Moab: Tipps zur Reiseplanung, Arches & Canyonlands, Hotels, Sehenswürdigkeiten • Unsere Erfahrungen

Du bist bei der Routenplanung für deine USA-Reise auf Moab gestoßen und fragst dich, ob du diese Region in Utah in deinen nächsten Roadtrip einbauen solltest? Dann bist du hier genau richtig.
Wir haben Moab zuletzt 5 Tage besucht und haben für dich die schönsten Orte in der Umgebung, die besten Hotels und was Moab so einzigartig macht, zusammgetragen.

Unsere besten Reisetipps für Moab und was man hier alles machen kann, zeigen wir dir in diesem Beitrag.

Delicate Arch im Arches Nationalpark, Moab
Delicate Arch, Moab – das Wahrzeichen von Utah

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Moab auf einen Blick

Moab in Utah bei Sonnenuntergang
Sonnenuntergang in Moab
  • Moab ist eine mittelgroße Siedlung in Utah die sich sehr gut in eine USA-Rundreise durch den Südwesten einbauen lässt und als perfekte Basis für den Besuch im Arches & für Teile des Canyonlands Nationalpark eignet.
  • Einbau in die Reiseroute: zwischen Monument Valley und Colorado National Monument (Grand Junction); Alternativ zwischen Grand Junction und Capitol Reef National Park/Grand Staircase Escalante.
    Tipp: Für die Anreise oder Weiterreise den Highway 128 nutzen, schönste Route entlang des Colorado River!
  • Beste Reisezeit: Frühling und Herbst am beliebtesten, Sommer teils sehr heiß, Winter teilweise Schnee
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: Wir empfehlen mind. 2–3 Nächte & das Hotel frühzeitig zu buchen, da Preise sprunghaft ansteigen können, wenn viel los ist.
  • Hotel- & Motelempfehlungen:
KategorieNameBewertung & Preis
Günstiges MotelRustic Inn*8,9 bei booking.com, zwischen 75 und 145 € pro Nacht
Mittelpreisiges HotelComfort Suites Moab*8,8 bei booking.com, zwischen 100 und 190 € pro Nacht
Gehobenes HotelHoodoo Moab, Curio Collection by Hilton*9,2 bei booking.com, zwischen 200 und 450 € pro Nacht

Alle Details & unsere Tipp zu Moab findest du in diesem Beitrag.

1. Tipps & Reiseplanung für Moab

Bei der Reiseplanung für Moab haben sich uns einige Fragen gestellt, die wir nun, nachdem wir persönlich vor Ort waren, hier beantworten können:

1.1. Lohnt sich Moab & warum wird es so oft empfohlen?

Moab ist besonders sehenswert, weil man von hier sehr schnell im Arches Nationalpark und im Island in the Sky District des Canyonlands Nationalparks ist. Der Ort ist umgeben von roten Felsen, die typisch für Utah sind.

Ein besonderes Highlight erwartete uns bereits auf der Anreise, als wir den Highway 128 von Grand Junction (Colorado National Monument) kommend, nach Moab fuhren: Entlang des Colorado River eröffnen sich die Aussichten auf die Fisher Towers und das Castle Valley.

Theresa von Reisekröten am Highway 128 nach Moab, Fisher Towers im Hintergrund
Entlang des Highway 128 & Colorado River

Moab ist zwar ein Wüstenort, doch dank des Tourismus blüht er auf und es gibt viele gute Hotels, Restaurants und Bars, sowie Supermärkte, ATV-Verleih und so vieles mehr – hier wird einem garantiert nicht langweilig, auch, wenn man ein paar Tage länger hier verbringt.

1.2. Was sind die schönsten Sehenswürdigkeiten in Moab und Umgebung?

Arch im Canyonlands Nationalpark
Mesa Arch im Canyonlands Nationalpark

Der Arches und der Canyonlands Nationalpark sind die Hauptgründe, warum man einen Stopp in Moab einplant. Besonders der Arches Nationalpark, mit seinen teils riesigen, natürlichen Felsbögen, hat uns begeistert.

Ganz in der Nähe befinden sich auch der Dead Horse Point State Park (nicht im Annual Pass enthalten) und die Potash Road. Die Potash Road ist so besonders, weil sie auf der einen Seite durch den breiten Colorado River und auf der anderen von steilen Felswänden begrenzt wird.

An den Felswänden findet man Petroglyphen – Zeichnungen, die per Hand in den Stein graviert wurden. Entlang der Potash Road findet man auch Dinosaurierspuren.

Die Potash Road in Moab
Potash Road

Die Potash Road endet an einer Bootsrampe und geht dann in eine Schotterpiste über: den Shafer Trail. Dieser Trail führt direkt in den Canyonlands Nationalpark, ist aber nur für geländefähige Autos mit 4×4 oder Allradantrieb geeignet.

Genau dafür gibt es vor Ort die Offroad-Touren: Man kann sich einen Geländewagen in Moab ausleihen, und mit diesem in Regionen vordringen, die man mit seinem Mietwagen nicht meistern könnte.

Shafer Trail im Canyonlands Nationalpark
Blick auf Shafer Trail, Canyonlands Nationalpark

Wer den Highway 128 fährt kommt in den Genuss, direkt am Colorado River entlang Aussichten auf die Fisher Towers und das Castle Valley zu haben. Bereits die Anreise auf diesem Scenic Byway war ein absoluter WOW-Moment für uns.

Auf dem Colorado River kann man in diesem ruhigen Flussabschnitt Kajaktouren unternehmen. Die Kajaks mietet man vor Ort oder online, etwa über GetYourGuide*.

Rafting und Kajaktour auf dem Colorado River in Moab
Rafting auf dem Colorado River

Tipp: Wer noch einen Tag länger Zeit hat, kann von Moab in die La Sal Mountains fahren.

Wer die Strecke nicht mehr auf sich nehmen möchte, hat aus dem Arches Nationalpark zumindest die Weitsicht auf diesen Gebirgszug.

La Sal Mountains
La Sal Mountains, Blick von Arches NP

1.3. Wann ist die beste Reisezeit für Moab?

Moab liegt mitten in einer Wüstenlandschaft und unterliegt daher starken Temperaturschwankungen – sowohl zwischen den Jahreszeiten als auch zwischen Tag und Nacht. Die besten Reisezeiten für Moab sind das Frühjahr und der Herbst, wenn die Temperaturen angenehm sind und sich die Nationalparks gut erkunden lassen. Man sollte aber beachten, dass dann Hauptsaison herrscht und auch die Hotels etwas teurer sind.

Wir waren Ende September bis Anfang Oktober in Moab und empfanden den Herbst als ideale Reisezeit. Tagsüber hatten wir noch bis zu 27 °C, während es nachts mit rund 4 °C schon empfindlich kalt wurde. Gerade bei Wanderungen am frühen Morgen sollte man diese Temperaturunterschiede nicht unterschätzen.

Am Abend hatten wir aber trotzdem stets herrlichstes T-Shirt-Wetter:

Chris von Reisekröten, Ende September, Moab, T-Shirt-Wetter
Lower Viewpoint, Arches NP

Die Jahreszeiten im Überblick:

  • Frühjahr (März bis Mai): Angenehme Temperaturen, sobald die winterlichen Bedingungen nachlassen. Allerdings herrscht bereits Hauptsaison.
  • Sommer (Juni bis August): Sehr heiß, weshalb längere Wanderungen anstrengend und teilweise gefährlich werden können. Wer flexibel ist, sollte diese Monate möglichst meiden.
  • Herbst (September bis Oktober): Für uns die ideale Reisezeit mit warmen Tagen und kühlen Nächten. Allerdings ebenfalls Hauptsaison.
  • Winter (November bis Februar): Auch dann kann man Moab sowie den Arches und Canyonlands Nationalpark besuchen. Schneefall ist möglich, was einerseits Einschränkungen mit sich bringen kann, andererseits außergewöhnliche Fotomotive bietet – etwa den verschneiten Delicate Arch bei Sonnenaufgang.

👉 Wir würden Moab jederzeit wieder im Herbst besuchen. Wer im Frühjahr oder Herbst reist, sollte allerdings mit vielen anderen Besuchern rechnen und seine Unterkunft möglichst frühzeitig buchen.

1.4. Wie viele Tage für Moab einplanen?

Für Moab sollte man unserer Meinung nach mindestens zwei bis drei volle Tage einplanen. Wer die Region ausgiebig erkunden und neben den Nationalparks auch andere Aktivitäten unternehmen möchte, sollte eher vier bis fünf Tage bleiben.

Wir selbst haben fünf Nächte in Moab verbracht. Das lag allerdings auch daran, dass wir uns für diesen Reisebericht besonders viel Zeit nehmen wollten, um die Region genau kennenzulernen und die besten Tipps für unsere Leser zusammenzustellen. 😉

Double Arch im Arches Nationalpark, Moab
Double Arch, Arches NP

Für einen normalen USA-Urlaub würden wir folgende Aufenthaltsdauer empfehlen:

  • 1 Tag: Viel zu kurz, um Moab und die Umgebung wirklich kennenzulernen.
  • 2 Tage: Das Minimum, um den Arches Nationalpark und den Island in the Sky District im Canyonlands Nationalpark ohne allzu großen Zeitdruck zu besuchen.
  • 3 Tage: Eine gute Aufenthaltsdauer, bei der auch Zeit für weitere Sehenswürdigkeiten oder eine Offroad-Tour mit einem Geländewagen oder ATV bleibt.
  • 4–5 Tage: Ideal, wenn man die Region ausgiebig erkunden, mehrere Wanderungen unternehmen und auch weniger bekannte Highlights entdecken möchte.

Beachten sollte man bei der Reiseplanung für Moab außerdem, dass der Canyonlands Nationalpark aus mehreren räumlich getrennten Distrikten besteht. Während man Island in the Sky gut von Moab aus besuchen kann, muss man für den Needles District bereits eine deutlich längere Anfahrt einplanen.

Unsere Einschätzung: Auf anderen Reisewebseiten liest man häufig, dass 1–2 Nächte in Moab ausreichen. Das halten wir persönlich für deutlich zu kurz. Allein für Arches und Canyonlands sollte man sich 2 volle Tage nehmen, damit aus dem Besuch kein Urlaubsstress wird.

1.5. Wie baut man Moab am besten in die Reiseroute ein?

Moab lässt sich hervorragend in eine Rundreise durch den Südwesten der USA integrieren. Besonders gut kann man den Ort mit dem Monument Valley, dem Colorado National Monument bei Grand Junction oder dem Capitol Reef Nationalpark verbinden.

Für die Reiseplanung bieten sich insbesondere diese Strecken an:

  • Von Grand Junction nach Moab: Die Anreise aus Colorado lässt sich gut mit dem Colorado National Monument und dem landschaftlich beeindruckenden Highway 128 verbinden.
  • Von Moab zum Monument Valley: Über den Highway 191 fährt man Richtung Süden durch Monticello, Blanding und Bluff. Anschließend geht es auf dem Highway 163 über Mexican Hat zum Monument Valley. Die rund 240 Kilometer dauern etwa 2,5 bis 3 Stunden.
  • Von Moab Richtung Bryce Canyon: Eine besonders schöne Weiterreise führt über Hanksville und Caineville zum Capitol Reef Nationalpark. Von dort gelangt man über den Scenic Byway 12 durch die Landschaft des Grand Staircase-Escalante National Monument weiter zum Bryce Canyon.

Die Strecken lassen sich natürlich auch in umgekehrter Richtung fahren.

1.6. Was ist die schönste Route für die Anreise nach Moab?

Eine der schönsten Straßen nach Moab ist für uns der Highway 128, auch bekannt als Upper Colorado River Scenic Byway:

Fisher Towers und La Sal Mountains, Highway 128 nach Moab
Highway 128, Blick auf Fisher Towers

Wir sind vom Colorado National Monument bei Grand Junction über diese Strecke nach Moab gefahren und können die Route unbedingt empfehlen! Der rund 72 Kilometer lange Highway 128 führt von der Interstate 70 bei Cisco entlang des Colorado River nach Moab. Dabei schlängelt sich die Straße durch eine beeindruckende Canyonlandschaft mit hohen roten Felswänden, die der Colorado River über Millionen von Jahren geformt hat.

Besonders schön sind die Aussichten auf das Castle Valley und die markanten Fisher Towers, die sich eindrucksvoll aus der Landschaft erheben. Entlang der Strecke gibt es immer wieder Möglichkeiten, anzuhalten und die Umgebung zu genießen und tolle Fotos zu machen.

Unser Tipp: Wer aus Richtung Grand Junction anreist, sollte nicht einfach die schnellste Route über die Interstate 70 und den Highway 191 wählen, sondern unbedingt den kleinen Umweg über den Highway 128 einplanen.

1.7. Wo in Moab übernachten?

An Hotels und Motels mangelt es in Moab definitiv nicht. Der Ort ist mit dem Tourismus gewachsen und mittlerweile haben sich zahlreiche große, teils gehobene Hotelketten angesiedelt. Gleichzeitig findet man noch die klassischen, inhabergeführten amerikanischen Motels, von denen einige allerdings schon etwas in die Jahre gekommen sind.

Wir empfehlen, möglichst zentral in Moab oder entlang der Main Street zu übernachten. So erreicht man Restaurants und Geschäfte bequem und hat gleichzeitig einen guten Ausgangspunkt für Ausflüge in die Nationalparks.

Warum man in Moab frühzeitig buchen sollte

Eigentlich hätten wir unsere fünf Nächte in Moab im Rustic Inn*, 8,9 bei booking.com, verbringen wollen. Allerdings hatten wir nach einem „Hotel-Scam“ in Grand Junction, bei dem das Hotel plötzlich gar nicht mehr existierte, unsere Reiseplanung sehr kurzfristig ändern müssen.
Das Problem: Es war Ende September, also mitten in der Hauptsaison für diese Region. Da wir auf dieser längeren Reise gerne etwas günstiger übernachten wollten, landeten wir schließlich im Inca Inn, einem der günstigeren, um nicht zu sagen „billigeren“, Motels in Moab.

Inca Inn Motel in Moab
Unser Zimmer

Dort verbrachten wir fünf Nächte. Die Unterkunft war zwar akzeptabel, besonders schön oder angenehm fanden wir unseren Aufenthalt in diesem Motel aber nicht. Wir hätten natürlich auch etwas mehr bezahlen können, um in einer schöneren Unterkunft zu übernachten. Allerdings waren uns die besseren Hotels so kurzfristig wirklich zu teuer. Man merkt in den USA sofort an den Hotelpreisen, wenn an einem Ort viel los ist. Wir hätten bei so kurzfristiger Buchung ca. 300 € für eine Nacht in einem besseren Hotel zahlen müssen. Das war es uns dann auch nicht wert.

Unser Tipp: Buche deine Unterkunft in Moab möglichst frühzeitig, insbesondere im Frühjahr und Herbst. Gerade die beliebten, gut bewerteten Hotels und Motels können in der Hauptsaison schnell ausgebucht sein.

Unsere Hotelempfehlungen für Moab

Je nach Budget würden wir folgende drei Unterkünfte in Moab empfehlen:

1. Rustic Inn* – günstig und gut bewertet

  • Bewertung: 8,9 bei booking.com
  • Preis: ca. 75–145 € pro Nacht
  • Zentrale Lage, nur wenige Schritte von der Main Street entfernt
  • Geräumige Zimmer mit kleiner Küchenzeile und Kühlschrank

Das Rustic Inn bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und wäre auch bei unserem nächsten Besuch wieder unsere erste Wahl unter den günstigen Unterkünften.

2. Comfort Suites Moab* – gehobene Mittelklasse

  • Bewertung: 8,8 bei booking.com
  • Preis: ca. 100–190 € pro Nacht
  • Moderne, geräumige Zimmer
  • Frühstück inklusive
  • Außenpool und Whirlpool

Eine gute Wahl für alle, die nach einem langen Tag in den Nationalparks etwas mehr Komfort genießen möchten.

3. Hoodoo Moab, Curio Collection by Hilton* – gehobenes Hotel

  • Bewertung: 9,2 bei booking.com
  • Preis: ca. 200–450 € pro Nacht
  • Hochwertige Zimmer und stilvolle Einrichtung
  • Außenpool, Spa und eigenes Restaurant
  • Zentrale Lage in Moab

Wer sich während seiner USA-Rundreise etwas Luxus gönnen möchte, findet hier eine besonders hochwertige Unterkunft.

1.8. Wie teuer ist ein Aufenthalt in Moab?

Moab ist insgesamt ein recht teures Reiseziel. Das liegt vor allem daran, dass der Ort ein beliebtes Tourismuszentrum ist und gleichzeitig ziemlich abgelegen liegt. Die nächsten größeren Städte sind weit entfernt. Das merkt man sowohl bei den Hotelpreisen als auch in Restaurants und Supermärkten.

Wir waren zu zweit für fünf Nächte in Moab und haben für unsere Unterkunft insgesamt knapp 450 € bezahlt. Damit waren wir allerdings vergleichsweise günstig unterwegs.

Mit diesen Kosten sollte man in Moab rechnen:

  • Unterkunft: Je nach Saison und Komfort etwa 75–200 € pro Nacht, gehobene Hotels auch deutlich mehr.
  • Restaurants: Für ein Abendessen sollte man etwa 30–35 $ pro Person inklusive Trinkgeld einplanen.
  • Fast Food: Ein größeres Menü kostet ungefähr 20 $ pro Person.
  • Supermärkte: Lebensmittel sind nach unserer Erfahrung etwa 25–30 % teurer als beispielsweise bei Walmart.

Als Reisebudget würden wir für Moab mindestens 150 $ pro Person und Tag einplanen, wenn man im Hotel übernachtet, auswärts isst und die Sehenswürdigkeiten der Umgebung besucht. Je nach Unterkunft und geplanten Aktivitäten kann es natürlich deutlich teurer werden.

Unser Spartipp für Moab: Selbstverpflegung

Wer etwas Geld sparen möchte, sollte sich zumindest teilweise selbst verpflegen. In Moab gibt es mehrere Einkaufsmöglichkeiten, darunter auch zwei größere Supermärkte: den City Market und den Village Market an der South Main Street. Die Auswahl ist gut und die Preise sind für einen touristischen Ort durchaus akzeptabel.

1.10. Braucht man in Moab einen SUV, 4×4 oder reicht ein normaler Mietwagen?

Für einen normalen Besuch in Moab reicht ein ganz gewöhnlicher Mietwagen, auch ein Kleinwagen, vollkommen aus. Wer Moab im Rahmen einer USA-Rundreise besucht, muss also nicht extra einen SUV oder Geländewagen buchen.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Arches Nationalpark und im Island in the Sky District des Canyonlands Nationalparks erreicht man über asphaltierte Straßen. Das gilt auch für die meisten beliebten Aussichtspunkte und Wanderparkplätze.

Unser Auto in Moab: SUV von Alamo, VW Atlas
Unser Mietwagen für die Rundreise

Wir selbst waren mit einem großen SUV, einem Volkswagen Atlas, in Moab unterwegs, den wir bei Alamo für 8 Wochen über USA to Go* gebucht hatten. Allerdings sind wir damit überwiegend auf den asphaltierten Straßen geblieben. Eine Ausnahme war später beispielsweise unsere Fahrt durch das Valley of the Gods in der Nähe des Monument Valley.

Wann braucht man in Moab einen richtigen Geländewagen?

Anders sieht es aus, wenn man die zahlreichen Offroad-Strecken rund um Moab erkunden möchte. Viele dieser Wege sind anspruchsvoll und erfordern einen echten Geländewagen mit 4×4-Allradantrieb und ausreichend Bodenfreiheit.

Ein gutes Beispiel ist der berühmte Shafer Trail im Canyonlands Nationalpark. Wir haben uns diese spektakuläre Strecke sowohl vom oberen Aussichtspunkt im Nationalpark als auch von unten im Bereich der Potash Road angesehen.

Serpentinenstraße Shafer Trail in Moab
Shafer Trail

Für uns war schnell klar: Diese Strecke würden wir niemals mit einem normalen Mietwagen fahren wollen. Selbst bei trockenen Bedingungen ist der Shafer Trail anspruchsvoll und sollte nicht unterschätzt werden. Hinzu kommt, dass viele klassische Autovermieter Fahrten auf unbefestigten Straßen vertraglich ausschließen. Selbst mit einem gemieteten SUV mit Allradantrieb sollte man deshalb nicht einfach ins Gelände fahren.

Offroad-Jeep oder ATV in Moab mieten

Offroad Fahrzeug in Moab
Shafer Trail

Wer die Offroad-Strecken rund um Moab selbst erleben möchte, kann vor Ort speziell ausgerüstete Geländewagen mieten. Angeboten werden beispielsweise umgebaute Jeep Wrangler mit großen Geländereifen, höhergelegtem Fahrwerk und entsprechender Geländetechnik.

Solche Fahrzeuge kann man entweder selbst fahren oder im Rahmen einer geführten Tour nutzen. Für einen entsprechend ausgerüsteten Jeep sollte man je nach Anbieter mit etwa 200 bis 400 $ pro Tag rechnen.

Daneben werden auch ATVs und UTVs vermietet. Hier muss man allerdings beachten, dass nicht jedes dieser Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen fahren darf. Dafür benötigen sie eine entsprechende Straßenzulassung. Außerdem sind ATVs und UTVs innerhalb des Arches und Canyonlands Nationalparks grundsätzlich nicht erlaubt – auch dann nicht, wenn sie für den Straßenverkehr zugelassen sind.

Ein straßenzugelassener Jeep ist daher die vielseitigere Wahl, wenn man asphaltierte Straßen und anspruchsvolle Offroad-Strecken miteinander kombinieren möchte. Wichtig ist allerdings, dass der Vermieter die geplanten Geländefahrten ausdrücklich erlaubt.

👉 Wir würden die Fahrzeugkategorie für die gesamte USA-Rundreise nicht allein danach auswählen, dass man einige Tage in Moab verbringt. Ein normaler Mietwagen reicht für die klassischen Sehenswürdigkeiten völlig aus. Wer dagegen richtig ins Gelände möchte, sollte sich für einen Tag vor Ort einen entsprechend ausgestatteten Geländewagen mieten oder eine geführte Offroad-Tour buchen*.

2. Arches Nationalpark von Moab aus besuchen

Der Double Arch in Moab
Double Arch

Der Arches Nationalpark gehört zu den absoluten Highlights rund um Moab. Bekannt ist er insb. für seine über 2.000 natürlichen Steinbögen und seine roten Felslandschaften.

2.1. Wie weit ist es von Moab in den Arches Nationalpark?

Chris und Theresa von Reisekröten am Schild des Arches Nationalpark in Moab

Der Eingang zum Arches Nationalpark liegt nur etwa 8 Kilometer nördlich von Moab. Von unserer Unterkunft brauchten wir mit dem Auto gerade einmal 12 Minuten bis zum Parkeingang.

Mit unserem Annual Pass konnten wir direkt hineinfahren und erreichten kurz darauf das Visitor Center. Die Wartezeiten waren bei uns sehr kurz, wir standen maximal 3–4 Minuten vor der Einlasskontrolle in den Park.

Unser Insidertipp: Im Visitor Center gibt es eine interaktive Datenbank, die man über große Touchscreens abrufen kann. Darin findet man Bilder und spannende Hintergrundinformationen zu zahlreichen Steinbögen des Nationalparks. Die meisten Besucher laufen einfach daran vorbei.

2.2. Wie viel Zeit für den Arches Nationalpark ab Moab einplanen?

Wir waren überrascht, wie klein der Park ist, aber mindestens einen halben bis ganzen Tag sollte man für den Arches Nationalpark auf jeden Fall einplanen. In 4–6 Stunden kann man die meisten Aussichtspunkte und kürzere Wanderwege schaffen. Für längere Wanderungen, etwa zum Delicate Arch oder im Devils Garden, benötigt man entsprechend mehr Zeit.

Wir haben den Nationalpark an zwei aufeinanderfolgenden Nachmittagen besucht und sind jeweils bis zum Sonnenuntergang geblieben, um das schönste Licht zu haben.

2.3. Wann ist die beste Uhrzeit für den Arches Nationalpark?

Das schönste Licht hat man im Arches Nationalpark am frühen Morgen und am späten Nachmittag bis zum Sonnenuntergang.

Die roten Felsformationen leben vom Licht: Steht die Sonne mittags hoch am Himmel, kommen ihre Strukturen nicht gut zur Geltung.

Wir empfehlen deshalb, mindestens einen Nachmittag bis zum Sonnenuntergang im Park zu verbringen.

Wer Zeit hat, sollte sogar zwei Nachmittage einplanen, um unterschiedliche Bereiche im schönen Abendlicht zu sehen.

Windows Section im Arches Nationalpark
Windows Section, Arches NP

2.4. Unsere schönsten Sehenswürdigkeiten im Arches Nationalpark

Diese fünf Orte haben uns bei unseren Besuchen besonders gut gefallen:

Theresa von Reisekröten im Arches Nationalpark bei Moab
  • Park Avenue: Ein beeindruckendes Tal zwischen riesigen Felswänden, das wir etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang besonders schön fanden. Am anderen Ende erreicht man die Courthouse Towers. Bei Starkregen sollte man das Tal wegen möglicher Sturzfluten meiden.
  • Double Arch: Zwei gewaltige, miteinander verbundene Steinbögen, die sich wie Brücken über eine große Felsnische spannen. Einer unserer Lieblingsorte!
  • The Windows Trail: Eine kurze Wanderung zu riesigen Felsfenstern, durch die man tolle Ausblicke auf die umliegende Landschaft hat.
  • Delicate Arch: Er ist das Wahrzeichen Utahs. Vom Lower Viewpoint (ca. 60 m Fußweg vom Parkplatz) und Upper Viewpoint (ca. 800 m hin und zurück) kann man den berühmten Steinbogen aus der Ferne betrachten. Die Wanderung direkt zum Delicate Arch ist etwa 5 km lang.
  • Devils Garden: Am Ende der Straße, die durch den Park führt, liegt dieses weitläufige Wandergebiet mit unzähligen Steinbögen. Besonders zum Sonnenuntergang fanden wir die Landschaft beeindruckend. Einige nennen die Wanderungen im Devils Garden einen „Pflichtbesuch“ – wir finden ihn auch von Weitem schön.

Unser Tipp: Wer genügend Zeit in Moab hat, sollte den Arches Nationalpark auf zwei Nachmittage verteilen. So kann man die schönsten Sehenswürdigkeiten in Ruhe genießen und hat gleich zweimal die Gelegenheit, die roten Felslandschaften im Abendlicht zu erleben.

3. Canyonlands Nationalpark von Moab aus besuchen

Beim Canyonlands Nationalpark muss man wissen, dass sich dieser in mehrere voneinander getrennte Distrikte aufteilt. Von Moab aus bieten sich vor allem Island in the Sky und The Needles für einen Besuch an.

Steinbogen im Canyonlands Nationalpark, Utah, USA
Mesa Arch, Canyonlands Nationalpark

3.1. Wie weit ist es von Moab in den Canyonlands Nationalpark?

Die beiden wichtigsten Distrikte erreicht man von Moab aus in unterschiedlichen Fahrzeiten:

  • Island in the Sky: ca. 40–50 Minuten (52 km)
  • The Needles: ca. 1,5 Stunden (119 km)

Daneben gibt es noch den abgelegenen Maze District, für dessen Erkundung ein richtiger 4×4‑Geländewagen erforderlich ist, sowie den Rivers District, der die Flüsse Colorado und Green River umfasst und per Boot erkundet werden kann.

3.2. Der Island in the Sky District

Island in the Sky ist der von Moab am einfachsten erreichbare Bereich des Canyonlands Nationalparks. Hier gibt es zahlreiche spektakuläre Aussichtspunkte, die man – typisch amerikanisch – bequem über die asphaltierte Straße erreicht.

Grand View im Canyonlands Nationalpark, Island in the Sky District
Green River Overlook – Island in the Sky, Canyonlands NP, Moab

Unser Tipp: Die östliche Seite des Distrikts sollte man möglichst am Vormittag besuchen, solange die Lichtverhältnisse günstig sind. Ab Mittag und insbesondere am Nachmittag empfehlen wir dagegen die westlichen Aussichtspunkte. Je nach Sonnenstand können Gegenlicht, Staub und Dunst die Sicht in die Canyons erheblich beeinträchtigen.

3.3. Der Needles District

Needles District im Canyonlands Nationalpark
Needles District, Canyonlands NP

Der Needles District liegt weiter südlich und ist von Moab aus nur über eine längere Anfahrt erreichbar. Deshalb haben wir uns entschieden, für zwei Nächte nach Monticello umzuziehen. Von dort benötigt man nur etwa eine Stunde bis zum Eingang in den Needles District.

Der Needles District besitzt eine völlig andere Landschaft mit markanten Felsnadeln und zahlreichen Wandermöglichkeiten. Wer diesen Bereich von Moab aus besuchen möchte, sollte auf jeden Fall einen kompletten Tagesausflug einplanen.

3.4. Wie viel Zeit für den Canyonlands Nationalpark ab Moab einplanen?

Für Island in the Sky empfehlen wir einen halben bis ganzen Tag: Wer nur die wichtigsten Aussichtspunkte besuchen möchte, kann den Distrikt auch in einem halben Tag erkunden. Für den Needles District sollte man ebenfalls mindestens einen ganzen Tag einplanen, insbesondere bei der längeren Anfahrt von Moab.

Wer beide Distrikte besuchen möchte, sollte dafür also mindestens zwei Tage vorsehen. Da sie nicht direkt miteinander verbunden sind, lohnt es sich nicht, beide an einem Tag besichtigen zu wollen.

4. Unser Fazit & abschließende Empfehlungen

Unser Fazit zu Moab
Park Avenue, Arches NP

Allein schon die Anreise über den Highway 128 hat uns gezeigt, wie beeindruckend die Landschaften Utahs sein können. Und das, obwohl wir uns hier nicht einmal in einem Nationalpark befinden! Es ist einfach ein durch die Kraft der Natur geschaffener Canyon, durch den sich der Colorado River schlängelt.

Ein bisschen vergleichbar ist dieses Gefühl mit dem Moment, wenn man zum ersten Mal am Grand Canyon steht: Man sieht diese monumentalen Felslandschaften und bekommt eine Vorstellung davon, welche gewaltigen Kräfte hier über unvorstellbar lange Zeit gewirkt haben müssen.

Dass wir am Ende durch unseren Buchungsfehler in einer anderen Unterkunft gelandet sind als geplant, hat dem Erlebnis Moab nicht geschadet. Schließlich kommt man wegen dieser einzigartigen Landschaft hierher. Trotzdem würden wir beim nächsten Mal wieder das Rustic Inn* buchen – diesmal hoffentlich für den richtigen Zeitraum!

Unsere abschließenden Tipps:

  • Mindestens 2–3 Tage einplanen: Allein für den Arches Nationalpark und den Island in the Sky District im Canyonlands Nationalpark sollte man sich genügend Zeit nehmen.
  • Arches am Nachmittag und Abend besuchen: Besonders bei tief stehender Sonne kommen die roten Felsformationen wunderschön zur Geltung. Wir würden dafür sogar zwei Nachmittage einplanen.
  • Potash Road nicht vergessen: Die landschaftlich beeindruckende Straße entlang des Colorado River lässt sich gut mit dem Besuch von Island in the Sky kombinieren. Wir empfehlen, den asphaltierten Abschnitt am Vormittag bis etwa zur Mittagszeit zu fahren, solange die Felswände und Petroglyphen noch gut beleuchtet sind. Später liegen Teile der Strecke im Schatten.

Unser Geheimtipp – der Underdog Thrift Store: Eine tolle Zufallsentdeckung war für uns dieser riesige Secondhand-Laden in Moab. Ob warme Jacke, Sonnenhut oder andere Dinge, die man auf seiner Reise vergessen hat: Hier findet man wirklich alles Mögliche, und das deutlich günstiger als in den Touristenläden. Mit dem Einkauf unterstützt man außerdem die örtliche Tierrettungsorganisation Underdog Animal Rescue & Rehab.

👍👍 Beide Daumen hoch gibt’s von uns für diesen Top-Thrift-Shop.

Thrift Shop in Moab
Underdog Thrift Store, Moab

Unser abschließendes Fazit: Moab lohnt sich definitiv! Gerade wenn man Utah bereist und ohnehin bis zum Monument Valley fahren möchte, würden wir empfehlen, die Route über Grand Junction und den wunderschönen Highway 128 nach Moab zu legen. Anschließend geht es über Monticello weiter Richtung Monument Valley.

5. Weiterreise ab Moab

Wer noch mehr vom Canyonlands Nationalpark sehen möchte, sollte von Moab weiter nach Monticello fahren und dort ein bis zwei Nächte verbringen. So lässt sich der weiter entfernte Needles District wesentlich entspannter besuchen. Bei einer Rundreise mit mehr Stopps kann dafür auch schon eine Zwischenübernachtung ausreichen.

Anschließend kann man über Mexican Hat zum berühmten Monument Valley weiterfahren und unterwegs beispielsweise noch das Valley of the Gods besuchen. Natürlich funktioniert diese Route auch in umgekehrter Richtung.

Blick auf das Monument Valley bei Sonnenaufgang, vom Highway 163 am Forrest Gump Point
Monument Valley, Forrest Gump Point

Weitere Informationen, Tipps & Erfahrungen für die USA-Reise

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