Edinburgh: Sehenswürdigkeiten & wie man sie sinnvoll miteinander verbindet
Die Fülle an Sehenswürdigkeiten in Edinburgh kann überwältigend sein, besonders, wenn man zum ersten Mal in der Stadt ist. Gerade am Anfang, auf unseren ersten Schottlandreisen und Aufenthalten in Edinburgh, waren wir noch sehr damit beschäftigt, die Laufwege und den Aufbau der Stadt zu verstehen.
Denn Edinburgh ist sehr verwinkelt und es gibt viele Möglichkeiten, an einen Ort zu gelangen, und Google Maps zeigt dabei nicht immer den besten Weg an. Besonders die verschiedenen Ebenen der Altstadt, verbunden durch Gassen, Closes und versteckte Treppen, deren Eingänge man nur findet, wenn man sie kennt, können am Anfang sehr verwirrend sein: Etwa zählt man an einigen Gebäuden auf der einen Seite 10 oder mehr Stockwerke, von der anderen Seite sieht man nur die oberen 3 Etagen:
Außerdem sollte man fit im Treppensteigen sein, wenn man sich vorher noch keinen Plan zurechtgelegt hat, wie man von einem bestimmten Ort zum anderen kommt. Und obwohl wir Edinburgh mittlerweile zu 90 % kennen, wie unsere Westentaschen: Wenn wir in der Innenstadt unterwegs sind, gibt es kaum einen Tag, an dem wir nicht mindestens 17.000 Schritte auf der Uhr haben, selbst wenn wir alle Abkürzungen nehmen, die wir kennen.
👉 Deshalb zeigen wir dir in diesem Artikel die Orte und Sehenswürdigkeiten in Edinburgh, die wir wirklich jedem empfehlen können, die wir persönlich jedes Mal am allerliebsten besuchen, und wie du sie sinnvoll miteinander kombinieren kannst, perfekt für zwei bis drei Tage in Edinburgh.
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Karte für den Rundgang
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So speicherst du dir die Route auf dem Smartphone ab:
37 Sehenswürdigkeiten in Edinburgh & wie man sie sinnvoll miteinander kombiniert
Die nachfolgenden Sehenswürdigkeiten haben wir so aneinandergereiht, dass sie einen Laufweg ergeben. Das bedeutet natürlich nicht, dass du alle an einem Tag schaffen musst – das schafft eigentlich niemand 😄.
Du kannst diese Orte auf 2–3 Tage aufteilen und sparst dir somit viele Kilometer Fußweg und verbindest die schönsten Orte der Stadt sinnvoll miteinander.
Im Verlauf wirst du auch bemerken, wie wir uns allmählich immer tiefer in die Stadt hineingraben und dir Orte zeigen, die ganz sicher nicht jeder Tourist zu sehen bekommt. Denn genau darum geht es uns:
Wir zeigen dir Edinburgh so, wie wir es kennen und lieben 😊. Diesen Rundgang findest du so garantiert auf keinem anderen Reiseblog!
Also legen wir los! Wir starten in der Princes Street:
1. Princes Street Gardens

Wer in Edinburgh ankommt, findet sich meist zuallererst in der Princes Street wieder. Die darunterliegenden Princes Street Gardens waren einst der Abwassersee der Altstadt, das Nor Loch, und man hat einen wunderbaren Blick auf Edinburgh Castle.
Heute sind sie das beliebteste „Naherholungsgebiet“, Ort für Veranstaltungen und die größte Grünfläche der Innenstadt, mit vielen Denkmälern, etwa Wojtek dem Bären. Die Gärten sind auch perfekt für eine Pause am Mittag, mit einem Coffee to go.
2. Scott Monument

Über den Gärten der Princes Street ragt das Scott Monument auf, zu Ehren des berühmten, schottischen Schriftstellers Sir Walter Scott. Das Scott Monument kann an bestimmten Tagen besichtigt und bestiegen werden.
Es ist das zweitgrößte Denkmal, das jemals, weltweit, einem Schriftsteller gewidmet wurde.
Scott war über die Grenzen Europas hinaus einer der meistgelesenen Autoren seiner Zeit und gilt als Begründer des klassischen Geschichtsromans.
Doch wie es mit „junger Berühmtheit“ so ist, war auch Scott nicht ohne Krisen: sein ausschweifender Lifestyle und wirtschaftliche Fehlplanung führten ihn nahe an den Bankrott.
Seinem literarischen Ruhm hat dies nicht geschadet.
3. National Gallery
Die National Gallery befindet sich zwischen East- und West Princes Street Gardens, nahe der Cockburn Street. Der Eintritt ist kostenfrei und man findet hier Gemälde aus vergangenen Epochen. Die Bilder vermitteln einen hervorragenden Eindruck, wie Edinburgh und Schottland einst waren. Perfekt für alle, die Edinburgh wirklich verstehen wollen.
Plane am besten eine Stunde Zeit ein.
Hier hängt auch das Gemälde „Nor Loch“, der Abwassersee von Edinburgh, heute die Princes Street Gardens.
4. Writers Museum
Von der National Gallery laufen wir den großen Bogen der Cockburn Street hinauf, vorbei am New College, und erreichen den Treppenaufgang zum Lady Stair’s Close.
Dort befindet sich das Writers Museum. Es enthält eine große Robert Louis Stevenson-Ausstellung („Die Schatzinsel“) und ist überaus sehenswert.
Auch Sir Walter Scott und Robert Burns werden hier im Writers’ Museum geehrt.
5. Royal Mile

Wir verlassen das Lady Stair’s Close und stehen direkt auf der Royal Mile. Die Royal Mile wurde auf einem erkalteten Vulkanausläufer erbaut und führt von Holyrood Palace hinauf zum Castle. Sie ist die belebteste Fußgängerstraße Edinburghs, mit Shops, Cafés und Attraktionen, wie der Camera obscura und der Scotch Whisky Experience.
Jeder Abschnitt der Royal Mile bietet Abwechslung und man sollte sie mindestens einmal komplett von oben nach unten oder umgekehrt laufen.
👉 Alle Details & Insidertipps, in unserem Beitrag zur Royal Mile.
6. Edinburgh City Chambers
Auf der Royal Mile befinden sich die City Chambers, die Stadtverwaltung von Edinburgh. Auf dem Vorplatz wurden berühmte schottische Persönlichkeiten und Schriftsteller mit Handabdrücken verewigt, etwa J.K. Rowling.
Wer auf dem Vorplatz steht bemerkt nicht, was unter ihm vorgeht: Darunter befinden sich Gänge, genauer gesagt das Mary King’s Close. Dieses kann man nur mit einer Führung besuchen.
Tipp
Wir haben die spannende Tour durchs Mary King’s Close mitgemacht und waren erstaunt, was wir hier unten vorfanden!
Die Tour ist online ab 33 € p.P. bei GetYourGuide* buchbar:
7. Advocates Close
Viele Closes, etwa das Mary King’s Close, wurden im Laufe der Jahre überbaut und werden noch heute bei Bauarbeiten immer wieder entdeckt.
Auch das „Lost Close“, das erst kürzlich gegenüber der City Chamber unter dem heutigen Hotel CODE The Court (buchbar bei booking.com, ab 119 € pro Nacht, 8,8 von 10 Punkten*) entdeckt wurde, gehört zu solchen Closes, die teilweise nicht mal auf den Stadtkarten verzeichnet sind und nur durch Zufall entdeckt werden
Das Advocates Close hingegen ist nach wie vor genauso erhalten, wie es einst entstand, und bietet vor allem ein tolles Fotomotiv.
8. St. Giles Cathedral

Die St. Giles-Kathedrale ist eines der Wahrzeichen von Edinburgh.
Der Eintritt ist kostenfrei und ein kurzer Besuch lohnt sich auf jeden Fall!
Darin befindet sich auch eine Touristeninformation, der du alle deine Fragen über Edinburgh stellen kannst.
9. Mercat Cross

Direkt neben der St. Giles Cathedral steht das Mercat Cross. Einst wurden von hier oben die Proklamationen der Stadt verkündet. Heute thront das Wahrzeichen Schottlands auf dem Mercat Cross: Das Einhorn.
Heute ist es nach wie vor ein wichtiger Treffpunkt für Einwohner Edinburghs und hier starten auch die beliebten Stadtführungen von Mercat Tours, die dich in die geheimen Gänge unter der South Bridge bringen:
Wir haben sowohl die Historic Vaults Tour* als auch die Haunted Underground Tour* in den Blair Street Vaults gemacht und können dir den Anbieter sehr empfehlen. Die Geschichte der beiden Touren ähnelt sich, aber die Haunted-Version ist deutlich gruseliger erzählt, inklusive Schreckmoment am Ende.
Beliebte Touren von Mercat Tours:
👉 Weitere Details in unserem Beitrag zur Royal Mile.
10. Edinburgh Castle
Wir stehen nun am oberen Ende der Royal Mile und somit auf der Esplanade von Edinburgh Castle. Wenn nicht gerade Festivalsaison ist, kann man sich frei auf dem Vorplatz bewegen und hat zu beiden Seiten eine wunderbare Aussicht auf die Stadt.
Edinburgh Castle, so anmutig es oben über der Stadt thront, hat eine sehr blutige Vergangenheit. Sie gehört zu den am meisten umkämpften Burgen des Landes und Europas. Besonders der Konflikt zwischen der englischen Krone und Schottland sorgte immer wieder für Unruhen und Kämpfe.
Eine Führung durch das Castle lohnt sich auf jeden Fall, denn man erfährt viel über die Geschichte der Stadt und versteht, warum Edinburgh heute so ist, wie es ist. Für eine Führung sollte man etwa 2-3 Stunden einplanen.
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11. Grassmarket

Wir verlassen den Burghof und gehen direkt rechts die Treppen am Castle Wynd hinunter. Wer möchte, findet hier eine öffentliche Toilette. Wir überqueren die Johnston Terrace und nehmen die Treppen „Patrick Geddes Steps“ hinunter zum Grassmarket.
Einst Ort öffentlicher Hinrichtungen, ist der Grassmarket heute einer der beliebtesten Spots für eine Mittagspause in der Sonne (wenn sie denn scheint) bei einem Ale in einem der dortigen Pubs – einer uriger als der andere.
12. The Vennel

Vom Grassmarket erklimmen wir die Treppen „The Vennel“.
Am oberen Ende der Treppen hat man die unserer Meinung nach schönste Aussicht auf Edinburgh Castle.
Es ist auch einer der besten Fotospots, der aber noch nicht allen Besuchern bekannt ist.
Es unser persönlicher Lieblingsspot für Fotos vom Castle zu jeder Jahreszeit.
13. University of Edinburgh

Wir gehen die schmale Gasse „Heriot Place“ weiter hinauf in Richtung Lauriston Pl. und zur University of Edinburgh.
Besonders das Gebäude hier oben auf der Straße Lauriston Place, das Edinburgh Futures Institute, ist sehenswert.
Aber auch das „Old College“ mit seinem imposanten Innenhof gefällt uns sehr gut.
14. George Heriots School
Direkt gegenüber liegt die Privatschule George Heriot’s School. Besonders Harry-Potter-Fans sollte dieser Ort interessieren. Denn die Geschichte der Schule liegt sehr nah an der von Hogwarts und der von Harry Potter:
Sie besitzt 4 Türme, auch Häuser genannt, und wurde einst von George Heriot gegründet mit dem Zweck, Kindern, die keinen Zugang zu Bildung hatten, eine Schulbildung zu ermöglichen. Darunter auch Kinder, die etwa ihre Eltern verloren hatten. Jeder Harry-Potter-Fan sollte bereits hier hellhörig werden.
Denn es ist allgemein bekannt, dass die Autorin J.K. Rowling sich in Edinburgh vielerlei Inspiration für ihre Bücher holte. So auch auf dem – zufällig – genau danebenliegenden Greyfriars Kirkyard:
14. Greyfriars Kirkyard
Der Greyfriars Kirkyard ist der älteste Friedhof der Stadt. Hier stolpert man, im wörtlichen Sinne, über Geschichte(n). Etwa die vom Greyfriars Bobby, einem treuen Terrier, der auch nach dem Ableben seines Herrchens immer wieder auf den Friedhof kam, um ihn zu besuchen.
Und auch moderne Geschichten wurden hier inspiriert: Die berühmteste, ganz klar, Harry Potter.
Die Autorin bediente sich für ihre Romanfiguren sehr gerne bei Namen, die sie im Alltag in Edinburgh fand, so auch bei Namen von Verstorbenen, die hier auf dem Greyfriars liegen.
Berühmte Vertreter sind etwa:
- McGonagall
- Moodie
- Black
- sogar Potter findet man hier
und am berühmtesten: Thomas Riddell, auch Tom genannt, im Buch besser bekannt als „Lord Voldemort“.
👉 Alle Details findest du in unserem ausführlichen Artikel über den Greyfriars Kirkyard.
🪄 Edinburgh für Fans von Magie, Hexerei & Zauberei
sowie den Potter-Geschichten
📖 Entdecke das echte, magische Edinburgh! Mit Orten & Personen hinter den Geschichten von Magie & Hexerei.
🗺️ Interaktive Karte: Zauberhafter Stadtrundgang durch Edinburgh.
🎞️ Orte der Inspiration für die Romane & Film-Sets.
🪦 Geheime Parallelen zwischen Edinburgh und Harrys magischer Welt, die kaum jemandem auffallen.
16. Royal Museum (National Museum of Scotland)
Ganz in der Nähe vom Greyfriars Friedhof befindet sich das unserer Meinung nach sehenswerteste Museum Schottlands: Das National Museum of Scotland, auch Royal Museum genannt.
Besonders an Regentagen ist das der perfekte Ort und bei Sonnenschein hat man eine unglaublich gute Aussicht von der Dachterrasse.
Man könnte Stunden damit verbringen, die einzelnen Bereiche des Museums zu erkunden, und der Eintritt ist, wie überall in Schottlands öffentlichen Museen, kostenfrei.
17. Das Original Elephant House
Wir verlassen die Ecke Greyfriars in Richtung George IV Bridge und laufen in Richtung Innenstadt. Auf der linken Straßenseite begegnen wir einer roten Ladenzeile, die heruntergekommen wirkt.
Es handelt sich um das Original Elephant House, das Café, in dem die ersten Zeilen der Harry-Potter-Romane geschrieben wurden. Heute, nach einem Brand im Untergeschoss, ist das Café in die Victoria Street umgezogen.
👉 Entdecke auch die weiteren „Harry-Potter-Cafés“ von Edinburgh.
18. Victoria Street

Wir laufen weiter in die Victoria Street:
Die Victoria Street ist eine der meistbesuchten Straßen der Altstadt. Dabei ist sie noch gar nicht so alt. Sie wurde erst relativ spät aus dem einstigen West Bow erbaut, weil dieser für den täglichen Betrieb der Stadt zu schmal geworden war.
Bekannt ist sie für ihre bunten Häuser und gilt als Inspiration für die „Winkelgasse“ in den Potter-Geschichten. Die Autorin bestreitet dies.
Du findest hier nicht nur ein sehr schönes Fotomotiv, sondern auch Feinkostläden, Cafés, einen Harry-Potter-Fanshop, Whisky-Geschäfte und einen Hutmacher, sondern auch einen geheimen Weg: Die Treppen am Upper Bow führen direkt zurück auf die Royal Mile, wenn man das möchte.
👉 Alle Details und Insidertipps findest du in unserem großen Artikel über die Victoria Street.
19. Canongate Kirkyard
Zurück auf der Royal Mile begeben wir uns die Straße hinunter in Richtung Holyrood. Denn: Wir erkunden nun den unteren Teil der Stadt.
Wir gelangen zum Canongate Friedhof. Hier befindet sich unter anderem das Grab von Adam Smith, dem berühmten Ökonomen und schottischen Philosophen.
Tipp: Von hier sieht man auch das Burns Monument auf dem Calton Hill sehr gut.
20. Dunbars Close
Direkt neben dem Canongate Friedhof befindet sich einer unserer Geheimtipps: Das Dunbars Close beherbergt einen wunderschönen, kleinen Garten. Ein Ort voller Ruhe und perfekt für eine Pause am Nachmittag. Wer hier sitzt vergisst, dass wuselige Treiben rundherum vollkommen.
21. Tolbooth Tavern

Auch die berühmte Tolbooth Tavern befindet sich unweit vom Canongate.
Sie war früher, wie der Name schon sagt, eine Zollstation, als Edinburgh noch von einem großen, äußeren Ring, der Stadtmauer, umgeben war.
Sie war auch mal eine Polizeistation und ein Gefängnis. Heute ist sie eine beliebte und urige Kneipe, die sehr große Fish & Chips Portionen serviert.
22. Holyrood Palace & Holyrood Park

Wir laufen die Royal Mile weiter hinunter und stehen direkt vor dem königlichen Sitz in Schottland: dem Palace of Holyrood.
Gegenüber befindet sich das schottische Nationalparlament, also der Ort, an dem die schottische Gesetzgebung tagt.
Holyrood Park befindet sich direkt dahinter und wird von den Einwohnern Edinburghs besonders gerne zum Joggen genutzt.
23. Arthur’s Seat & Salisbury Crags

Hier unten, im Holyrood Park, beginnt auch der Weg auf den Arthur’s Seat, den Hausberg von Edinburgh, sowie auf die davorliegenden Salisbury Crags.
Wer also noch nicht genug gelaufen ist, kann sich mit einer etwa 45-minütigen Wanderung auf den Arthur’s Seat auspowern.
24. Jacobs Ladder

Vom unteren Ende der Royal Mile halten wir uns links und laufen in die New Street.
Hier befindet sich einer unserer „Geheimwege“, die Jacobs Ladder.
Sie führt hinauf auf die Regent Road, von der aus wir unseren nächsten Stopp erreichen.
25. Gebäude der schottischen Regierung

Wir laufen links um die Kurve der Regent Road und stehen vor einem monumentalen Gebäude, das ein bisschen an das „Zaubereiministerium“ aus den Harry-Potter-Geschichten erinnert. Und damit liegt man gar nicht so weit von der Wirklichkeit: Es handelt sich um das schottische Regierungsgebäude, also die Exekutive des Landes. Sie führt das aus, was die Legislative im Parlament, unten in Holyrood, beschlossen hat.
Direkt gegenüber befindet sich der Eingang zum Calton Hill.
26. Calton Hill
Der Calton Hill, eine ehemalige Sternwarte und Observatorium, ist der Ort in Edinburgh, den wir, wenn wir dort sind, immer als allererstes besuchen.
Von hier oben hat man in jede Richtung eine wunderbare Aussicht, etwa auf die Altstadt, den Arthur’s Seat, Holyrood und sogar bis nach Leith, das Meer und den Firth of Forth. An guten Tagen sieht man sogar das Kingdom of Fife.
Auch das National Monument, ein griechisches Säulengebilde, steht hier oben. Es wird von manchen auch als „der Schandfleck von Edinburgh“ bezeichnet.
👉 Alle Details hierzu findest du in unserem ausführlichen Artikel zu Calton Hill.
Wir verlassen Calton Hill in Richtung Waterloo Place, wechseln die Straßenseite und gehen auf den Old Calton Cemetery.
27. Old Calton Cemetery
Hier befindet sich ein großes, steinernes Denkmal, das an die Schotten erinnert, die im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gefallen sind. Denn viele Schotten verließen, unter Befehl der britischen Krone, Schottland, um in den amerikanischen Kolonien die Aufstände „niederzuschlagen“.
Viele blieben in Amerika – lebend oder gefallen. Deshalb findet man auch heute in den USA noch viele Familien mit schottischen Wurzeln. Es handelt sich um das einzige offizielle Denkmal in ganz Schottland, das an diese Geschichte erinnert.
28. The Balmoral Hotel

Wir laufen den Waterloo Place weiter und stehen vor einem der berühmtesten Hotels Schottlands: dem Balmoral Hotel. Das Gebäude ist besonders am Abend eindrucksvoll, wenn die Fassade beleuchtet wird und in den Zimmern das Licht angeht.
Anstelle nun über die North Bridge in Richtung Royal Mile zurückzugehen, bewegen wir uns nun in Richtung New Town. Wir wechseln also in der Princes Street die Straßenseite, biegen rechts in die Hanover Street ab und stehen auf der George Street.
29. George Street

Wir schlendern über die George Street, vorbei an den dortigen Grünflächen, und bekommen einen Eindruck, wie es wohl sein muss, hier in Edinburgh zu leben. Denn hier befinden sich bereits viele Wohngebäude, Büroräume, und im Winter leuchtet die ganze George Street in warmem Licht, wenn die Hauseingänge weihnachtlich geschmückt werden.
Ja, Schottland und Edinburgh können auch im Winter wunderschön sein.
30. Circus Lane
Wir biegen in die Frederick Street ein, diese wird zur Howe Street und wir stehen vor einer großen Kirche, die heute ein Theater ist, das Stephen’s Theater. Hier biegen wir links in die Circus Lane ein:
Die Circus Lane ist eine der schönsten Straßen von Edinburgh, und nach wie vor ein Insidertipp, der nur von wenigen Touristen besucht wird.
31. Stockbridge
Von der Circus Lane ist es nicht weit bis zum Stadtteil Stockbridge, einem gemütlichen Wohnviertel mit vielen Second-Hand-Shops, in denen sich das Stöbern lohnt.
Hier in Stockbridge erleben wir jedes Mal das Gefühl, ein Teil der Stadt zu sein. Nicht nur ein Tourist oder Besucher.
Man spürt hier einfach, wie das echte Leben in Edinburgh sein kann: Ein Kaffee in der Sonne, vielleicht findet man etwas in einem der Thrift-Shops, und das Beobachten des Alltags im Stadtviertel – genau das macht den Stadtteil für uns zu einem echten Insidertipp.
32. Royal Botanic Garden
Von Stockbridge ist es nicht mehr weit bis zum Westgate des Botanischen Garten von Edinburgh.
Wer auf der Suche nach etwas Abwechslung vom Stadttrubel ist, hier genau richtig.
Selbst im Winter ist der Botanische Garten ein Highlight: Dann findet hier Christmas at the Botanics statt und der gesamte Garten wird mit Lichtershows zum Leuchten gebracht.
Ach ja … Wenn wir mal nicht in Edinburgh sind, dann dauert es nicht lange, bis wir die Stadt wieder vermissen 😄.
33. Water of Leith Walkway
Ein weiterer Ort, den wir dir zeigen möchten und der dich Edinburgh erleben lässt, wie es die Einheimischen machen, ist der Water of Leith Walkway.
Vom Botanischen Garten aus erreichst du diesen sehr schnell und kannst ihn nutzen, um zurück in Richtung Innenstadt zu laufen.
Verlasse den Botanischen Garten durch das East Gate und laufe über den Howard Place bis zur Brandon Street. Dort findest du einen Treppenabgang, der direkt auf den Water of Leith Walkway führt.
Der Water of Leith Walkway führt entlang des Flusses, des Water of Leith, der, wie der Name es andeutet, in Leith endet, wo er ins Meer fließt.
Der Abschnitt vom Botanischen Garten bis zu Dean Village, unserem nächsten Stopp, gehört für uns zu den schönsten! Folge einfach immer dem Fluss und den Schildern „Water of Leith Walkway“.
34. Dean Village
Über den Water of Leith Walkway erreichen wir Dean Village. Das alte Mühlenviertel ist heute etwas bekannter als noch vor einigen Jahren und ist zu einem beliebten Fotospot geworden.
Gleichwohl: Wenn man Dean Village in einen Spaziergang entlang des Water of Leith einbaut, gehört man zu denjenigen, die die Schönheit Edinburghs nicht nur wie ein „Foto-Tourist“ erleben will, sondern sich wirklich Zeit für nimmt, auch, für die Ecken abseits der Touristenmassen.
👉 Alle Details findest du in unserem ausführlichen Bericht über Dean Village.
35. Haymarket
Wir laufen den Water of Leith Walkway vom Dean Village weiter und erreichen nach etwa 20 Minuten die Treppen, die vom Fluss in Richtung Haymarket führen.
Nun hast du Edinburgh wirklich wie ein Local erkundet und kannst vom Haymarket entweder zu Fuß zurück in die Altstadt laufen, oder du nimmst einen beliebigen Bus in die Innenstadt. Denn von hier aus halten alle Busse auf Höhe der Princes Street.
36. Shandwick Place & St. Johns Church
Wir empfehlen, die weiteren 10 Minuten zu Fuß zu laufen und am Shandwick Place anzuhalten. Er bildet den Beginn der Princes Street und von hier aus hat man nochmal eine ganz andere Perspektive auf Edinburgh Castle.
Am Shandwick Place befindet sich eine weitere, große und bekannte Kirche, die St. John’s Church. Auch hier finden regelmäßig kleinere Veranstaltungen statt, denn es gibt in Edinburgh so viele Kirchen, dass viele Kirchen mittlerweile (auch) anderen Zwecken dienen.
Eine besondere „Entweihung“ einer solchen Kirche findet man etwa auch in Leith: Dort wurde eine alte Kirche in eine Kletterhalle umgebaut. Passend! Denn hoch genug sind die Wände ja ohnehin:
37. Leith & Newhaven

Wir kommen also nun zum letzten Ort, den wir dir in Edinburgh empfehlen möchten, den Stadtteil Leith und den Hafen von Newhaven.
Man vergisst schnell, dass Edinburgh am Meer liegt, doch mit dem Bus ist man aus der Innenstadt innerhalb von 15 Minuten am Hafen von Leith und kann die Straße entlang des Viertels Newhaven entlangschlendern, auf die Molen gehen und dort frische Meeresluft atmen.
Außerdem sieht man von hier die Flugzeuge starten und landen, denn eine Einflugschneise liegt genau hier, am Firth of Fife.
👉 Hier nachlesen, wie wir in Edinburgh am einfachsten Bus fahren.
Unser Tipp: Eine Portion Fish & Chips im Newhaven Fishmarket! Bei gutem Wetter kannst du die Außenplätze nutzen und deine Bestellung im Takeaway aufgeben, der ist günstiger als das Restaurant mit Service, links daneben.
Unterkunft-Tipps: Edinburgh
Unsere Empfehlungen für Unterkünfte & Hotels in Edinburgh
mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis
Motel One Royal Mile*: 8,6 bei booking.com, ab ~130 € pro Nacht. Klassisch schottischer Stil gepaart mit hohem Standard und praktischer Einrichtung.
Leonardo Royal Edinburgh*: 8,6 bei booking.com, ab 113 € pro Nacht. Gemütliche Zimmer in modernem Stil sowie Top Service.
Holiday Inn Express City Center*: 8,1 bei booking.com, ab 112 € pro Nacht. Sehr gute Lage für 2–3 Tage in Edinburgh & mit hohem Komfort.
Berühmte Hotels in Edinburgh
Balmoral Hotel Edinburgh*: 9,2 bei booking.com. Der absolute Edinburgh Klassiker in einem großen, historischen Gebäude – allein der Name sagt bereits alles!
The Witchery by the Castle*: 9,5 bei booking.com. Eines der beliebtesten Hotels mit dem gewissen Extra, in einer Top Lage direkt am Schloss.
The Royal Scotsman Hotel*: 8,8 bei booking.com. Das Traditions-Hotel in Edinburgh mit einer der größten Whisky-Bars der Stadt & authentischer Atmosphäre.
Insidertipps: Abkürzungen, versteckte Treppen & Closes
Zum Abschluss möchten wir dir einige unserer besten Abkürzungen in Edinburgh zusammenfassen, die Zeit, Laufwege und Schritte sparen. Gleichzeitig sind das Ecken der Stadt, die kaum ein normaler Tourist kennt und die er, wenn überhaupt, nur durch Zufall entdeckt.
1. Schnell von der Royal Mile zum Bahnhof:
Wenn du von der oberen Ebene der Royal Mile schnell auf die Ebene der Waverly Station und Market Street gelangen möchtest, nimm die Scotsman Steps, direkt neben dem Eingang zum Scotsman Bar am Scotsman Hotel.

2. Von der Royal Mile schnell auf die Princes Street
Nutze die Closes von der Royal Mile in Richtung New Town als Abkürzungen in Richtung Princes Street.
Zum Beispiel das Advocates Close, das Roxbourgh Close und das Writers Court, sowie das Lady Stair’s und das Wardrop’s Close.

3. Playfair Steps
Wenn du von der National Gallery kommend hinauf in Richtung Royal Mile willst, nutze erst die Treppen „Playfair Steps“ und sodann den Treppenaufgang zum Writers Museum und das Lady Stair’s Close. Du kommst direkt auf der Royal Mile raus.

4. Upper Bow Steps
Von der Royal Mile auf den Grassmarket und in die Victoria Street: Wenn du an der großen Tolbooth Kirk, der Kirche an der Kreuzung hinauf zum Castle, stehst, kannst du Upper Bow Steps nehmen und stehst direkt auf der Victoria Street.

5. Castle Wynd & Patrick Geddes Steps
Vom Castle zum Grassmarket: nutze den Castle Wynd und die Patrick Geddes Steps. Hierbei kommst du auch an den nahezu einzigen öffentlichen Toiletten der Altstadt vorbei.

6. Jacob’s Ladder
Um von Holyrood und dem unteren Ende der Royal Mile auf den Calton Hill zu gelangen, nutze die Jacob’s Ladder hinauf zur Regent Terrace, das spart mindestens 10 Minuten Fußweg.
Den Eingang in der Calton Road/Ecke New Street haben wir dir oben bereits gezeigt. So sieht der Ausgang am oberen Ende der Jacobs Ladder aus:
Extratipp: Beste Sicht aufs Castle
Den besten Ausblick auf das Castle hat man unserer Meinung nach vom The Vennel und von der Terrasse der Johnnie-Walker-Experience in der Princes Street/Ecke Shandvick Place.
Zugang zur Johnnie-Walker-Experience bekommt man im Rahmen einer der der Touren sowie, wenn man eine Reservierung im Restaurant/Bar auf der Dachterrasse hat.
Die Touren kann man online über GetYourGuide für 35€ buchen.

Weiterführende Informationen über Edinburgh
In diesem Beitrag haben wir die schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten von Edinburgh vorgestellt, so wie wir sie am schönsten finden.
Weitere Informationen für deinen Besuch in der Stadt, findest du in unserer Edinburgh-Artikelsammlung sowie in unseren weiterführenden Einzelbeiträgen:
Über 80 weitere Beiträge über Schottland, findest du in unserer Schottland-Artikelsammlung und auf unserem großen Schottland-Reiseblog.