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Job Kündigen um zu reisen, Sabbatical oder unbezahlter Urlaub

Für den Wunsch vom Reisen Job kündigen, Sabbatical oder unbezahlten Urlaub nehmen?

Am Anfang der Idee einer Langzeitreise oder einer Weltreise stellt sich die Frage, wie man sich so viel Zeit nehmen kann.

Sofern Du berufstätig bist und nicht glücklicherweise einen Beruf ausübst, welchen Du von jedem Ort der Welt ausüben kannst, stehen dir grundsätzlich drei Möglichkeiten zur Verfügung:

Wir werden uns im Folgenden diese drei Möglichkeiten genauer ansehen, sodass dir eine Entscheidung vielleicht etwas leichter fällt.

Auszeit nehmen für die Weltreise: Kündigen, Sabbatical oder unbezahlter Urlaub?

Job Kündigen um zu reisen
– Sabbatical oder unbezahlter Urlaub?

Reisen nach der Schule oder Uni

Wenn Du gerade frisch die Schule oder Uni abgeschlossen hast, und dich für das Reisen entscheidest, dann stellt sich dir diese Frage natürlich erstmal nicht. Dein Berufseinstieg verschiebt sich einfach eine Weile nach hinten.

Denn ganz ehrlich: Diese Zeit, in welcher Du noch eher wenige Verpflichtungen hast, kommt nie wieder. Wir selbst sind beide nach der Schule (leider) direkt in Arbeit und Uni eingestiegen und würden es heute definitiv anders machen!

Also lass dir von niemanden etwas über „Lücken im Lebenslauf“ erzählen.

Unserer Erfahrung nach interessiert das heute keinen mehr. Im Gegenteil: Der Kandidat mit dem lückenlosen Lebenslauf hat meist ganz andere Probleme. Und das wissen Personaler ganz genau.

„Ursprünglich bezeichnet das Sabbatjahr ein göttliches Gebot, welches in der Tora beschrieben wurde. Es ist das letzte Jahr in einer Reihe von sieben Jahren, danach sollen Sklaven freigelassen werden und Äcker und Weinberge sollen brachliegen. Der Wortursprung aus dem Hebräischen šabat bedeutet innehalten.

Im übertragenen, neuzeitlichen Sinn bezeichnet Sabbatjahr, englisch Sabbatical, eine drei- bis zwölf-monatige – oder auch längere – Auszeit vom Job oder auch ein Arbeitszeitmodell zum Beispiel mit Teilzeitarbeit.“
Sabbatjahr.org

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Sabbatjahr im öffentlichen Dienst

Der öffentliche Dienst gilt im Allgemeinen als wenig innovativ. Umso schöner ist es zu sehen, dass es für Angestellte und Beamte dieses Bereichs teilweise bereits konkrete Möglichkeiten gibt, ein Sabbatjahr / Sabbatical einzulegen.

Diese sehen zwar in jedem Bundesland etwas anders aus, haben aber grundsätzlich gemein, dass sie weit im Voraus geplant werden. Es gibt eine Ansparphase, in welcher Geld und / oder Arbeitszeit angespart werden, und eine Ruhephase, also die tatsächliche Auszeit von Schreibtisch. In manchen Bundesländern gibt es leider noch keine Möglichkeit für ein Sabbatjahr.

Die am häufigsten gewählte Variante ist eine meist einjährige Freistellung vom Dienst nach einer gewissen Zeit der Ansparphase. Grundsätzlich gilt für Beamte, dass sie rechtzeitig den entsprechenden Antrag auf ein Sabbatjahr bei ihrem Dienstherrn stellen sollten.

Auch Teilzeitbeschäftigte können ein Sabbatjahr anstreben. Hier wird allerdings eine entsprechend längere Ansparphase nötig sein.

In den meisten Fällen wird ein Teil des Gehalts über einige Jahre durch den Arbeitgeber „beiseitegelegt“, welcher während des Sabbaticals monatlich ausbezahlt wird. Die konkrete Ausgestaltung ist sehr individuell.

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Sabbatjahr in der Privatwirtschaft

Das Sabbatjahr in der Privatwirtschaft ist im Wesentlichen eine Vereinbarung zwischen dir und dem Unternehmen, für welches Du tätig bist.

Die Ausgestaltung orientiert sich oftmals an vertraglichen Regelungen, ist aber nicht zwingend daran gebunden.

Es gilt – wie überall im Privatrecht – die Vertragsfreiheit.

Eignet sich ein Sabbatical für eine Weltreise?

Unsere Einschätzung zu dieser Frage ist, dass es auf jeden Fall nett ist, während der Weltreise ein gewisses Einkommen zu haben, und sich darum erstmal keine Sorgen machen zu müssen.

Auf der anderen Seite ist es gleichwohl so, dass du im Wissen aufbrichst: „Egal wo mich meine Reise hinführt, am Tag X muss ich wieder am Schreibtisch in Y-Stadt sitzen.“

Uns persönlich würde diese Perspektive die Reiselust ein wenig dämpfen.

Insgesamt begrüßen wir die Öffnung des Arbeitsmarktes für solche Möglichkeiten. Sowas gehört einfach dazu, wenn man ein moderner Arbeitgeber oder Unternehmen sein möchte.

Sehr hilfreiche Infos rund um das Sabbatjahr findest du auf Sabbatjahr.org.

Unbezahlter Urlaub / Freistellung um zu reisen

Neben dem Sabbatjahr gibt es, wenn Du während deiner Reise deinen Job behalten möchtest, die Möglichkeit, unbezahlten Urlaub zu nehmen.

Dies ist in der Privatwirtschaft natürlich eine Sache der Absprache zwischen dir und dem Unternehmen, für welches Du tätig bist.

Im öffentlichen Dienst und vor allem bei den Beamten ist es mit dem unbezahlten Urlaub gar nicht so einfach. Denn dieser ist mit bestimmten Voraussetzungen versehen, die gesetzlich geregelt sind.

In manchen Bundesländern ist es z.B. für Beamte sehr schwer eine so lange Zeit unbezahlten Urlaub zu erhalten.

In den meisten gesetzlichen Regelungen findet sich zum Beispiel der Passus: „… sofern dienstliche Gründe nicht entgegenstehen.“

Da im öffentlichen Dienst akute und andauernde Personalknappheit herrscht, stehen hier unserer Erfahrung nach recht schnell „dienstliche Gründe“ der Freistellung ohne Gehalt im Wege.

Eignet sich der unbezahlte Urlaub
oder die Freistellung für eine Weltreise?

Der wohl größte Pluspunkt einer unbezahlten Freistellung von der Arbeit ist, dass sie recht kurzfristig erfolgen kann, sofern dem nicht betriebliche oder dienstliche Gründe entgegenstehen.

In der Praxis funktioniert das leider vielen Berichten zufolge nicht ganz so gut.

Außerdem würdest Du während des unbezahlten Urlaubs, wie der Name schon sagt, kein Gehalt bekommen und wärst somit auf deine Ersparnisse angewiesen.

Du hättest allerdings auch eine gewisse Sicherheit dadurch, dass bei Rückkehr dein Arbeitsverhältnis ja noch besteht und Du nicht arbeitslos und ohne Einkommen dastehst.

Sollte dieser Weg für dich in Frage kommen, sprich am besten mit deiner Personalabteilung über deine Wünsche.

Irgendwie ist das alles nicht so wirklich befriedigend, oder?

Schon gar nicht, wenn du deine Weltreise als eine Art Neustart betrachtest und eigentlich viel mehr dahintersteckt, als nur die Lust am Reisen.

Kommen wir daher nun zu dem – wie wir finden – Königsweg des Weltenbummelns:

Den Job kündigen, um zu reisen

Vorab: Du merkst vielleicht schon jetzt, dass wir das für eine SUPER IDEE halten.

Doch jetzt mal Realtalk:

Das ist das Dümmste, was du machen kannst! Du gibst deinen Job, dein festes Gehalt, deine Sicherheit und deine Wohnung auf, hast eine riesige Lücke im Lebenslauf und bist verbrannt für den Arbeitsmarkt. Dann hast Du irgendwann kein Geld mehr und landest arbeitslos in der Gosse!

Na? Angst bekommen?
Gut so!

Denn dann darfst Du jetzt anfangen dir Gedanken darüber zu machen, wie Du genau das vermeidest.

Was brauchst Du?

Ein paar gute Ideen, ein bisschen was von einem guten Plan, Durchhaltevermögen, Tatkraft, eine Vision & Menschen um dich herum, die dir Mut machen, dass du es schaffen kannst!

Und vielleicht auch den einen oder anderen Tipp, den wir hier auf unserem Blog für dich bereithalten.

Denn genau das haben wir getan und für dich aufgeschrieben, damit Du nicht die gleichen Anfängerfehler machen musst wie wir. Reicht ja auch, wenn einer von uns die Extra-Meile gegangen ist.

Die Nachteile der Strategie „Kündigen und auf Reisen gehen“ sollten wir ebenfalls beleuchten.

  • Du hast keinen festen Job während deiner Reise,
  • Wahrscheinlich wirst Du dich selbst um eine Krankenversicherung kümmern müssen,
  • Wenn Du wieder nach Deutschland kommst, gibt es eine Menge für dich zu organisieren.

Die größten Vorteile und Chancen:

  • Dort, wo nun eine Lücke ist, ist Raum für Neues: Gibt es etwas, was Du schon immer machen wolltest? Vielleicht ein Buch schreiben oder Freiwilligenarbeit leisten?
  • Es gibt theoretisch keine zeitliche Befristung, keinen Tag X, an welchem Du wieder an deinem alten Schreibtisch sitzen musst.
  • Du kannst die Zeit deiner Reise nutzen, um dir eine Selbstständigkeit aufzubauen.
  • Während deiner Reise wirst Du auf neue Ideen kommen, was Du in deinem Leben gerne noch alles umsetzen möchtest, und vielleicht noch viel mehr.

Selbstverständlich wirst Du dich vorher um vieles kümmern müssen.

Sparen, vielleicht deinen Hausstand auflösen, Verträge kündigen, dir eine Auslands-Krankenversicherung zulegen und noch so einiges mehr.

Das ist viel Arbeit, ohne Zweifel.

Aber weißt du was? Du bist mit all dem nicht allein!

Auf unserem Blog findest du jede Menge Anregungen, Tipps und Tricks, wie Du es schaffen kannst!

Schaue dazu einfach in unserem Weltreise FAQ und der Weltreise Checkliste vorbei!

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Unser Fazit: Job kündigen um zu reisen

Ob Du nun für deine Weltreise deinen Job kündigen, ein Sabbatical oder unbezahlten Urlaub nehmen solltest, können wir dir natürlich nicht beantworten.

Wir haben die drei Möglichkeiten hier auch nicht erschöpfend besprochen, da es letztlich sehr auf deine persönliche Situation und Pläne ankommt.

Unser Tipp:

Verschaffe dir einen Überblick über deinen Ist-Zustand:

Wie sieht dein Leben in all seinen Bereichen aus?

Stellt es dich grundsätzlich zufrieden?

Dann tendierst Du vielleicht eher in Richtung Sabbatjahr.

Bist Du nicht zufrieden, mit dem was Du siehst, geht dein Gefühl wahrscheinlich eher in Richtung Kündigung.

Falls Du noch sehr mit dir am hadern bist, schaue gerne auch in unserem Beitrag Weltreisevorbereitung Mental vorbei.

Dort geben wir dir Anregungen zu den häufigsten mentalen Stolperfallen, die auftreten können, wenn Du dich mit dieser Frage auseinandersetzt.

Doch eins noch: Es verändert sich nichts, solange Du nichts veränderst!

Du spielst mit dem Gedanken zu kündigen, ein Sabbatical einzulegen, unbezahlten Urlaub zu nehmen oder hast genau das schon mal gemacht?
Dann lass uns gerne einen Kommentar mit deinen Gedanken und deiner Geschichte hier!

Dieser Beitrag ist Teil unserer Artikelserie

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