Reisebericht zum Ort Kukës in Albanien: Unsere Erfahrungen & Tipps
Die Kleinstadt Kukes, Kukës geschrieben, im Nordosten des Landes, haben wir auf unserer siebenwöchigen Albanienrundreise eher zufällig kennengelernt und waren überrascht, wie viel der Ort tatsächlich zu bieten hat. Er eignet sich besonders gut als Durchgangsstation und für eine Zwischenübernachtung, etwa, wenn man aus dem Norden oder vom Komani-See kommend durch den Osten des Landes in Richtung Süden fahren möchte.
Wir selbst haben es andersherum gemacht: Wir kamen aus dem Süden vom Ohridsee, vorbei am Mt. Korab/Radomira, dem Ort Peshkopi (Peshkopia) und waren auf dem Weg ins Valbona Tal. Doch die Wettervorhersage für den Norden war so schlecht, dass wir beschlossen, einen Tag später nach Bajram Curr (Valbona Tal) zu reisen, und blieben daher noch einen Tag länger in Kukës.
👉 Was der Ort zu bieten hat und was man dort sehen und erleben kann, sowie eines der besten Hotels unserer gesamten Albanienreise, zeigen wir dir in diesem Reisebericht zu Kukës.
Dieser Artikel enthält Empfehlungslinks (*). Wenn du über einen dieser Links eine Dienstleistung oder ein Produkt buchst, erhalten wir eine Provision – für dich bleibt der Preis selbstverständlich gleich. Mit deinem Einkauf oder deiner Buchung über unsere Links unterstützt du direkt unseren Blog und hilfst uns, weiterhin wertvolle Reisetipps kostenlos bereitzustellen. Ein riesiges Dankeschön dafür! ♥️ Hinweis: Alle Empfehlungen basieren auf unseren persönlichen Erfahrungen.
Unsere Tipps auf einen Blick

🗺️ Lage: Die Stadt Kukës liegt im Nordosten von Albanien, einer der ärmsten Regionen des Landes, nahe der Grenze zum Kosovo.
🚗 Anreise/Einbau in die Reiseroute: Wir befanden uns auf dem Weg ins Valbona Tal (albanische Alpen), fuhren durch den Osten Albaniens, entlang der Grenze zu Nordmazedonien, vorbei am Ohridsee (Pogradec) über Peshkopia nach Kukës.
📅 Empfohlene Aufenthaltsdauer: 1 Tag/eine Übernachtung
🛏️ Unterkunftsempfehlung: Wir empfehlen das Baz’Hur Boutique Hotel*, 9,7 bei booking.com, ab 55 €. Wir haben hier zwei Nächte verbracht, weil das Wetter im Norden sehr schlecht war. Ein richtig schönes Familienhotel mit eigener Bäckerei und dem besten Frühstück, das wir auf unserer gesamten Albanienreise hatten! 👉 unser Hotel ansehen.
👉 Was kann man dort sehen und machen? Kukës ist eine echt authentische, albanische Kleinstadt. Hier kannst du in das Leben eintauchen, das hauptsächlich in den Cafés, Bars und auf dem örtlichen Fußballplatz stattfindet. Der große Fluss Drin fließt hier und es gibt einen großen Stausee. Kukës und der nahegelegene Ort Fierzë bilden das Ende des Komani-Stausees. Hier kommen auch die Fähren von Koman nach Fierzë an. Am Staudamm in Fierzë kommt man automatisch vorbei, wenn man von Kukës in Richtung Valbona Tal fährt.
💚 Lohnt sich der Besuch? Kukes ist für uns der perfekte Ort für eine Zwischenübernachtung und einen Spaziergang durch den Ort. Wir empfehlen, am Nachmittag anzukommen, im Baz Hur Boutique Hotel einzuchecken, und dann den Ort zu Fuß zu erkunden. Am nächsten Tag lohnt sich ein Spaziergang ebenfalls, da morgens viele Marktstände in der Stadt stehen. Dort findet man Obst und Gemüse zu supergünstigen Preisen. Wer mehr Zeit hat und es ruhig angehen lassen will, kann auch eine zweite Nacht dranhängen.
🥘 Unsere Restaurantempfehlung: Wenn du im Baz Hur Boutique Hotel übernachtest, können wir sowohl das Restaurant um die Ecke, Bar-Restaurant Xhamlliku, als auch die kleine Pizzeria in der Innenstadt, Piceri Rumejsa Hallall empfehlen.
➡️ Unsere Weiterreise: Über die Berge ins Valbona Tal.
Alle Details und Impressionen aus diesem Teil unserer Reise, findest du ausführlich
in diesem Beitrag.
Unsere Anreise nach Kukës

Nachdem wir zwei Nächte in Peshkopi/Peshkopia verbracht hatten, einem authentischen, kleinen Städtchen mit Thermalquellen im Osten Albaniens, setzten wir unsere siebenwöchige Albanienreise in Richtung Norden fort. Dieser Teil des Landes ist dünn besiedelt und zählt zu den ärmsten Regionen Albaniens. Dafür gibt es hier auf dieser Route, entlang der Grenze zu Nordmazedonien, vor allem eine unglaublich schöne und beeindruckende Natur zu sehen:
Wir legten einen Zwischenstopp im Ort Radomira ein, dem Ausgangspunkt für Wanderungen auf den Berg Korab, den höchsten Berg Albaniens und Nordmazedoniens.
Von Peshkopi bis Radomiro fuhren wir etwa 90 Minuten, mit Pausen für Fotos. Von Radomira weiter bis nach Kukës brauchten wir weitere 90 Minuten, ebenfalls mit einer Pause. Denn die Straße, die SH31, ist teilweise kurvenreich, nicht im besten Zustand, und hinter jeder Kurve gibt es etwas zu sehen.

Diese Region Albaniens hat mit der touristischen Rivieraküste nichts mehr gemeinsam. Sie ist wild, natürlich, im Winter unerbittlich rau und kalt, was auch mit ein Grund ist, warum sie so dünn besiedelt ist. Hier zu wohnen und zu leben, ist eine Entscheidung. Doch während unserer Durchfahrt, im frühen Herbst, war und ist dieser Teil Albaniens einfach nur wunderschön: mit seinen Gebirgen und Tälern, Straßen, die sich entlang der Berge schlängeln, und vor allem den Herbstfarben, welche bis hinauf ins Valbona Tal immer weiter zunehmen.

Ankunft in Kukes & Baz’Hur Boutique Hotel
Wir erreichten Kukes etwa gegen Nachmittag. Von unterwegs aus hatten wir das Baz’Hur Boutique Hotel* gebucht, weil es zu weit gewesen wäre, am selben Tag noch weiter bis ins Valbona Tal zu fahren. Der Ort Kukes liegt auf der Karte etwa auf der gleichen Höhe wie Shkodra. Man erreicht ihn auch von dort, wenn man über Fushe-Arrez fährt.
Das Baz’Hur Boutique Hotel* zählt für uns definitiv zu den besten Hotels, die wir in Albanien hatten: Ein großes, helles Zimmer, bequemes Bett, ein topmodernes Badezimmer und Blick auf die Berge, auch wenn gegenüber ein Baugerüst stand.
Ein besonderes Highlight, und mit ein Grund, warum wir hier spontan um eine Nacht verlängerten, war das Frühstück (im Preis inklusive). Die Inhaber, eine sehr nette Familie, führen eine Bäckerei, die sich im Ort großer Beliebtheit erfreut. Die Backstube befindet sich im Erdgeschoss, direkt um die Ecke, wenn man das Hotel verlässt.
Zum Frühstück gab es selbst gebackene Croissants, Avocado-Brot und frische Früchte, sowie Kaffee, Saft und allerlei andere Kleinigkeiten. Und auch das war mit eine der besten Hotelerfahrungen, die wir in Albanien hatten. Nicht in den touristischen Städten wie Saranda, Vlora, Durrës oder Ksamil. Einfach so, hier, im untouristischen Osten des Landes.

Die Geschichte der Stadt & des Flusses Drin

In Kukës treffen sich der Schwarze Drin und der Weiße Drin, zwei Flüsse, die mit dem Fierzë-See und dem Komani-See viel zum heutigen Standort von Kukës beigetragen haben. Denn das „alte Kukes“ befand sich an einem anderen Ort, als jetzt: Es lag viel näher am Fluss, und als man 1962 beschloss, einen Stausee zu errichten, um ein Wasserkraftwerk zu bauen, musste die Stadt umgesiedelt werden, auf den höheren Standort, wo man sie heute findet. 1976 war die Stadt umgezogen und das alte Kukës versank im See Fierza. Hieran erinnert unter anderem ein Schild an der großen Brücke über den Drin, wenn man weiter in Richtung Fierza und Valbona fährt.

Bei niedrigem Wasserstand, wie bei unserem Besuch, kann man tief an das Ufer des Flusses hinabsteigen. Ein bisschen flau im Magen wurde es uns dabei schon, als wir die Höhe der Brücke in Richtung Fierza von unten betrachteten.

Unsere Restaurantempfehlungen
An unserem ersten Abend in Kukes schlenderten wir durch die Straßen, um einen Eindruck vom Ort zu bekommen, und nahmen uns auf dem Rückweg einfach eine große Pizza von einer kleinen Familien-Pizzeria mit. Die Piceri Rumejsa Hallall befindet sich in der Hauptstraße durch den Ort Kukes und wir können sie absolut empfehlen.
Da wir ungeplant weges des schlechten Wetters im Norden noch eine Nacht länger in Kukes blieben, probierten wir am nächsten Abend das Restaurant Xhamlliku aus, nur 5 Minuten zu Fuß vom Baz’Hur Boutique Hotel*. Auch hier: faire Preise, einfaches, leckeres Essen und authentisches Albanien-Feeling 👍.
Weiterreise: Über Fierzë nach Valbona

Mit einer letzten Aussicht über die Fluss- und Seenlandschaft von Kukes verlassen wir nach 2 Tagen den Ort. Das Wetter hatte sich gebessert und wir machten uns auf den Weg in Richtung Norden, ins Valbona Tal.
Die Fahrt von Kukës bis nach Bajram Curr, einem Ort vor dem Eingang ins Tal, dauerte etwa 3 Stunden. Die Navigation von Google Maps nimmt etwa 2 Stunden in Anspruch, das ist vielleicht gerade mit dem Fahrstil der Einheimischen zu schaffen. Denn auch diese Route ist kurvig und bietet immer wieder schöne Möglichkeiten, anzuhalten und die Natur zu genießen.
Etwa am Ende des Komani-Sees, in Fierza, wo sich der große Staudamm befindet:
Gegen Nachmittag erreichten wir Bajram Curr und das Wetter war nach wie vor nicht besonders gut. Doch in den darauffolgenden Tagen besserte es sich und wir konnten die wunderbare Natur des Valbona Tals erleben, mit all ihren Herbstfarben, dem glasklaren Wasser des Valbona Flusses, und ohne viele Touristen. Denn noch ist das Tal von Valbona ein kleiner Geheimtipp. Doch das könnte sich in den nächsten Jahren ändern.
👉 Wie unsere fast zweimonatige Albanienreise im Valbona Tal weiterging, kannst du in unserem Reisebericht zum Valbona Tal lesen.
Weitere Infos & Tipps von uns für deine Reise nach Albanien
Bei uns findest du viele weitere Informationen für deinen Urlaub in Albanien. Wir haben das Land ausgiebig bereist und stellen dir unsere Erfahrungen & Tipps zur Seite.
Zum Beispiel:
Albaniens Städte, Orte & Sehenswürdigkeiten:
- Tirana: Entdecke die lebendige Hauptstadt von Albanien mit unseren Geheimtipps.
- Durrës: Lohnt sich hier ein Strandurlaub? Wir haben es getestet.
- Saranda: Urlaubstipps für Saranda – die besten Hotels, Strände und unsere Insidertipps.
- Butrint: UNESCO-Weltkulturerbe und Nationalpark: Infos für den Besuch.
- Himara: Ist das der schönste Urlaubsort in Albanien? Es spricht vieles dafür!
- Shkodra: Unsere Tipps und Erfahrungen, sowie Sehenswürdigkeiten, die du besuchen solltest.
- Berat-Stadtführer: Erkunde die Stadt der 1000 Fenster mit unserem Stadtführer.
- Vlora: Unsere Tipps für Sehenswürdigkeiten, Strände und Altstadt.
- Gjirokastra: Erlebe die Stadt der Steine mit unseren Geheimtipps.
- Permet: Wir zeigen dir, was die Stadt zu bieten hat, unsere Hotel-Tipps & was sich lohnt.
- Thermalquellen von Permet: Lohnt sich der Besuch überhaupt noch?
- Korça: Unser geheimer Lieblingsort in Albaniens Südosten.
- Prespasee-Nationalpark: Ruhe, Natur & Pelikane beobachten
- Das Valbona Tal: Ein einzigartiges Naturerlebnis, das die Reise erst komplett macht.

