Mietwagen in Las Vegas am Flughafen • Unsere Tipps & Erfahrungen zu Buchung & Abholung bei Alamo
In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie wir den für uns besten Mietwagen für unsere USA-Reise ab Las Vegas ausgewählt haben, bei welchem Anbieter & über welches Vergleichsportal wir gebucht haben und für welche Mietwagenkategorie wir uns entschieden.
Spoiler: Wir haben uns für die Buchung eines Midsize-SUV (IFAR) von Alamo entschieden, erhielten aber ein kostenloses Upgrade auf einen Standard-SUV.

ℹ️ Für diese, unsere zweite, große USA‑Rundreise, wählten wir Las Vegas als Startpunkt, da es hierher die günstigsten Direktflüge gab. Damit trafen wir auch, was den Mietwagen anging, eine gute Entscheidung: Denn die Mietwagenpreise am Flughafen Las Vegas waren deutlich günstiger, als etwa am Flughafen Denver, den wir auch in der Auswahl hatten für unsere Reise in den Yellowstone Nationalpark.
Der Reiseplan: Dieses Mal umfasste unser Reiseplan knapp 2 Monate USA. Von Las Vegas über Utah in den Yellowstone Nationalpark (Wyoming & Montana) bis nach South Dakota, runter in die Rocky Mountains (Colorado) und zurück über Utah – durch viele Nationalparks entlang der Route.
Uns war bereits bei der Planung klar: Für diesen sehr großen Trip brauchen wir einen guten und zuverlässigen Mietwagen und einen Anbieter mit zuverlässigem Kundenservice, falls mit dem Auto etwas sein sollte.
Da wir mit Alamo in Los Angeles bereits einige Jahre zuvor hervorragende Erfahrungen gemacht hatten, entschieden wir uns erneut dafür, bei Alamo zu buchen. Alamo ist kein „Billig-Anbieter“, bot uns aber das beste Gesamtpaket, vor allem, wegen der Choiceline.
👉 Wie wir zu unserer Auswahl kamen und worauf wir bei der Buchung unseres Mietwagens am Flughafen Las Vegas geachtet haben, zeigen wir dir in diesem Beitrag. Ebenso, was bei unserer Mietwagen-Rundreise ab Las Vegas mit dem Auto nicht gut verlief.

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Unsere Buchung auf einen Blick
Das haben wir für unsere Rundreise gebucht:

Tipp: Vorteile bei USA to Go (Anmeldung ist kostenfrei): bis zu 20 % Rabatt auf den Mietwagenpreis bei Alamo, schneller, Button für schnellen Preis-Check, Buchung direkt bei Alamo, Preis-Alarm per E-Mail, wenn der gebuchte Mietwagenpreis günstiger geworden ist.
Alle Details zeigen wir dir in diesem Erfahrungsbericht.
1. Reservierung & Buchung
1.1. Preise über Vergleichsportale prüfen
👉 Wir vergleichen über DiscoverCars*, Check24 und USA to Go*:
Mit DiscoverCars* haben wir schon häufiger die Erfahrung gemacht, dass man dort sehr gute Mietwagenangebote findet, Check24 prüfen wir immer als Referenzwert, weil dort viele unterschiedliche Vermittler gelistet sind, und USA to Go* hatten wir bereits 2023 zweimal genutzt, einmal auf Hawaii, einmal in Los Angeles. Für Las Vegas nutzten wir also diese drei Portale für den Preisvergleich.
(Anmerkung: SunnyCars nutzen wir für solche Reisen ungern, obgleich das Versicherungspaket sehr gut ist, da wir bei SunnyCars nie wissen, bei welchem Anbieter wir am Ende wirklich landen, sondern es wird ein Anbieter (z.B. Thrifty, Budget, Dollar etc.) durch SunnyCars zugewiesen. Dieses Modell funktioniert für uns in den USA einfach nicht.)
1.2. Die Bewertungen checken
Wir legen bei der Auswahl unserer Mietwagen stets großen Wert auf die tatsächlichen Bewertungen der Abholstation, an der wir unser Auto in Empfang nehmen wollen. Denn davon hängt super viel ab! Gerade zu Beginn der Reise wollen wir, dass alles reibungslos abläuft und wir ein sauberes, gut gewartetes Auto bekommen. Da gibt es für uns keine Kompromisse.
Und wenn andere bereits Probleme mit einer Abholstation hatten, zum Beispiel in den Bewertungen immer wieder Signalwörter wie „Betrug“, „Versicherung“, „Vertrag“ oder „Schaden“ vorkommen, ist das für uns ein klares Zeichen, bei dieser Station nicht zu buchen. Weder in den USA noch in sonst einem anderen Reiseland.
Die Bewertungen der Abholstation von Alamo lagen zum Zeitpunkt unserer Buchung bei 4,4 bei Google Maps, was für Mietwagenanbieter schon sehr gut ist.
Denn normalerweise schreiben Nutzer eher dann Bewertungen, wenn etwas nicht gepasst hat.
Nur Enterprise und National waren um 0,1 besser, mit 4,5 Sternen. Da Alamo, National und Enterprise aber im Wesentlichen zusammengehören, fiel das für uns nicht ins Gewicht.

Schaut man sich die anderen Anbieter am Flughafen Las Vegas an, fühlen wir uns, in unserer Meinung, in den USA stets bei Alamo zu buchen, bestätigt. Die Bewertungen zum Zeitpunkt unserer Buchung:



- Dollar: 1,9 Sterne bei der einen Abholstation, 2,8 bei der anderen
- Thrifty: 2,3 Sterne
- Budget: 2,0 Sterne an der einen Abholstation, 3,3 Sterne an der anderen
- Hertz: 4,0 Sterne
- Sixt: 4,3 Sterne
- Alamo: 4,4 Sterne
- Enterprise & National: je 4,5 Sterne
Weiterlese-Vorschlag: Warum wir in den USA niemals den günstigsten Mietwagen buchen.
1.3. Wahl des Anbieters
👉 Wir haben uns (wieder) für Alamo entschieden, weil:
- Bewertungen: Gute Bewertungen der Abholstation am Flughafen Las Vegas (siehe oben).
- Kostenloser Zweitfahrer: Alamo bietet in den USA an, dass der Zweitfahrer kostenlos ist, wenn man verheiratet ist oder im selben Haushalt wohnt.
- Kundenservice: Wir hatten mit dem Service von Alamo in den USA bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Wir waren mal mit unserem Mietwagen auf Oahu nicht zufrieden und bekamen dafür bei unserer nächsten Buchung in Los Angeles ein kostenloses Upgrade.
- Choiceline: Man kann sich aus seiner gebuchten Kategorie ein Auto aussuchen, einsteigen und einfach damit losfahren. So kann man auf die gefahrenen Meilen, den Zustand und die eigenen Vorlieben achten, mit welchem Auto man seinen Urlaub verbringen möchte.
- Kostenlose Upgrades: Wenn in der gebuchten Kategorie gerade nur wenige Fahrzeuge verfügbar sind, bekommt man auch mal ein kostenloses Upgrade.
- Versicherung: Bei Buchung über USA to Go* sind bereits CDW/Vollkasko, Schutz gegen unversicherte Unfallteilnehmer und Haftpflichtversicherung bis 300.000 € inklusive. Wir stocken die Versicherungen immer durch Buchung mit unserer easybank Platinum Kreditkarte auf.

Zum Nachlesen:
Auch aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen haben wir uns wieder für Alamo entschieden.
„Unsere Mietwagentipps & Erfahrungen auf Oahu, Hawaii“
und „Mietwagen von Alamo ab Los Angeles Flughafen„
1.4. Die passende Mietwagenkategorie
👉 Wir haben für uns (2 Personen, 2 große Koffer plus zwei Rucksäcke + Kühlbox) gebucht: Mittelklasse-SUV/Midsize-SUV (IFAR). Mit genau dieser Kategorie waren wir auch 2023 bereits unterwegs und damit sehr zufrieden.
Wir persönlich bevorzugen für USA-Roadtrips die SUV-Kategorie, da sie uns mehr Fahrkomfort auf langen Strecken bietet, wir durch die erhöhte Sitzposition mehr Überblick haben, und unser Gepäck komfortabel Platz findet.
Wir hatten zum Beispiel mal auf Hawaii einen Sedan/Limousine bei Alamo gemietet und waren mit dem Fahrgefühl einfach nicht zufrieden. Außerdem war das Auto sehr niedrig und scheinbar war jemand damit mal zu schnell durch Schlaglöcher gefahren, denn der Fahrkomfort war miserabel. Daher war für unsere Reise ab Las Vegas klar: Es wird wieder ein SUV.

👉 Für zwei Personen empfehlen wir, wenn man Komfort und Platz möchte, die Kategorie Mittelklasse-SUV/Midsize-SUV zu wählen. Diese wird mit IFAR abgekürzt. Ab 3 Personen mit jeweils 1–2 Koffern würden wir bereits zum Standard-SUV greifen, ab 4 Personen lieber zum Fullsize-SUV.
Denn man verbringt auf so einem USA-Roadtrip viel Zeit auf der Straße und im Auto. Da möchte man es doch lieber bequem haben.
Weiterlese-Vorschlag:
- Darum buchen wir in den USA keine Limousinen mehr, sondern nur noch SUV.
- Unsere 13 Tipps für den US-Mietwagen.
- Unsere praktischen Roadtrip-Tipps & Erfahrungen für die USA
1.5. Unser Mietwagen-Preisvergleich
Check24, DiscoverCars* oder USA to Go*?
Wir geben in allen drei Vergleichsportalen unsere gewünschten Daten ein:
- Las Vegas Flughafen
- Datum der Buchung von wann bis wann
- Buchung bei Alamo
- Mietwagenkategorie SUV mit Automatikgetriebe
- Alter des Hauptfahrers
- Versicherung: Vollkasko ohne Selbstbehalt, Haftpflicht mind. 300.000 €/$, Schutz gegen unversicherte Dritte
Das Ergebnis aus dem Vergleich der drei Plattformen:
Check24 bietet uns den Midsize-SUV in unserer gewünschten Konfiguration für 2197,32 € an, allerdings über den Vermittler autovermietung.de:

👉 Da wir aber nicht über zwei Ecken buchen möchten (Check24 + Vermittler) legen wir dieses Angebot erstmal auf die Seite.
DiscoverCars listet unseren gewünschten Mittelklasse-SUV von Alamo mit 2.367,91 €. Man bucht hier nicht über einen weiteren Vermittler, sondern über DiscoverCars direkt bei Alamo, das ist schon mal super.

👉 Der Preis ist allerdings auch höher als bei Check24 und würde pro Tag rund 42 € Mietpreis ergeben, was uns etwas viel ist für „nur“ einen Mittelklasse-SUV bei einer sehr großen Station wie Las Vegas.
1.6. Unsere Wahl
In Anbetracht der Tatsache, dass sowohl bei DiscoverCars* als auch bei USA to Go* eine direkte Anmietung bei Alamo erfolgt, USA to Go* uns aber den besseren Preis bietet, haben wir uns für USA to Go entschieden und den Mietwagen dort gebucht. Beachte: Gebucht wird immer in Dollar. Der Euro-Preis schwankt also je nach Wechselkurs:
2. Neubuchen, wenn Preise günstiger werden
Wichtig: Nur weil man in dem Moment das günstigste Angebot ausgewählt und sich gesichert/gebucht hat, heißt das nicht, dass man auch wirklich den besten Deal gemacht hat.
Deshalb haben wir unsere Mietwagensuche etwa 8 Wochen vor Reisebeginn begonnen, um weiterhin die Preisentwicklung zu beobachten, und wenn sich ein besseres Angebot ergibt, neu zu buchen.
Und so war es auch! Wir hatten bei USA to Go* nämlich zuerst sogar teurer gebucht. Zwar immer noch günstiger als die Vergleichsangebote, doch da Mietwagenpreise stark schwanken, macht es unseren Erfahrungen nach immer Sinn, regelmäßig einen Preischeck durchzuführen.
Bei USA to Go ging das sehr einfach: Wir haben uns angemeldet und konnten dann unter „Mein Account“ » „Mein Dashboard“ sehen, welche Mietwagensuchen wir zuletzt durchgeführt hatten. Daneben gibt es einen Button mit „Preis-Check“. So braucht man nicht alle Daten erneut eingeben und sieht sofort, ob sich die Preise geändert haben.
👉 Daher ist es auch immer wichtig, mit kostenloser Stornierung zu buchen, egal bei welchem Anbieter oder bei welchem Vergleichsportal man gebucht hat.
3. Im Voraus zahlen oder bei Abholung?
Bei vielen Mietwagenanbietern und Vergleichsportalen hat man die Wahl, ob man den Mietpreis direkt online bezahlen möchte, oder erst bei Abholung am Schalter. Was nach einer einfachen „Entweder-oder-Entscheidung“ klingt, hat aber wichtige Folgen:
Zahlung im Voraus: Wenn man den Gesamtbetrag bereits online im Voraus zahlt, sichert man sich den aktuellen Wechselkurs. Denn die US-Mietwagenpreise werden meist von Dollar in Euro umgerechnet, wenn man etwa von Deutschland aus bucht. Für Schweizer werden die Preise meist natürlich in CHF angezeigt.
Wenn man 6–8 Wochen im Voraus zahlt, mindert man außerdem nicht sein zur Verfügung stehendes Kreditkartenlimit für die anstehenden Zahlungen während der Reise: Wenn man das Auto vor der nächsten Kreditkartenabrechnung zahlt, ist das volle Limit auf der eigenen Kreditkarte theoretisch wieder frei, wenn der Urlaub losgeht. Das kann für eine USA-Reise durchaus sinnvoll sein, da man auch viele Kosten wie Unterkünfte und Tanken erst während der Reise und meist mit Kreditkarte zahlt.
Nachteil der Vorauszahlung ist natürlich, dass, sollte sich der Wechselkurs von Dollar zu Euro (oder CHF) zu den eigenen Gunsten verbessern, man zu einem schlechteren Wechselkurs bezahlt hat.
Das Problem für unsere Buchung bei Alamo war, dass sie für mehr als 30 Tage war und wir deshalb unseren Mietwagen nicht im Voraus zahlen konnten. Das ist, wie seitens Alamo und USA to Go* bestätigt wurde, die interne Regelung bei Alamo. Also mussten wir den Mietpreis am Schalter zahlen.
Zahlung vor Ort bei Abholung: Für uns kam also leider nur die Zahlung bei Abholung des Mietwagens infrage. Der Vorteil hierbei ist natürlich, dass, wenn sich der Wechselkurs zwischen Buchung und Abholung zu den eigenen Gunsten geändert hat, der Mietwagen faktisch günstiger wird. Denn meist hat man, ohne es zu wissen, einen festen Betrag in Dollar als Mietpreis vereinbart und sieht lediglich den umgerechneten Preis in seiner Währung. Wir zeigen das mal an einem Beispiel:

Wir sehen hier unsere Buchung bei Alamo über USA to Go*. Der Preis wurde, auch in der Mietwagenübersicht, in Euro angegeben, und zwar zu dem damals geltenden Wechselkurs.
Schaut man genauer hin, erkennt man, dass dem eigentlich nur der Dollarpreis zugrunde liegt, sowie den Hinweis, dass der Euro-Preis ein geschätzter Gesamtbetrag ist. Vor Ort zahlt man aber immer den Dollarpreis, der sich natürlich nicht mehr nachträglich ändert. Nur der Wechselkurs kann schwanken.
Der große Nachteil, wenn man erst vor Ort zahlt, ist natürlich, dass ein recht hoher Betrag gleich zu Beginn der Reise auf der Kreditkarte vorgemerkt wird, was das zur Verfügung stehende Limit der Kreditkarte schmälert.
Das kann man aber, wenn man auf Nummer sicher gehen will, ausgleichen, indem man einfach selbst eine Überweisung auf das eigene Kreditkartenkonto tätigt. Dann steht auch das gesamte Limit wieder zur Verfügung.
4. Wichtig: Kreditkarte für Buchung, Bezahlung und Abholung
👉 Wir empfehlen, für die USA-Reise mindestens zwei Kreditkarten mit ausreichend hohen Limits dabeizuhaben und bei denen keine Auslandsgebühren bei Zahlungen in US-Dollar anfallen. Gut geeignet sind etwa die
- easybank Platinum Kreditkarte
- und die Hanseatic Bank GenialCard,
- ebenso auch die Deutschland-Kreditkarte Gold, mit Reiseversicherungen.

Für die Buchung und Abholung des Mietwagens in Las Vegas, sowie in den gesamten USA, ist eine Kreditkarte notwendig. Debitkarten reichen hierfür nicht. Die Kreditkarte muss zwingend auf den Hauptfahrer lauten. Auf der Kreditkarte wird bei Abholung die Kaution geblockt. Wer sich für die Zahlung vorab entscheidet, sollte darauf achten, die Karte, mit der man bezahlt hat, auch bei der Abholung dabeizuhaben, da hierauf die Kaution geblockt wird.
Kreditkartengebühren beachten: Wenn man sich für die Zahlung vor Ort entschieden hat, zahlt man in Dollar. Daher ist es wichtig, eine Kreditkarte zu nutzen, bei der nicht noch zusätzliche Gebühren seitens der eigenen Bank für die Zahlung in Fremdwährung (Dollar) oder die Nutzung im Ausland hinzukommen.
Wir buchen und bezahlen unsere Mietwagen immer mit der easybank Platinum Kreditkarte (ehemals Barclays Platinum Double). Diese erhebt keinerlei Auslandsgebühren, enthält eine Mietwagen-Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung sowie, und das ist für die USA der springende Punkt, eine Mietwagenhaftpflichtversicherung von 1.000.000 €/$.
easybank Kreditkarte Platinum (ehemals Barclays Platinum Double)
mit Mietwagen- & Reiseversicherungen
Zum Nachlesen: Unsere Tipps & Empfehlungen zum Thema „Bezahlen mit Kreditkarte in den USA“.
Und damit sind wir auch schon bei den Versicherungen, auf die man bei der Buchung des Mietwagens ab Las Vegas achten sollte:
5. Die Versicherungen beim Mietwagen
👉 Wir empfehlen, auf diese Versicherungen zu achten:
- CDW/Vollkasko ohne Selbstbehalt,
- Diebstahlschutz (meist in CDW integriert)
- Haftpflichtversicherung und erweiterte Haftpflichtversicherung (SLP/Fully/300.000 $),
- Schutz gegen unversicherte Unfallteilnehmer (UM/UIM, auch UMP genannt).
Die CDW ohne Selbstbehalt ist im Regelfall enthalten und deckt Schäden ab, die man am gemieteten Auto verursacht. Darin ist bei Alamo auch der Schutz gegen Diebstahl enthalten.
Spannender wird es beim Thema Haftpflichtversicherung: Denn es ist gar nicht lange her, dass durch die Reihe weg alle Mietwagenanbieter in den USA ihre Haftpflichtsummen heruntergesetzt haben. Seitdem bietet Alamo nur noch im erweiterten Schutzpaket „Fully“ die Haftpflicht bis 300.000 $ an. Das kann im Schadens- oder Klagefall zu niedrig sein, wenn Dritte zu Schaden kämen.
Gut zu wissen: Die gesetzliche Mindesthaftpflichtsumme bei Mietwagen unterscheidet sich in den USA je nach Bundesstaat. Für Mietwagen in Las Vegas gilt die gesetzliche Mindest-Haftpflichtdeckung des Bundesstaates Nevada:
- 25.000 US-Dollar für Personenschäden je verletzter oder getöteter Person
- 50.000 US-Dollar für sämtliche Personenschäden eines Unfalls zusammen
- 20.000 US-Dollar für Sachschäden je Unfall
Diese Grenzen gelten seit dem 1. Juli 2018 nach NRS 485.185. (Stand 07/2026)
Beispiel:
- Geschädigte Personen können von Alamo höchstens 25.000 US-Dollar erhalten, maximal aber 50.000 $ für alle geschädigten Personen zusammen.
- Für das beschädigte Fahrzeug eines Dritten stehen zusätzlich maximal 20.000 US-Dollar zur Verfügung.
Bei Alamo Las Vegas ist diese Mindestdeckung die sogenannte „Primary Protection“. Bucht man mit der erweiterten Haftpflichtversicherung („Fully“/auch SLP genannt), wird die Haftpflichtdeckung auf insgesamt 300.000 $ erhöht.
In dieser SLP (Supplemental-Liability-Protection) ist auch der Schutz gegen unversicherte Unfallteilnehmer enthalten. Denn in den USA kann es passieren, dass, wenn ein anderer den Unfall verursacht hat, dieser aber nicht versichert und auch nicht zahlungsfähig ist, man auf dem Schaden sitzenbleiben würde. Dafür ist die Versicherung gegen unversicherte Dritte da.
Würde ein über die gesetzliche Mindestdeckung oder über die SLP hinausreichender Schadensersatzanspruch, etwa im Wege einer Klage, festgestellt werden, haftet der Verursacher, als man selbst, als Fahrer des Mietwagens.
👉 Deshalb buchen wir Mietwägen in den USA immer mit der easybank Platinum Kreditkarte und erhöhen so unsere Haftpflichtversicherung auf 1.000.000 €/$. Alternativ kann man sich auch für den Abschluss einer geeigneten Zusatz-Haftpflichtversicherung entscheiden. Diese werden etwa von der Hansemerkur* angeboten: 1 Mio. Euro Haftpflichtdeckung, ab 7,90 € pro Tag.
Weitere Informationen zu den Mietwagenversicherungen in den USA:
6. Am Abholschalter in Las Vegas
Verabschieden wir uns nun von diesen trockenen, aber wichtigen Themen, und sehen uns an, wie die Abholung des Mietwagens bei Alamo am Flughafen in Las Vegas abläuft und welche Erfahrungen wir vor Ort gemacht haben.
Mit dem Shuttlebus fährt man zum Mietwagencenter (ca. 15 Minuten Fahrzeit) und geht zum Schalter der Vermietungsfirma.

Wer sich dafür registriert hat, kann bei Alamo auch „Skip the Counter“ machen, und direkt zur Mietwagenabholung gehen. Bei unserer Mietdauer von 56 Tagen stand diese Option nicht zur Verfügung, da wir noch vor Ort unsere Kreditkartendaten hinterlegen mussten.
Unsere Wartezeit am Schalter betrug etwa 15 Minuten. Bis wir im Parkhaus waren, dauerte es etwa weitere 15 Minuten.

7. Die Alamo-Choiceline in Las Vegas
Kommen wir zum für viele spannendsten Punkt: der berühmten Choiceline von Alamo, bei der man sich sein Lieblingsauto in seiner gebuchten Kategorie aussuchen kann. Auch das ist für uns immer wieder ein Grund, warum wir uns in den USA für Alamo entscheiden.
Wir hofften, unter den Midsize-SUVs wieder einen Toyota RAV4 zu finden, doch leider waren zum Zeitpunkt unserer Abholung in der Choiceline nur noch 3 Midsize-SUVs vorhanden, wovon bei einem der Schlüssel fehlte.
Also sind wir direkt zum Mitarbeiter von Alamo und haben nachgefragt, ob vielleicht noch irgendwo ein RAV4 herumsteht. Dem war leider nicht so.

Man bot uns direkt ein kostenloses Upgrade an, doch auch in der Standard-SUV-Reihe war es bereits stark ausgedünnt. Es standen noch 2 Chevrolet Equinox und ein Volkswagen Atlas.
Irgendwie war es an dem Tag mit den SUVs ein bisschen verhext. Hätten wir weiter verhandelt, hätten wir bestimmt auch noch ein Upgrade auf einen der Fullsize-SUVs bekommen. Wir entschieden uns dann aber, den VW Atlas zu nehmen, weil wir nach einem langen Flug endlich ins Hotel wollten.

8. Ausfahrt vom Flughafengelände & ins Hotel

Es war etwa 18 Uhr, als wir das Flughafengelände mit unserem Mietwagen verließen, und die Sonne stand bereits tief. Nach einem langen Flug sollte man es mit dem Mietwagen ruhig angehen lassen, denn die breiten Straßen mit vielen Fahrstreifen sind in dem Moment erstmal etwas gewöhnungsbedürftig.
Wir empfehlen, nach einer langen Anreise nicht mehr weit zu fahren, auch wenn man natürlich schnell vorankommen möchte.
Wir entschieden uns daher bewusst dafür, zunächst eine Nacht in Las Vegas zu verbringen, und wählten dazu das Ahern Hotel* im Norden des Strips: 8,9 bei booking.com, ab ca. 100 € pro Nacht.
Das Hotel hat kein Casino, was es für uns zu einem entspannten Ort für die erste Nacht machte, um ein paar Stunden zu schlafen:
9. Next Stop: Yellowstone!

Bis in den Yellowstone Nationalpark legten wir 3 Zwischenstopps ein: den ersten in Parowan, nahe dem Cedar Breaks National Monument, den zweiten in Salt in Lake City und den dritten in Victor, nahe dem Grand Teton Nationalpark, den wir in Kombination mit dem Yellowstone Nationalpark sehr empfehlen können.
Weiterführende Beiträge zum Yellowstone NP:
10. Problem: Ölwechsel
Nach etwa 3000 gefahrenen Kilometern benötigte unser VW Atlas einen Ölwechsel. Wir riefen bei der Roadside Assistance von Alamo an, die uns sagte, wir sollten das Auto tauschen. Das wurde auch von unserer Abholstation in Las Vegas bestätigt.
Die nächste Alamo-Station war aber in Rapid City am Regionalflughafen. Ein dortiger Mitarbeiter rief uns sodann zurück, um uns mitzuteilen, dass sie aktuell kein Auto tauschen können, weil sie ausgebucht sind. Wir sollten das Auto zu „Take5 Oil Change“ oder zu „Grease Monkey Oil Change“ bringen. Bei Take5 teilte man uns mit, dass der Vertrag mit Enterprise/Alamo nicht mehr aktiv sei.

Bei Grease Monkey steckte die Anfrage der Werkstatt über 2 Stunden in der Freigabe-Warteschlange bei Enterprise/Alamo. Wir riefen also erneut die Nummer der Roadside Assistance an, versuchten, jemanden bei Alamo in Las Vegas zu erreichen, versuchten, jemanden in Rapid City zu erreichen – und jeder, mit dem wir sprachen, erzählte eine andere Geschichte. Es ginge nicht, sie würden so einen Service nicht anbieten, war dabei die absolute Krönung der lahmen Ausreden einer Call-Center-Mitarbeiterin.
Denn die Anfrage hing ja bereits in der Freigabe-Schleife von Enterprise – wir haben es auf dem PC der Werkstatt gesehen.

Wir hatten nun insgesamt bereits 5–6 Stunden damit verbracht, herauszufinden, was mit dem Auto nun geschehen soll, und riefen noch mal beim Kunden-Support an: Dieser sagte erneut, wir sollen am Regionalflughafen in Rapid City das Auto tauschen, man habe dort einen VW Atlas, den wir übernehmen könnten. Das klang nach einer Lösung und wir fuhren direkt zum Flughafen in Rapid City.

Dort angekommen, wusste NIEMAND von unserer Anfrage und weder der Kundendienst noch die Alamo Station aus Las Vegas hatte sich auch nicht mit ihnen in Verbindung gesetzt. Man sei weiterhin ausgebucht und könne uns kein Auto zum Tausch anbieten.
Wir sprachen mit dem Vorgesetzten, der uns letztlich zu einer kleinen Werkstatt am Stadtrand von Rapid City schickte, wo wir den Ölwechsel durchführen lassen sollten. Die Abrechnung würde direkt mit Alamo/Enterprise erfolgen und die Werkstatt würde so etwas sehr schnell erledigen.
Und DAS funktionierte dann letztlich auch. Wir gaben das Auto kurz ab, konnten uns an Kaffee, Snacks und Popcorn bedienen und 30 Minuten später war das Auto fertig.

Doch bis dahin hatten wir einen kompletten Reisetag vergeudet, nur weil – und wir müssen es so deutlich sagen – der Support von Alamo es nicht gebacken bekommen hat. Ihr merkt vielleicht: Ich bin immer noch stinksauer über diese absolut miese Leistung des Kundendienstes am Telefon.
Unser Rat: Wenn der Mietwagen von Alamo/Enterprise/National einen Ölwechsel braucht oder irgendwas anderes mit dem Auto ist, fahrt direkt zu einer Mietwagenstation (am besten eine kleinere, nicht an einem internationalen Flughafen) und klärt die Sache vor Ort.
Ruft nicht bei der Roadside Assistance und nicht beim Kundendienst an, spart euch diese Zeit und Nerven, und wenn keine Station in der Nähe ist, fahrt das Auto einfach weiter. Der Leiter der Niederlassung sagte zu uns, wir könnten sogar 10.000 Meilen einfach weiterfahren, es würde nichts passieren.
Hinweis: Es wäre auch möglich gewesen, den Ölwechsel selbst zu bezahlen und später von Alamo eine Erstattung anzufordern. Die Mitarbeiter der Werkstätten, bei denen wir waren, rieten uns jedoch davon ab, weil es ihrer Erfahrung nach hier immer wieder zu Problemen seitens Enterprise/Alamo käme, dass Kunden die Erstattung nicht erhalten würden. Das können wir, mangels eigener Erfahrung, weder bestätigen noch widerlegen.
Wir haben jedenfalls hieraus gelernt, dass wir uns beim nächsten Mal nicht ganz so sehr um den technischen Zustand des Autos kümmern werden und, wenn etwas ist, direkt zu einer Alamo-Station fahren werden. Telefon bringt hier u. E. rein gar nichts.
Unser Fazit zum Mietwagen von Alamo in Las Vegas
Das Thema Mietwagen in den USA ist immer wieder Gegenstand großer Diskussionen erfahrener USA‑Reisender. Auch wir, die wir regelmäßig Autos im Ausland mieten, kommen dabei jedes Mal zu der Erkenntnis, dass
a) es sich nicht lohnt, billig zu mieten und dafür vielleicht ein schlechtes Auto zu bekommen (wir waren mit dem Auto im Großen und Ganzen sehr zufrieden),
b) es immer besser ist, eine Nummer größer zu buchen, als man vielleicht denkt, dass es notwendig wäre,
c) man einige Wochen/Monate vor dem Urlaub anfangen sollte, das beste Angebot rauszusuchen.
Denn auch dieses Mal war bei uns so, dass wir mehrfach neu buchen mussten, weil die Preise für die Mietwagen in Las Vegas so stark schwanken – und zwar nicht nur aufgrund des Wechselkurses. Nachdem Check24 für uns als Vergleichsportal raus war, weil man hier meist „über mehrere Ecken“ bucht und somit bei Problemen mit der Buchung immer erst an einen der Vermittler herantreten muss, anstatt an die Mietwagenfirma, war USA to Go* mit seinem „Preis-Check“-Button, Mietwagenrabatt und Buchung direkt bei Alamo für uns die beste Lösung, regelmäßig und schnell die aktuellen Preise bei Alamo zu prüfen.
Sodann haben wir noch kurz bei DiscoverCars* geprüft, ob die Preise dort vielleicht noch mal günstiger sind, und sind letztlich bei unserer dritten Buchung bei Alamo über USA to Go* geblieben, mit einem doch recht guten Durchschnittspreis von rund 34–35 € pro Tag (nach Wechselkursschwankungen).
Tipp: Bei USA to Go* kostenfrei ein Konto anlegen, dann sind die Daten der letzten Mietwagensuche jedes Mal nach dem Einloggen gespeichert und man kann direkt auf „Preis-Check“ klicken.
Für uns hat sich, hier in Las Vegas, wieder mal bestätigt, dass Alamo für uns immer noch der beste Mietwagenanbieter für eine USA‑Reise ist – auch wenn es nicht immer der „billigste Anbieter“ ist und auch, wenn der Support am Telefon dieses Mal wirklich hätte besser sein können. Aber: Die Choiceline, schnelle Upgrades und das Verhalten der Mitarbeiter vor Ort an den Stationen sind unserer langjährigen Erfahrung nach immer noch absolut top!
Weitere Informationen, Tipps & Erfahrungen für die USA-Reise
Auf unserer Webseite findest du weitere nützliche Informationen für deine Reiseplanung und Vorbereitung, sowie unsere Tipps für die schönsten Orte in den USA, Rundreise, Mietwagen-Tipps und unsere persönlichen USA-Reiseerfahrungen:




