrance nahezu immer Stau. Unser Plan für diesen Tag waren die großen Geysire und Hot Springs im Westen und Südwesten des Parks, von denen es natürlich sehr viele gibt.

Grand Prismatic Hot Spring

Grand Prismatic Hot Spring im Yellowstone Nationalpark
Grand Prismatic Hot Spring vom Overlook

Jeder kennt die farbenfrohe Grand Prismatic Hot Spring, doch um die ganze Farbenpracht zu sehen, braucht es die passende Tageszeit und Lichtverhältnisse: Die Sonne sollte so senkrecht wie möglich auf das Midway Basin fallen und man benötigt einen guten Standort, um die Farben gut sehen zu können. Das hat auch der NPS bemerkt und daher gibt es den Grand Prismatic Overlook, eine Aussichtsplattform, die man über einen Teil des Fairyfalls Trail-Wanderwegs erreicht.

Wir fahren gegen 11.15 Uhr über den West Entrance in den Park und direkt in Richtung Midway Basin. Gegen 12 Uhr fanden wir einen freien Parkplatz, was nicht ganz einfach war, denn die Grand Prismatic Hot Spring gehört zu den Hauptattraktionen des Parks. Der Wanderweg zur Aussichtsplattform dauert etwa 25 Minuten und geht recht steil bergauf. Auf dem Weg begegnen uns ein paar Chipmunks und natürlich viele andere Leute, die den gleichen Plan haben wie wir.

Die Aussichtsplattform ist gut gefüllt, doch jeder verhält sich angemessen und mit ein paar Minuten Wartezeit, stehen wir auch in der ersten Reihe, um den besten Blick auf die große heiße Quelle zu haben.

Normalerweise mögen wir solche enorm bekannten Sehenswürdigkeiten nicht sonderlich, aber diese riesige Hot Spring mit all ihren Farben von oben zu sehen, ist schon sehr beeindruckend! Für den Weg nach oben, die Aussicht und den Weg zurück zum Parkplatz kann man etwa 70 Minuten einplanen.

Theresa und Chris von Reisekröten am Grand Prismatic Overlook im Yellowstone Nationalpark

Unser Tipp: Den Boardwalk hier am Midway Basin sollte man erst am Abend machen, da dann die Sonne tief steht und die Temperaturen kühler sind. So kommen die Strukturen am Boden und die Dämpfe besonders gut zur Geltung. (Wir kommen später darauf zurück.)

Abendstimmung am Midway Basin im Yellowstone Nationalpark
Midway Geyser Basin am Abend

Black Sand Basin

Unser nächster Stopp war das Black Sand Basin. Auch hier gibt es einen Boardwalk, der entlang unterschiedlichster Geysire und heißer Quellen führt.

Das Black Sand Basin ist weitaus weniger besucht als etwa das Midway Basin, bietet unserer Meinung nach aber einige der spannendsten Geysire.

Etwa den Geysir „The Cliff“, der dauerhaft brodelt und immer wieder unregelmäßig ausbricht. Wenn man also ganz in Ruhe Geysire beobachten möchte, ist das Black Sand Basin perfekt!

Ein Ranger erzählte uns, dass das Black Sand Basin im Winter auch sehr gerne von Bisons besucht wird.

Komischerweise ist das Black Sand Basin im Übrigen gar nicht schwarz, sondern eher ziemlich farbenfroh:

Black Sand Basin im Yellowstone Nationalpark

Old Faithful & Upper Geyser Basin

Ausbruch des Old Faithful Geysirs im Yellowstone Nationalpark
Ausbruch am Old Faithful

Es war mittlerweile 16 Uhr und für circa 17 Uhr war der Ausbruch am Old Faithful angekündigt. Die Ausbruchszeiten des Old Faithful werden täglich berechnet und schwanken etwa +/- 12 Minuten zum errechneten Zeitpunkt. Die täglichen Zeiten kann man online in der NPS-App und im Visitor Center am Old Faithful einsehen.

Old Faithful ist eine der Hauptattraktionen im Nationalpark und meist gut besucht. Aber: Man bekommt immer einen Parkplatz und hat auch immer gute Sicht, denn rund um den großen Geysir ist jede Menge Platz.

Das dortige Hotel Old Faithful Inn ist eines der ältesten, heute noch aktiven Hotels im Yellowstone. Es ist nahezu vollständig aus Holz gebaut und ist bis heute das größte Blockhaus der Welt. Seine Lobby hat eine Deckenhöhe von 20 Metern und man kann über Treppen die verschiedenen Ebenen des Hotels begehen.

Collage über das Old Faithful Inn im Yellowstone Nationalpark
oben (v.L.): Old Faithful Inn (1905) und heute; unten: Hotellobby und Aussichtsterrasse

Unser Tipp: Die Terrasse des Old Faithful Inn. Hier gibt es Bänke, auf denen man es sich bequem machen kann, und man hat eine perfekte Aussicht auf den großen Geysir. Es gibt einige Bars und Cafés im Hotel, und die Preise sind durchaus fair: Ein großer Kaffee kostete knapp 4 $. Hierbei beachten: Es ist nur Kartenzahlung möglich, keine Bargeldzahlung.

Auslandsgebühren: Denke daran, eine Kredit- oder Debitkarte in den USA zu nutzen, die keine Gebühren für den Karteneinsatz im Ausland erhebt.
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Mit einem Kaffee nahmen wir auf der hölzernen Terrasse des Hotels Platz, die sich langsam aber sicher füllte, und warteten auf den Ausbruch des Old Faithful. Und tatsächlich brach er genau um die vom NPS errechnete Uhrzeit aus!

Der Old Faithful ist Teil des Upper Basin, welches über 150 Geysire auf 2 Quadratkilometern beherbergt. Es handelt sich um die dichteste Ansammlung an Geysiren im NP und macht damit ¼ aller Geysire der Welt aus.

Es ist mittlerweile 17.30 Uhr und wir bekommen langsam Hunger. In unserer Kühltruhe, die wir seit Las Vegas dabeihatten, befand sich unser Abendessen und auf dem Weg zum Old Faithful hatten wir einen wunderbaren Platz entdeckt, um mit Blick auf den Firehole River und das Midway Basin zu Abend zu Essen.

Die Luft hatte schnell abgekühlt und der Dampf der heißen Quellen überzog die weite Ebene des Geysir-Beckens. Wir hatten unser Essen bereits vorbereitet und hier hat sich unsere Reiseplanung für den Yellowstone doppelt ausgezahlt: Wir hatten jederzeit alles dabei und mussten nicht extra aus dem Park rausfahren, um zu Abend zu essen.

Denn sowohl die Restaurants als auch der einzige Supermarkt in West Yellowstone haben höhere Preise als an anderen Orten.

Picknick im Auto am Midway Basin im Yellowstone Nationalpark
Abendessen am Midway Geyser Basin

Boardwalk am Midway Basin

Den Abschluss dieses Tages im Yellowstone sollte der Besuch des Boardwalks am Midway Basin darstellen. Denn, wie bereits erwähnt, ist dieser, unserer Meinung nach, am Abend am schönsten.

Die Sonne stand tief über dem Geysir-Becken und es wurde deutlich kühler. Doch im Dampf der heißen Quellen stehend bemerkten wir davon kaum etwas. Das Zusammenspiel aus Licht, dampfenden Hot Springs und den Strukturen am Boden ergab eine unglaubliche Szenerie und stellt bis heute für uns einen der schönsten Momente unseres Besuchs im Yellowstone NP dar.

Es sind einzigartige Motive, die die Natur hier bietet, und die sich im ständigen Wandel befinden. Momente, so einmalig, dass man beinahe Angst haben muss, sie beim nächsten Mal vielleicht nicht noch einmal derart erleben zu dürfen. Fotografien können kaum wiedergeben, wie es ist, wirklich dort zu sein.

Am Abend am Midway Basin im Yellowstone Nationalpark
Midway Geyser Basin & Boardwalk am Abend

Für uns halten sie nicht nur einen Moment, sondern auch ein Gefühl, fest. Wer diese einmal erlebt hat, so einprägsam wie sie sind, darf sich wahrlich glücklich schätzen. Denn nicht vielen ist es vergönnt, diese Einzigartigkeit so nah zu erleben, wie wir es an diesem Tag durften.

Tierbeobachtung am Madison River

Auf dem Rückweg ins City Center Motel* in West Yellowstone fahren wir entlang des Madison River. Es ist kurz vor 20 Uhr und somit die perfekte Zeit für Wildtierbegegnungen.

Hier sollten wir unsere erste Lektion lernen: die Kamera immer griffbereit haben. Denn durch den Fluss liefen genau in diesem Moment eine Elchkuh mit Jungtier. Leider konnten wir diesen Moment nicht festhalten, sollten am nächsten Tag jedoch genau an derselben Stelle des Flusses entschädigt werden.

Tag 3: Bär, Mammoth & Norris Geyser Basin

8 Stunden pro Tag im Park sind eine gute Zeitspanne, aber auch die Obergrenze, wenn man sich nicht „überfrachten“ möchte. Wären wir gestern länger im Park gewesen, wären wir wahrscheinlich so mit Eindrücken überfüllt gewesen, dass wir am Ende gar nichts aufnehmen hätten können. Daher beschlossen wir, es auch heute wieder so zu machen, erst nach der Rushhour gegen Mittag hineinzufahren.

Gegen 11.30 Uhr rollen wir in Richtung West Entrance und fahren entlang des wunderschönen Madison River in Richtung Madison Junction. Es ist ungewöhnlich leer auf der Straße, weshalb uns die Menschentraube auf einem kleinen Parkplatz ganz besonders auffällt – ein untrügliches Zeichen, dass dort etwas vor sich gehen musste.

Wir hatten noch nicht mal angehalten, als uns klar wurde, warum die vielen Menschen sich an diesem Parkplatz sammelten: Ein großer Schwarzbär stapfte gerade von der Fahrbahn durch den Fluss ans andere Ufer.

Und dieses Mal hatten wir die Kamera direkt griffbereit. Nicht wie gestern Abend, als uns die Elchkuh ganz knapp entgangen war.

Bär, der durch den Madison River im Yellowstone Nationalpark läuft
Schwarzbär im Madison River

Der Bär lief hinüber ans andere Ufer, spazierte einige Meter durch das grüne Gras, richtete sich auf und rieb seinen Rücken an einem Nadelbaum, als würde er sich mit einem Handtuch abtrocknen, bevor er in aller Ruhe wieder im Wald verschwand.

Was für ein Auftakt in diesen neuen Tag im Yellowstone! Und wir waren gerade mal seit 20 Minuten im Park. Für solche Begegnungen braucht es viel Glück. Besonders mitten am Tag sind solche Erlebnisse äußerst selten.

Schwarzbär im Yellowstone Nationalpark der sich an einem Baum reibt

Auf dem Weg nach Mammoth

Wir setzen unsere Fahrt fort, biegen an der Madison Junction links ab und fahren in Richtung Nordwesten des Parks. Etwa auf halber Strecke erreichen wir eine Hochebene nahe des Swan Lake. Von hier aus hat man eine wunderbare Aussicht auf die Berge von Montana, etwa den Electric Peak. Vor uns liegen der Fluss, das Tal, die Weite. Es ist einer dieser Orte direkt neben der Straße, die die schönsten Fotomotive abgeben.

Die Berge von Montana, gesehen von Yellowstone Nationalpark
Blick auf den Electric Peak in Montana

Der kleine Parkplatz am Swan Lake gehört definitiv zu unseren Lieblingsorten im ganzen Park. Wir haben ihn auf dieser Karte für dich gespeichert – unsere Karte kannst du dir herunterladen für deinen Besuch im Park. Du findest sie auch in unserem Beitrag zur Yellowstone Reiseplanung.

Über das Golden Gate, eine Straße, die direkt in den Berghang hineingebaut wurde, erreichen wir den Rand des Tals, in dem der Ort Mammoth liegt. Mammoth war eine der ersten permanenten Siedlungen im Park und als dieser noch vom Militär verwaltet wurde, war Fort Yellowstone einer der wichtigsten Dreh- und Angelpunkte des Yellowstone NP.

Bereits auf der Fahrt hinunter ins Tal kommen wir an der großen Hauptterrasse der Mammoth Hot Springs vorbei, deren weiße Hänge im Sonnenlicht so stark reflektieren, dass sie uns blenden.

Golden Gate, Mammoth, Mammoth Hot Springs
v. oben: Golgen Gate, Mammoth, Mammoth Hot Springs Hauptterrasse

Mammoth & die Mammoth Hot Springs

Mammoth ist gut besucht. Doch nicht nur von Touristen.
Auch eine einheimische Wapiti-Herde hat es sich auf dem Grün des ikonischen Mammoth Hot Springs Hotel gemütlich gemacht.

Es ist Herbstanfang und bei den Hirschen (hier Elk genannt) herrscht gerade Brunftzeit, da sollte man den Tieren nicht zu nahe kommen.

Hirsche (Elk) in Mammoth im Yellowstone Nationalpark
Hirche (Elk) hinter dem Mammoth Hot Springs Hotel

Wir statten den Rangern im Visitor Center einen Besuch ab, um unsere Bären-Begegnung von heute Mittag und unsere Vermutung, dass es sich um einen Schwarzbären handelte, gegenprüfen zu lassen. Denn der Bär sah zwar aus wie ein Schwarzbär, war aber doch eher bräunlich als schwarz. Einer der Ranger meinte, es sei ein „Cinnamon Black Bear“, also ein Schwarzbär, mit eher bräunlich/zimtfarbenem Fell.

Wir drehen eine kurze Runde durch den Ort, doch haben heute noch viel vor: Oben an den Hotsprings wartet der Upper Loop Drive auf uns, ein Rundweg durch das Thermalgebiet, an dem sich auch die aktiven heißen Quellen befinden. Auch die Hauptterrasse kann man von dort oben am besten sehen, also fahren wir wieder ein Stück den Berg hinauf und biegen rechts auf den Upper Terrace Loop ein.

Mammoth im Yellowstone Nationalpark: Mammoth Hot Springs Hotel und Visitor Center
v.oben: Mammoth Hot Springs Hotel und Visitor Center

Der Rundweg, den man hier mit dem Auto fährt, dauert etwa 60 Minuten, wenn man sich etwas mehr Zeit lässt 90. Von den Terrassen hat man eine sehr gute Aussicht auf den Ort und auf Fort Yellowstone. Der Loop Drive zeigt sehr schön, dass sich die aktiven Zonen immer wieder verschieben und manche Abschnitte sind bereit gar nicht mehr aktiv, während es jederzeit sein kann, dass sich an anderer Stelle das heiße Thermalwasser den Weg an die Oberfläche bahnt.

Yellowstone ist ein Ort des ständigen Wandels. Kein Jahr ist wie das letzte und durch die stete Aktivität unter der Yellowstone-Caldera verändert sich diese Region fortlaufend. Wer den Park vor 20 Jahren besucht hat, würde heute ein anderes Bild vorfinden, genauso wie jene, die ihn in 30 Jahren besuchen werden.

Mammoth Hot Springs
Terrassen der Mammoth Hot Springs

Sheepeater Cliffs & Roaring Mountain

Es ist mittlerweile 16 Uhr und für uns Zeit, die Rückfahrt anzutreten in Richtung Madison Junction. Denn auf dem Weg liegen noch einige weitere Stopps, die wir sehen möchten.

Die Sheepeater Cliffs sind ebenfalls vulkanischen Ursprungs: Es handelt sich um hexagonale Basaltsäulen, die durch erkaltetes Magma, das an die Oberfläche trat, entstanden sind. Daneben fließt der Gardner River und es gibt einige Picknick-Bänke – perfekt für eine Pause am Nachmittag.

Sheepeater Cliffs im Yellowstone Nationalpark
Basaltsäulen am Gardner River

Nur etwa 20 Minuten entfernt erreichen wir den Roaring Mountain, einen Berg am Straßenrand, aus dessen Felsspalten der heiße Dampf emporsteigt.

Seinen Namen als „Röhrender Berg“ hat er von den zischenden Geräuschen, die der austretende Dampf gelegentlich macht.

Roaring Mountain im Yellowstone Nationalpark
v. Links: Roaring Mountain & farbiger Hügel

Norris Geyser Basin

Das Norris Geyser Basin im Yellowstone Nationalpark
Norris Geyser Basin

Das Norris Geysir Becken ist eine der unwirklichsten Landschaften des ganzen Parks. Der Parkplatz ist meist gut gefüllt, doch auch wenn am Eingang ein Schild steht, der Parkplatz sei voll, probieren wir unser Glück und finden sehr schnell noch einen freien Parkplatz.

Die Geysir-Landschaft lässt sie über Boardwalks erkunden, die mehrere Rundwege ergeben. Wir entscheiden uns für Porcelain Basin Loop und finden uns sehr schnell in einer mondartigen, dampfenden Kraterlandschaft wieder.

Die brodelnden Becken haben verschiedene Farben ausgebildet, einige Raben fliegen durch den Dampf und wäre das alles nicht bereits surreal genug, läuft zu allem Überfluss noch ein einsames Bison den Hügel hinab, direkt in die Geysir-Landschaft hinein.

Ein einsames Bison, unterwegs im Norris Geyser Basin im Yellowstone Nationalpark
Bison im Norris Geyser Basin

Für den Rundweg benötigen wir etwa eine Stunde, mit unzähligen Stopps für Fotos natürlich.

Hier am Norris Geyser Basin befindet sich, etwas abseits gelegen, auch der Steamboat Geysir:
Es handelt sich um den größten, aktiven Geysir der Welt. Seine Ausbrüche können bis zu 90 Meter hoch werden, doch leider sind sie sehr selten und nicht berechenbar.

Manchmal bricht er für Jahre nicht aus. Wer diesen Ausbruch erlebt, hat wirklich eine „Once-in-a-lifetime“-Erfahrung gemacht.

Der Steamboat Geysir im Yellowstone Nationalpark
Steamboat Geyser

Die Sonne geht bereits unter und wir machen uns auf den Rückweg nach West Yellowstone, in unser schönes, wenn auch etwas in die Jahre gekommenes, Motel.

Tag 4: Grand Canyon of the Yellowstone, Hayden Valley & Cody

Der Tag unserer Abreise aus West Yellowstone ist gekommen. Doch das heißt noch lange nicht, dass wir mit dem Park oder seiner Umgebung fertig wären. Im Gegenteil: Heute erwarten uns zwei bis drei weitere Highlights. Wir fahren zum Grand Canyon of the Yellowstone, dem Ort, der seit jeher Maler und Fotografen fasziniert, wie kaum ein anderer im Park.

Auch das Hayden Valley steht heute auf unserem Programm, bevor wir weiter nach Cody fahren. Denn von Cody möchten wir den Teil des „Greater Yellowstone“ erkunden, der nicht im Park liegt, und von vielen unterschätzt wird: Den Beartooth Highway! Doch nun, erst mal der Reihe nach.

Im Ort West Yellowstone
von o. Links: Visitor Center in West Yellowstone, typische Geschäfte im Ort, alter Bahnhof, Stadtwappen

Wir checkten gegen 10 Uhr aus dem City Center Motel* aus und können rückblickend sagen, dass dies eines der Motels mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis war, das wir auf unserer achtwöchigen USA-Reise hatten. Denn gemessen an der Lage, der Nähe zum Park und an den Preisen der umliegenden Unterkünfte, war dieses Motel tatsächlich noch günstig.

Vor dem West Entrance herrscht, wie zu erwarten um diese Uhrzeit, Stau.

West Entrance in den Yellowstone Nationalpark
Stau am West Entrance

Also halten wir am Besucherzentrum des Yellowstone, das hier sogar noch außerhalb des Parks liegt, holen uns unsere Stempel (in jedem Visitor Center kann man sich Stempel als Souvenir abholen) und erkunden noch den alten Bahnhof, der lange Zeit eine wichtige Rolle in der Erreichbarkeit des Yellowstone spielte. Heute hat dieser allerdings ausgedient.

Wir fahren ein letztes Mal über die Straße entlang des Madison Rivers, der so friedlich rechts der Straße fließt, und fahren auf die Norris Canyon Road, die den unteren Loop Drive vom oberen Loop Drive trennt.

Vor uns befindet sich ein Stau, ein klares Zeichen für uns, dass es hier wohl gleich etwas zu sehen gibt. Theresa macht die Kamera mit dem großen Objektiv bereit und im hohen, trockenen Gras, sehen wir etwas umherhuschen.

Ist das etwa ein Wolf?

Leider nein. Es ist ein Coyote, der etwas verwirrt neben der Straße durch Dickicht hüpft. Trotzdem ist es wieder eine schöne Wildtierbegegnung im Yellowstone, die wieder einmal beweist, wie nah man auch während der Fahrten die Kamera bei sich haben sollte.

Coyote im Yellowstone Nationalpark
Coyote neben der Norris Canyon Road

Grand Canyon of the Yellowstone

Wir entscheiden uns, zuerst das Nordufer des Canyons abzufahren, das weitaus weniger besucht ist als das Südufer. Entlang der Straße gibt einige Aussichtspunkte, von denen man die Wasserfälle des Canyons und den Fluss sehen kann, der diesen einzigartigen Ort über Jahrtausende geschaffen und geformt hat. Ganz besonders können wir hierzu den Grand View und den Inspiration Point empfehlen.

Grand Canyon of the Yellowstone: Lower Fall gesehen vom Inspiration Point
Artist Point, Blick auf den Lower Fall im Grand Canyon of the Yellowstone

Ein sehr schönes und interessantes Besucherzentrum befindet sie hier in Canyon Village. Um den Yellowstone Nationalpark und die Entstehung der vulkanischen Bereiche zu verstehen, ist dieser Visitor Center hervorragend!

Hier in Canyon Village gibt es auch eine Tankstelle und wir tanken vorsichtshalber ein paar Gallonen in unseren Mietwagen, da es bis nach Cody mit der Tankfüllung knapp werden könnte. Das Benzin ist hier natürlich teurer als außerhalb des Parks.

Der South Rim ist vor allem für den Artist Point bekannt und bietet den besten Blick auf den Lower Fall, das Motiv, das jeder aus dem Yellowstone Nationalpark kennt. Uns ist es hier ehrlich gesagt etwas zu voll. Doch was soll man machen? Diese Aussicht möchte sich nun mal niemand entgehen lassen.

Hayden Valley

Das Hayden Valley ist einer der Orte für die besten Tiersichtungen im Yellowstone – wenn man denn ein gutes Fernglas dabei hat:

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Zuletzt geprüft am 10.10.2026, Empfehlungslink

Bisonherde im Hayden Valley im Yellowstone Nationalpark
Bisons im Hayden Valley

Denn das Tal ist weitläufig und die großen Bisonherden halten sich sehr gerne in der Nähe des Flusses auf.

Zu unserer Überraschung befand sich, gleich zu Beginn des Tals, eine große Herde etwa 150 Meter von der Straße entfernt. Die Bisons wälzten sich im Dreck und wirbelten Staubwolken auf. Diese Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten, ist so einprägsam, dass es beinahe keine Fotos bräuchte.

Eine Begegnung, die uns leider über unseren gesamten Aufenthalt nicht gelang, waren die Wölfe des Parks. Denn auch diese kann man, mit etwas Glück, hier im Hayden Valley sehen. Noch besser stehen die Chancen im Lamar Valley.

Bisonherde am Fluss im Hayden Valley im Yellowstone Nationalpark
Hayden Valley, Fluss und Bisonherde

Doch dieses Mal sollte es scheinbar nicht sein und so steht für uns, wohl oder übel, fest: Wir müssen wieder kommen 😊. Mit einem wunderbaren Ausblick auf den Fluss, die Bisons und das Tal, verabschieden wir uns gedanklich fürs Erste von diesem Ort, denn die Fahrt nach Cody beträgt noch etwa zwei Stunden. Und ein kleines, stinkendes Highlight des Parks, liegt noch vor uns, direkt an der Straße.

Mud Vulcano & Dragons Mouth

Der Mud Vulcano (Schlamm-Vulkan) und der Dragons Mouth liegen perfekt auf dem Weg in Richtung East Entrance, dem Eingang, den man in/aus Richtung Cody nutzt.

Mud Vulcano und Dragons Mouth im Yellowstone Nationalpark
oben: Mud Vulcano, unten: Dragons Mouth

Ein stinkender Geruch schlägt uns bereits auf dem Parkplatz entgegen, der ausnahmsweise mal nicht von den Toilettenhäuschen kommt: Mud Vulcano und Dragons Mouth haben eine sehr hohe Schwefelkonzentration und stinken wirklich sehr.

Und im Wesentlichen ist der Mud Vulcano genau das, was sein Name ausdrückt: ein kleiner schlammiger, blubbernder Vulkan.

Der Dragons Mouth ist eine thermalaktive Höhle, aus der schwallartig heißes Wasser und Dampf herausstoßen. Der Vergleich mit dem Schlund eines Drachen ist äußerst passend.

Denn das grollende Geräusch, der Dampf und das ausgespuckte Wasser, kommen in so regelmäßigen Abständen, wie es vielleicht der heiße Atem eines Drachen täte.

Lake Yellowstone

Chris von Reisekröten, Autor dieses Reisebericht, am Lake Yellowstone
Lake Yellowstone

Wenn man von Cody kommt, ist das Erste, was man vom Yellowstone Nationalpark sieht, der große Lake Yellowstone und die umliegenden Wälder. Auf unserem Weg nach Cody war der große See also unser letzter Stopp. Hier im Osten des Parks ist es ruhig. Das Wasser des Sees plätschert auf die Steine und die Sonne strahlt vom wolkenlosen Himmel.

Im Vergleich zum volleren Westen des Parks lässt sich hier so richtig durchatmen. Ein schöner Aussichtspunkt ganz in der Nähe ist übrigens der Lake Butte Overlook.

East Entrance & Cody

Es ist mittlerweile kurz nach 17 Uhr, als wir den Park über den Osten verlassen. Zwischen Cody und dem East Entrance liegen rund 50 Meilen, die sich vom Parkinnern kaum stärker unterscheiden könnten. Hier herrschen Prärie, Wild-West-Feeling, rote Gesteinsformationen und Weite.

Straße zwischen Cody und East Yellowstone
Landschaft entlang der Straße zwischen Cody und dem East Entrance

Es ist beinahe, als hätte man den Yellowstone genau hier mit der Schere abgeschnitten, so anders ist plötzlich die Landschaft. Wir fahren entlang des Flusses. Links und rechts des Highways gibt es ein paar Pferdehöfe und Gäste-Ranches. Wer zwischen Cody und dem East Entrance eine Unterkunft sucht, wird bei diesen, wenigen Gäste-Ranches vielleicht fündig. Etwa im Green Creek Inn*, 35 Minuten vom East-Entrance (8,4 bei booking.com, ab ca. 100 € zzgl Steuern 👉 zum Hotel*)

Um 18 Uhr erreichen wir Cody, den Ort des bekannten Cody-Stampede (Rodeo) und „Buffalo Bills“ einstiger Heimat, der, gemeinsam mit der berüchtigten Caroline Lockhart (Bighorn Canyon) das Rodeo von Cody zu einer landesweiten Institution machte. Wir übernachten für einige Tage bei Freunden, die hier in Cody wohnen.

Tag 5: Cody, Beartooth Pass, Cooke City & Red Lodge

Cody, Wyoming
In Cody, Wyoming

Gemeinsam mit unseren Freunden Sarah und Rand fahren wir an einem der nächsten Tage von Cody wieder in Richtung „Greater Yellowstone“. Unser Ziel: Der Beartooth Pass, der faktisch nicht zum Nationalpark, sondern zur Region Greater Yellowstone gehört, aber nicht weniger sehenswert & abenteuerlich ist.

Über den Chief Joseph Scenic Byway fahren wir in Richtung Cooke City, wo sich auch der Nordosteingang zum Yellowstone befindet.

Der Chief Joseph Scenic Byway und der Beartooth Pass
Chief Joseph Scenic Byway & Beartooth Highway

Der Chief Joseph Byway führt uns durch Landschaften, die dem des Yellowstone Parks nahekommen, doch viel weniger besucht sind. Ein besonderes Highlight: Die Sunlight Bridge, die höchste Brücke von Wyoming, befindet sich genau hier auf dem Byway. Darunter fallen die steilen Felswände mehrere hundert Meter in die Tiefe.

Cooke City/Silver Gate fühlt sich an wie ein altes Goldgräberdorf mitten in den Wäldern von Montana, an der Staatsgrenze zu Wyoming. Wer auf der Suche nach einer Unterkunft in etwas ruhigerer Lage als West Yellowstone ist, für den ist Cooke City auf jeden Fall eine gute Alternative. Hier bietet sich zum Beispiel das Hotel Silver Gate Lodging* direkt am Northeast Entrance an (8,5 bei booking.com, ab ca. 225 €).

Cooke City in Montana am Rand des Yellowstone Nationalparks
Cooke City

Auch im Winter erreicht man Cooke City, allerdings nur aus dem Parkinneren, wenn man über Gardiner in den Yellowstone fährt und durch das Lamar Valley. Denn der dahinterliegende Beartooth Highway sowie der Chief Joseph Byway sind im Winter geschlossen.

Beartooth Pass
Auf dem Beartooth Pass

Angekommen auf dem Beartooth Pass gibt es zu jeder Himmelsrichtung etwas zu entdecken: Gletscher, umliegende Berggipfel und den absoluten Weitblick. Hier oben sollte man auf jeden Fall eine Jacke dabeihaben, denn die Temperaturen und der Wind können eisig sein.

Dass man hier jedoch nicht nur die Superlative jagen, sondern den Blick auf die Details richten sollte, beweisen die kleinen, hamsterähnlichen Bewohner der Felsspalten des Passes:

Pikas, sogenannte Pfeifhasen, fühlen sich hier in den kühlen Temperaturen besonders wohl. Man hört sie tatsächlich pfeifen und wenn man ruhig an einem Ort stehen bleibt, sieht man sie von einer Felsspalte zur nächsten laufen.

Tipp: Lies dir auch unseren Artikel zu unseren Tierbegegnungen im Yellowstone durch, wenn du mehr über Pika, Bär, Bison und Co. erfahren möchtest und wo man sie findet.

Für unsere Tierfotografie nutzen wir übrigens eine Sony Alpha 7 IV* Vollformatkamera mit Tamron 50–300 mm F/4.5–6.3* Teleobjektiv.

Pika (Pfeifhasen) im Yellowstone Nationalpark
Pika (Pfeifhase)

Auf dem Weg in Richtung Red Lodge, Montana, empfehlen wir einen Stopp am Aussichtspunkt auf die Twin Lakes, direkt neben der Straße.

Twin Lakes auf dem Beartooth Highway, nördlich von Yellowstone
Twin Lakes

Diesen Spot entdeckt man nur, wenn man ihn kennt. Wir haben ihn natürlich für dich auf unserer Karte eingezeichnet 😉.

Unser Fazit zum Besuch im Yellowstone Nationalpark

Wir haben diesen Yellowstone Reisebericht damit eingeleitet, dass am Ende dieser Reise zwei Erkenntnisse standen, die diejenigen, die den Yellowstone schon mal bereist haben, wahrscheinlich teilen werden:

1. Wir wollen dort unbedingt wieder hin und werden uns beim nächsten Besuch auf weniger Orte konzentrieren, um diese intensiver zu erleben.
5 Tage waren ein guter Anfang, doch sie reichen in keinem Fall aus, all das zu sehen und zu erleben, was der Park zu bieten hat. Hätten wir vorher gewusst, wie weitläufig, wie eindrucksvoll und wie unglaublich schön der Yellowstone Nationalpark ist, hätten wir bereits bei der Reiseplanung für den Yellowstone noch mehr Tage eingeplant.

Unsere Erfahrungen mit Wildtieren im Yellowstone Nationalpark: Sehen, fotografieren und richtiges Verhalten

Insbesondere die Begegnungen mit Wildtieren sind im Yellowstone jedes Mal aufs Neue einzigartig: Die Szenerie ist anders, das Licht ist anders, die Landschaft – der gesamte Moment. Man kann nicht einfach sagen: „Ich halte jetzt nicht bei der Bisonherde an, weil ich sie ja bereits gestern gesehen habe.“ So läuft der Park nicht. Wenn sich die Chance ergibt, ergreift man sie. Jedenfalls ging es uns so.

Allein die Geysir-Becken im Westen des Parks nehmen 2–3 Tage in Anspruch, wenn man sich intensiv mit ihnen befasst und für das beste Foto eine bestimmte Tageszeit abwarten möchte.

Die Möglichkeiten, den Park zu erleben, scheinen endlos: Campen, Angeln, Wandern, Fotografieren, Tiere beobachten, mit dem Auto durch den Park fahren, Geysiren beim Ausbrechen zusehen, oder einfach mal am Fluss innehalten und dem Rauschen des Wassers zuhören. Für uns steht daher fest: bei unserem nächsten Besuch im Yellowstone werden wir uns noch mehr auf die Erlebnisse konzentrieren, und weniger versuchen, „alles“ im Park zu sehen.

2. Es ist ein Ort, wie es ihn kein zweites Mal auf dieser Welt gibt. Und er zeigt uns, wie fragil und schützenswert unsere Umwelt ist.
Wir haben, auch nach vielen Jahren des Reisens, keinen vergleichbaren Ort gefunden. Es ist ein Ort, der uns vor Augen führt, wie einzigartig und schützenswert unsere Umwelt ist und wie wichtig es ist, auch im Kleinen, jeden Tag etwas dafür zu tun, dass diese Orte und Lebensräume erhalten bleiben. Damit auch zukünftige Generationen sie so vielfältig und atemberaubend erleben können.

Geysire im Südwesten des Yellowstone Nationalparks

Denn der Yellowstone Park ist nicht nur eine bloße Aneinanderreihung von Highlights. Es ist ein eigenes Ökosystem, ein fragiles Gleichgewicht. Es ist ein Ort, an dem kleinste Einwirkungen große Folgen haben, der wie unter einem Brennglas verdeutlicht, wie wertvoll und schützenswert jedes Detail in ihm ist und was wir, als Menschen, tun müssen, um die Natur, so, wie sie sein möchte, zu erhalten.

Yellowstone war der erste Nationalpark der USA. Präsident Ulysses S. Grant erkannte bereits damals, wie wichtig und schützenswert dieser Teil Nordamerikas war, und unterzeichnete am 01. März 1872 den Yellowstone National Park Protection Act.

Im Yellowstone hat man es, unserer Meinung nach, geschafft, den schmalen Grat zwischen touristischem Interesse und Erhalt der Natur, zu wandern.

Kosten: Nicht verschweigen möchten wir aber, dass ein Besuch im Yellowstone durchaus ein teures Vergnügen sein kann. Im Durchschnitt sollte man für 2 Personen mit Tageskosten von mind. 250–300 $ rechnen. Allein die Hotelpreise im Park sind unserer Meinung nach jenseits dessen, was man gemessen am Komfort, den man dort bekommt, verlangen sollte. Wir haben daher darauf verzichtet, direkt im Park zu wohnen, und haben lieber eine Unterkunft außerhalb, aber sehr nah am West Entrance gewählt. West Yellowstone ist daher ein sehr guter Ausgangspunkt, auch, weil man abends noch ein bisschen um die Häuser ziehen kann und es viele Shopping-Möglichkeiten.

Hotel und Motel in West Yellowstone
City Center Motel*, 8,4 bei booking.com, ab ca. 200 €

Es gibt auch an den anderen Eingängen einige Unterkünfte, die sich aus Preis-Leistungs-Sicht lohnen und die nah am Park liegen:

Unterkünfte nah am Yellowstone NP, mit etwas günstigeren Preisen:

HotelOrt/EingangPreisBewertung
City Center Motel*
(wir haben hier 3 Nächte
verbracht)
West Yellowstone
/West Entrance
ab ~175 € zzgl. Steuern
👍 Preis-Leistungs-Tipp
8,4 bei booking.com
👉 zum Motel*
Coral Villas Yellowstone*
📅 ganzjährig geöffnet
Gardiner (Norden)
/North Entrance
99 € bis 250 € zzgl. Steuern8,3 bei booking.com
👉 zum Hotel*
Green Creek Inn*
🚗 35 Min. vom East-Entrance
nahe Cody (Osten)
/East Entrance
ab ~ 100 € zzgl. Steuern8,4 bei booking.com
👉 zum Hotel*
Headwaters Lodge & Cabin*
🧭 5 Min. vom South-Entrance
Südwest-Yellowstone
/South Entrance
ab ~315 € zzgl. Steuern8,0 bei booking.com
👉 zur Unterkunft*
Silver Gate Lodging*
👍 direkt am Northeast-Entr.
Silver Gate/Cooke City;
/Northeast Entrance
ab 225 € bis 530 € zzgl. Steuern;8,5 bei booking.com
👉 zum Hotel*

Weiterführende Infos & Tipps zum Yellowstone NP

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