Morcote: Der vielleicht schönste Ort im Schweizer Tessin • Tipps für Reise & Urlaub, Hotel & Altstadt
Das Dorf Morcote, malerisch gelegen am Luganersee, wurde 2016 zum schönsten Dorf der Schweiz gekürt, was natürlich für eine enorme Bekanntheit sorgte. Doch ist das Dorf heute wirklich noch so wunderschön oder einfach nur ein Touristen-Hotspot? Und was genau macht diesen Ort überhaupt so besonders?
Spoiler: Das Dorf hat sich baulich seit der Kürung natürlich nicht sonderlich verändert, es ist durchaus etwas touristischer geworden, doch sein Tessiner Charme hat uns vom ersten Moment an überzeugt, als wir mit dem Schiff immer näherkamen.

In diesem Beitrag nehmen wir dich mit nach Morcote, und zeigen dir, wie wir den Ort erlebt und wahrgenommen haben, unsere Anreise mit dem Schiff ab Lugano, den wunderschönen Parco Scherrer, sowie einige weitere Spots, die uns zum Staunen & Verweilen brachten und uns klarmachten, warum Morcote – nach wie vor – einer der besten Gründe für einen Besuch im Tessin und am Luganersee ist.
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Anreise mit dem Schiff ab Lugano

Da in Morcote Parkplätze knapp sind und wir zu dieser Zeit nur unseren Mietwagen in Lugano hatten, entschieden wir uns für eine Schifffahrt ab Lugano-Centrale nach Morcote. Und bereits beim Boarding des fast 100 Jahre alten Schiffes betreten wir eine andere Welt. Die Schifffahrt auf dem Luganersee hat eine lange Tradition. Früher Schmugglerroute, heute Wasserstraße für den öffentlichen Personenverkehr und Sportboote. Das Schiff, das uns nach Morcote bringt, ist in einem wunderbaren, historischen Zustand:
Mit vielen Schichten lackiertes Holz und rot bespannte Stühle prägen den ersten Eindruck, wenn man das Unterdeck betritt. Ein Geruch, als wäre man in eine Zeitmaschine gestiegen und in einer längst vergangenen Zeit gelandet. Und gerade das macht den Charme dieser Art der Anreise aus.
Draußen herrschte herrliches Wetter und die Sonne brachte den Luganersee in seinem schönsten Smaragdgrün zum Schimmern. Die gut einstündige Fahrt nach Morcote führt entlang einiger weiterer Haltestationen, darunter Melide und Campione d’Italia, die italienische Exklave mitten in der Schweiz, sowie einigen der schönsten See-Grundstücke, die die Region zu bieten hat.
Darunter auch das B&B Villa Patria*, mit hauseigener Badestelle:
Hinweis: Die Tickets mit dem Schiff nach Morcote und zurück nach Lugano sind im Normaltarif nicht ganz günstig. Über 50 CHF zahlt man als Erwachsener für ein Retour-Ticket. Mit dem Ticino-Ticket erhält man Rabatt, ebenfalls mit Halbtax. Wir persönlich haben uns für ein Ticket von der Tourismus-Organisation „Lugano Region“ entschieden, das obendrein eine Führung durch Morcote beinhaltet.
Der Clou dabei: Das Ticket umfasst die Hin- und Rückfahrt mit dem Schiff und kostet gerade mal weniger als die Hälfte des regulären Fahrpreises. Man muss auch nicht an der örtlichen Führung teilnehmen, sondern kann sich einfach zur Abfahrt des Schiffes wieder am Pier einfinden. Wir haben die Führung etwa bis zur Hälfte mitgemacht und sind danach selbstständig losgezogen.

Die Tickets von „Lugano Region“ sind auf maximal 20 Teilnehmende begrenzt und in der Hauptsaison schnell ausgebucht. Wir haben unser Ticket daher online über GetYourGuide* gebucht und somit unsere Plätze gesichert. Wir haben das Schiff um 13.30 Uhr in Lugano-Centrale genommen.
Die Führung & Tour inkl. Schifffahrt kosten 27 € | 24 CHF pro Person,
online buchbar auf GetYourGuide*.
Rundgang & Sehenswürdigkeiten

Wir beginnen unseren Rundgang durch Morcote nach Verlassen des Schiffes auf der Piazza Granda und blicken in die schmalen Gassen, die hinauf ins Dorf, zur Kirche Santa Maria del Sasso und in Richtung Castello di Morcote führen. Sie sind so schmal, dass früher wohl gerade vier Personen und ein Sarg hindurchpassten.
Passenderweise handelt es sich bei der schmalen Treppengasse um Strecia di Mort, was sich auch mit „Todesgasse“ übersetzen lässt. Und tatsächlich führt diese Treppengasse direkt hinauf in Richtung Kirche und Friedhof.
Es ist also ein bisschen, wie auf der Royal Mile in Edinburgh, wo ebenfalls die Closes & Wynds gerade so breit gebaut wurden, dass die Sargträger hindurchpassten. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass wir hier in Morcote meist erheblich besseres Wetter haben als in Schottland.
Für einen eigens geführten Rundgang durch Morcote empfehlen wir, nach Verlassen des Schiffes, einen Blick auf die Informationstafeln am Tickethäuschen. Dort befindet sich ein Schaubild, das zeigt, wie man die Sehenswürdigkeiten des Dorfes „in einem Rutsch“ am besten begehen kann:

Wir laufen weiter den Berg hinauf, immer weiter entlang der Strecia di Mort, und erreichen nacheinander mehrere Aussichtspunkte. Bereits auf der Hälfte der Höhe hinauf zur Kirche eröffnet sich immer wieder der Blick auf die Dächer des Dorfes und den See. Bereits hier beginnen wir zu verstehen, wieso dieser Ort zu den schönsten der Schweiz zählt. Es ist nicht nur der Blick.
Es ist das Gefühl, die Ruhe, die diese alten Gassen ausstrahlen. Und natürlich kommen diese Aussichten auch recht gelegen, denn der Weg ist steil, der Schweiß rinnt uns in der Sonne den Rücken hinunter, und so nutzen wir die Aussichten auch gerne für eine Atempause.
„Wie muss es wohl sein, hier zu wohnen?“, fragen wir uns, und erblicken einen kleinen runden Tisch vor einem Apartment stehen, bedeckt von Blauregen. Nur zwei Tassen Kaffee fehlen, um das Bild perfekt zu machen. Ja, so muss es wohl sein, hier zu wohnen. Oder auch anders. Denn es ist immer nur der Blick von außen, den wir als Besucher solcher Orte bekommen.

Kirche von Morcote: Santa Maria del Sasso

Wir erreichen das Ende der langen Treppe und stehen auf der Ebene des Dorfes, auf der sich sowohl der Friedhof als auch die Kirche „Chiesa Santa Maria del Sasso“ befinden. Hier oben lohnt es sich auf jeden Fall, einen Stopp einzulegen. Sowohl für die Aussicht, als auch für den Besuch der Kirche und des Friedhofs.
Für alle, die während des Aufstiegs bis hier oben nicht mitgezählt haben: Es waren 404 Stufen bis auf die Ebene der Kirche.
An dieser Stelle ein ganz praktischer Tipp von uns: Sofern man nicht gerade im Winter unterwegs ist, sollte man beim Besuch von Morcote daran denken, Moskitospray einzupacken und spätestens hier aufzutragen.
Denn wenn man vor den Grabsteinen oder für die Aussicht innehält, leicht geschwitzt und für die Moskitos gut auffindbar, ist man für die kleinen Plagegeister ein, im wörtlichen Sinne, gefundenes Fressen.
Wir empfehlen in der Region rund um den Luganersee ein Moskitospray zu nutzen, das auch Zecken fernhält, etwa ein Multi-Insect-Spray, wie es von Autan angeboten wird:
- Autan Multi Insect Spray schützt effektiv bis zu 8h vor heimischen Mücken und bis zu 6h vor Tigermücken
- Zusätzlich wehrt es Zecken und Stechfliegen bis zu 4h ab
- Das Produkt wurde von der Skin Health Alliance dermatologisch getestet
Zuletzt geprüft am 13.08.2026, Empfehlungslink

Die Wallfahrtskirche Santa Maria del Sasso ist so etwas wie das Erkennungszeichen von Morcote. Man geht davon aus, das bereits im 14. Jahrhundert mit dem Bau begonnen wurde, der wesentliche Teil des Baus, und das ist besser belegt, entstand aber erst zwischen 1470 und 1478. Über die Jahrhunderte hinweg wurde der Bau schrittweise erweitert und im 18. Jahrhundert im typisch barocken Baustil umgestaltet. Im Inneren finden wir berühmte Fresken aus dem 15. und 16. Jahrhundert, darunter Malereien aus den Jahren 1480–1490, sowie den barocken Hochaltar und die 1797 in Varese gebaute Orgel. Auch der markante Glockenturm gehört zum Wahrzeichen von Morcote: Er wurde 1539 fertiggestellt, seine achteckige Kuppel kam erst knapp 200 Jahre später hinzu.
Befinden wir uns auf der dorfzugewandten Seite der Kirche, ist vor allem die Aussicht das prägende Element:

Direkt neben der Kirche Santa Maria del Sasso liegt der terrassenförmig angelegte Friedhof von Morcote. Ursprünglich wurden die Einwohner auf dem heutigen Kirchplatz bestattet, während Adelige und Geistliche ihre Grabstätten innerhalb der Kirche erhielten. Nach 1750 verlegte man den Friedhof an seinen heutigen Standort.

Sehenswert ist der Friedhof vor allem wegen seiner kunstvollen Grabmäler, Skulpturen und Mausoleen. Darunter befinden sich Werke mehrerer bedeutender Tessiner Künstler sowie eine Bronzeskulptur des britischen Bildhauers Henry Moore am Grab von Carlo Bombieri. Wegen seiner Grabkunst wird die Anlage auch „piccolo Staglieno“ – kleiner Staglieno – genannt, in Anlehnung an den berühmten Monumentalfriedhof von Genua. Zusammen mit den Zypressen, den alten Grabkapellen und dem Blick über den Luganersee gehört der Friedhof für uns zu den besonders sehenswerten Ecken rund um Santa Maria del Sasso und beweist wieder einmal, dass Friedhöfe viel mehr sind als nur letzte Ruhestätten. Sie sind Fenster zu Geschichten längst vergangener Zeiten.
Rechts vorbei an der Kirche führt die nächste Treppe, einmal um das Kirchenschiff herum. Sie führt in Richtung des bekannten Aussichtspunktes, den jeder für seine Bildergalerie haben möchte. Doch an dieser Stelle ein Tipp von uns: Wenn man sich durch Morcote bewegt, lohnt es sich, immer mal stehenzubleiben und sich umzudrehen. Dabei entdeckt man immer wieder neue Perspektiven und für Fotografen natürlich auch immer wieder neue Motive.

Wir gehen nun zuerst rechts die Treppe weiter hinauf, um die besten Aussichten über den Glockenturm hinweg auf den See und die Umgebung zu haben. Bereits auf der Treppe, in einer Kurve, befindet sich ein Fotospot. Geht man weiter hinauf, erreicht man einen kleinen Platz, auf dem die „Statua Madonna Regina Dell’Amore“ steht.
Von ihrem Standort eröffnet sich ein besonders schöner Blick auf den Glockenturm von Santa Maria del Sasso, Morcote und den Luganersee. Auf dem Sockel ist ein Teil des Ave-Maria-Gebets zu lesen. Über Entstehungszeit, Künstler oder die genaue Geschichte der Statue sind öffentlich allerdings nur wenige verlässliche Informationen zu finden.

Wir gehen noch eine Treppe weiter hinauf und erreichen eine sehr moderne Sehenswürdigkeit und Aktivität, die man auch an anderen Orten rund um den Luganersee findet: die Schaukel „Swing the World“.
Hier kann man eine schöne Pause einlegen, bevor man entweder den Weg weiter hinauf in Richtung Castello geht.

Oder, und das müssen wir dir unbedingt zeigen, man geht wieder eine Etage nach unten und begibt sich hinter die Kirche. Denn hier wartet ein Ort, den musst du unbedingt gesehen haben!
Unser persönliches Highlight in Morcote

Wir gehen also, anstatt weiter nach oben, wieder nach unten und gelangen an eine kleine Weggabelung, die entweder links wieder vor die Kirche führt, oder rechts durch einen beinahe unauffälligen Durchgang.
Wir nehmen den rechten Weg und stehen im halbrunden Durchgang und erkennen, was man vorher leicht übersieht:
Hier befindet sich der, unserer Meinung nach, schönste Spot in ganz Morcote!
Es handelt sich um einen kleinen Platz vor dem Oratorio Sant’Antonio da Padova, von dem aus man zum einen eine wunderbare Aussicht über den Luganersee hat und zum anderen eine Atmosphäre vorfindet, die, auch wenn man nicht religiös ist, zur Andächtigkeit anregt.



Es ist auch der perfekte Ort für eine Pause.
Den Ort findest du auch hier, auf Google Maps.
Nachdem wir uns circa eine halbe Stunde Zeit für diesen wunderschönen Ort genommen haben, zeigen wir dir nun unseren nächsten Insidertipp. Wir machen uns auf den Weg zum Parco Scherrer, der weitaus mehr als „nur“ ein botanischer Garten ist.
Hinter dem Oratorio Sant’Antonio da Padova führt ein Weg entlang, der uns direkt zum oberen Eingang des Parco Scherrer bringt. Hierbei sollte man nach Möglichkeit feste Schuhe anhaben, da der Weg unbefestigt und uneben ist. Wer nur „Schlappen“ anhat, sollte hier besonders vorsichtig sein. Der Waldweg dauert etwa 7 Minuten und verläuft in engen Serpentinen.


Kurz darauf stehen wir auf einer geteerten Straße, direkt am Eingang des Parco Scherrer, einem weiteren Highlight von Morcote:
Parco Scherrer: Der Traum eines jeden Reisenden

ℹ️ Der Parco Scherrer wurde ab 1930 vom Textilhändler Hermann Arthur Scherrer (aus St. Gallen) angelegt. Das Besondere: Der Park ist in verschiedene Bereiche eingeteilt, einen asiatischen und einen mediterranen Teil, und auch die Botanik ist eine Mischung aus tropischer, subtropischer und einheimischer Vegetation. Das Ensemble symbolisiert die von Scherrer bereisten Erdteile. Hätten wir ein Grundstück in einer solchen Traumlage, würden wir es wohl genauso machen 😄.
Wir beginnen unseren Weg durch den Parco Scherrer am oberen Ende.
Die dortigen Öffnungszeiten:
14.03. bis 30.04. von 09.00 bis 17.30 Uhr
01.05. bis 30.09. von 09.00 bis 19.00 Uhr
01.10. bis 08.11. von 09.00 bis 17.00 Uhr

Der Eintritt ist kostenfrei und der Park gehört mittlerweile der Gemeinde Morcote.
Wer wie wir den oberen Eingang des Parco Scherrer nutzt, erkundet den „Garten der Wunder“ entgegen der eigentlichen Laufrichtung.
Wir entscheiden uns bewusst für diese Laufrichtung, denn es hat einen wichtigen Vorteil: Statt die zahlreichen Treppen hinaufzusteigen, geht es über die verschiedenen Terrassen bequem bergab.
Gleichzeitig beginnt der Rundgang im exotischen Teil des Parks und führt nach und nach zurück in die mediterrane Gartenwelt und hinunter zum See. Wir empfehlen diese Laufrichtung auf jeden Fall!
Vom Sonnentempel (oberer Terrasse) gehen wir vorbei am „Portal der Jungfrauen“:

Ein Bereich, der uns besonders gut gefallen hat, ist der südost- und ostasiatische Teil des Gartens. Hier findet man ein siamesisches Teehaus, einen kleinen Bambuswald, Buddha-Statuen und typisch asiatische Gewächse wie japanischen Ahorn, der sich am Spätsommer rot färbt.


Weitere Highlights des Parco Scherrer waren für uns der arabische und der indische Bereich. Scherrer legte bei der Planung und Umsetzung des Parks besonderen Wert darauf, dass die einzelnen Elemente und Bereiche des Parks selbsterklärend sind. Sodass der Besucher gar nicht groß mutmaßen braucht, um welchen Teil der Welt es sich handelt.


Die verschiedenen Bereiche spiegeln seine Reisen wider und wir als leidenschaftliche Weltenbummler können den Gedanken hinter der Gestaltung sehr gut nachvollziehen: Man möchte den Rezipienten mit seinen Werken zeigen, wo man bereits war und vor allem wie es dort war. Im Grunde hat es Scherrer also genauso getan, wie wir es mit diesem Reisebericht über Morcote machen 😊.


Wir laufen weiter bergab und gelangen aus dem asiatischen Teil zurück in Richtung mediterraner Pflanzenwelt. Das Bindeglied zwischen diesen beiden Bereichen bilden zwei Teiche/Pools: Der kleinere der beiden ist noch mit einigen asiatischen Elementen gestaltet, etwa einer drachenartigen Schildkröte. Es folgt eine Parkbank, die man als „Pause zwischen den Welten“ nutzen kann, und zur Linken trifft man bereits auf den zweiten Brunnen-Pool, der mit typischen italienischen und griechischen Figuren bestückt ist:

Für uns gehört der Parco Scherrer zu den schönsten Orten in Morcote. Besonders gut gefällt uns, wenn man den Park von oben betritt, der Übergang vom religiösen Teil des Dorfes rund um die Kirche hinunter in den grünen Park, der für das Entdecken der äußeren Welt steht.
Oben bestimmen Kirche, Grabstätten und religiöse Kunst das Bild, unten beginnt mit dem Parco Scherrer eine deutlich weltlichere Seite von Morcote, die förmlich danach ruft, sich in der Welt zu bewegen und sich an ihrer Körperlichkeit zu erfreuen, anstelle nur „im Geiste“ zu leben.

Der Garten erzählt vor allem von der Reiselust Arthur Scherrers. Und wir finden, dass es kaum eine schönere Möglichkeit gibt, dieser Leidenschaft ein Denkmal zu setzen.
Scherrer hat in diesem Garten Eindrücke seiner Reisen verarbeitet und Gebäude, Formen, Pflanzen und Motive aufgegriffen, die ihm aus verschiedenen Ländern besonders wichtig waren.

Beim Spaziergang durch den Park bekommt man dadurch ziemlich schnell ein Gefühl dafür, welche Orte ihn beeindruckt haben und was er von seinen Reisen mit nach Hause genommen hat.
Wir würden den Parco Scherrer auch nicht nur für einen einmaligen Besuch empfehlen. Wer ein paar Tage in Morcote bleibt, kann hier ohne Weiteres mehrmals vorbeikommen. Morgens wirkt der Garten anders als am späten Nachmittag, und man muss auch nicht jedes Mal den gesamten Park ablaufen. Man kann ein kleines Picknick mitnehmen, sich auf eine Bank setzen, ein Buch lesen oder einfach eine Weile durch die Terrassen und Gärten laufen.
Dass der Eintritt kostenlos ist, macht den Park zusätzlich sympathisch. Das ist etwas, was wir an der Schweiz sehr mögen: Auch aufwendig gepflegte und außergewöhnliche Orte wie dieser müssen nicht zwangsläufig hinter einer Eintrittskasse liegen.

So bleibt der Parco Scherrer für uns mehr als eine Sehenswürdigkeit, sondern ist auch ein Ort, an den man während eines Aufenthalts in Morcote immer wieder zurückkehren kann.
Hotels & Übernachten in Morcote
Wenn du nun Lust bekommen hast, Morcote nicht nur einen Besuch abzustatten, sondern gleich ein paar Tage bleiben möchtest, dann haben wir hier zwei Empfehlungen für dich:
Unser Favorit in der Altstadt: Casa Angiolina*
Wer damit zufrieden ist, dass es hier nur ein gemeinsam genutztes Badezimmer für die B&B Gäste gibt, bekommt in diesem Gästehaus Zimmer mit Klimaanlage, Balkon und Seeblick zu überaus fairen Preisen. Das kleine B&B liegt mitten in der Altstadt von Morcote und jedes Zimmer ist liebevoll gestaltet.
Tipp: Wenn man in der Nebensaison anreist, teilt man das Bad natürlich mit weniger Gästen.
Bewertung: 8,3 bei booking.com
Preis: Verfügbar ab 109 CHF | ca. 117 €
– ein super faires Angebot für diese Lage!
In der Neustadt: Arbostora Charme Hotel*
Das Arbostora Charme Hotel liegt fußläufig zum Parco Scherrer in der Neustadt von Morcote. Das kleine Hotel bietet sowohl Zimmer mit, als auch ohne Seeblick und liegt nahe der Badestelle am See. Gäste loben besonders das Frühstück und die große Terrasse der renovierten Patrizier-Villa. Das Hotel ist bestens geeignet, wenn man auf Komfort nicht verzichten und gleichzeitig vergleichsweise preiswert übernachten möchte.
Bewertung: 8,9 bei booking.com
Preis: ab 182 CHF | ca. 197 €
Unser Fazit zu Morcote: Lohnt es sich?

In diesem Beitrag haben wir dir unsere Eindrücke aus Morcote wiedergegeben, dir unsere Lieblingsorte hinter der Kirche und im Parco Scherrer gezeigt, und nun verstehst du ganz sicher, warum wir eingangs sagten, dass Morcote für uns einer der besten Gründe ist, das Tessin und die Luganoregion zu besuchen. Morcote und insbesondere der Parco Scherrer sowie die Kirche Maria del Sasso und die umliegenden Aussichtspunkte, die schmalen Gassen und die Seepromenade, haben eine enorme Anziehungswirkung, denn sie sind, zum einen alle gemeinsam als Ensemble, wunderschön, und gleichsam jede für sich einzigartig.
Wir haben Morcote Ende Juli besucht und hätten erwartet, dass der Touristenandrang größer wäre. Doch dem war erstaunlicherweise nicht so. Das Schiff von Lugano war zwar gut gefüllt, doch im Ort selbst verliert sich der Besucherstrom schnell. Und obwohl wir uns in der absoluten Hauptsaison befanden, die wir normalerweise für den Besuch solcher Orte meiden würden, hatten wir nie das Gefühl, in einer „Touristenhochburg“ zu stehen.
Lediglich einige der Shops unter den Arkaden an der Uferpromenade gegenüber des Schiffsanlegers erinnerten an typische „Touri-Läden“, in denen man zu vollkommen überhöhten Preisen einen Sonnenhut oder ein Souvenir kaufen kann.
Wir haben, während unserer fast sieben Wochen in der Luganoregion nahezu jeden Ort rund um den See besucht und können nun abschließend festhalten: Ja, Morcote hat 2016 vollkommen zurecht den Titel „Schönstes Dorf der Schweiz“ verliehen bekommen und wir können, auch eine Dekade später, einen Besuch wärmstens empfehlen.
Eine abschließende Empfehlung, die wir von der örtlichen Touristeninformation erhielten, es aber leider nicht mehr schafften, selbst zu besuchen, ist das Lido di Morcote. Es soll zu den schönsten Lidos am gesamten Luganersee zählen und wurde uns von der sehr freundlichen Mitarbeiterin der „Lugano Region Tourist Info“ sehr empfohlen. Eine sehr gute Anlaufstelle für aktuelle Empfehlungen!
Wenn du im Lido warst, lass uns in den Kommentaren wissen, wie es dir gefallen hat.

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