Essen & Trinken in Japan: Unsere Erfahrungen mit Sushi & Co.
In diesem Beitrag nehmen wir dich mit in die Küchen und Restaurants von Japan! Wir zeigen dir, welche Gerichte typisch sind, welche Erfahrungen wir in Japan mit Sushi & Co. gemacht haben, welche Speisen wir mittlerweile lieber meiden und welche Tischmanieren man beachten sollte.
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Beliebte Gerichte in Japan & was wir von ihnen halten
Was Essen & Trinken angeht, kann man in Japan wahre Freuden erleben! Das Essen ist so gut, dass du nicht der oder die Erste wärst, der/die während der Japanreise ein paar Kilo zulegt. Also dann, auf in die kulinarische Vielfalt Japans & die passenden Tischmanieren!
Sushi, Seeigel & andere Meeresfrüchte
Japan ist berühmt für seine Sushi-Kultur. Probiere verschiedene Arten von frischem Sushi, wie Nigiri (roher Fisch auf Reis), Maki (Sushi-Rollen) und Sashimi (roher Fisch mit oder ohne Reis).
Du wirst eine erstaunliche Vielfalt an frischem Fisch genießen können – wenn du ihn denn magst. Beachte: Sushi in Japan ist mehr Fisch als Reis, was durchaus gewöhnungsbedürftig sein kann.
Als besondere Spezialität gilt in Japan auch der Seeigel. Besonders in der feineren Gastronomie Japans ist diese Meeresfrucht häufig anzutreffen.
Er schmeckt sehr salzig und sehr fischig. Wir selbst haben diese Spezialität nur ein Mal probiert und uns danach davon ferngehalten.
Tipp: Selbst das Sushi aus den Convenience-Stores wie Family Mart oder Lawson ist von sehr guter Qualität. Unser Favorit sind die Thunfisch-Mayo-Onigiri mit braunem Reis von Family Mart 😁.
Wer Sushi und Fisch nur „halbwegs“ mag, sollte nicht in ein traditionelles Sushi-Restaurant gehen, in dem der Sushi-Meister das Sushi vor den Augen der Gäste zubereitet und somit auch die Reaktionen der Gäste mitbekommt. Warum, erfährst du hier.
Suppen & Ramen
Ramen ist eine herzhafte Nudelsuppe und ein wahrer Genuss in Japan. Es gibt verschiedene Arten von Ramen, die in regionalen Stilen zubereitet werden. Probiere Shoyu Ramen (Sojasauce-Basis), Miso Ramen (Miso-Basis) oder Tonkotsu Ramen (Schweineknochenbrühe) für verschiedene Geschmackserlebnisse.
Daneben gibt es viele verschiedene Arten von Suppen, wie etwa frittierten Weich-Tofu in Zwiebelsuppe, als lokale Spezialität, die wir in Osaka bei einer sehr beliebten Food-Tour* serviert bekamen.
In Tokyo fanden wir kurz nach der Feierabendzeit einen Ramen-Laden, der mehr eine Art Freiluft-Garküche war. Mit Trennwänden zwischen den einzelnen Sitzplätzen an der Theke, wie es sich für die japanische Privatsphäre beim Essen gehört. Das Lokal und weitere Informationen findest du in unserem Beitrag zu Shinjuku.
Tempura
Tempura sind frittierte Meeresfrüchte, Gemüse oder andere Zutaten, die in einem leichten Teigmantel serviert werden. Und ja, eigentlich heißt Tempura nichts anderes als „frittiert“.
Besonders Garnelen, Muscheln und Gemüse werden in den Izakayas gerne als Tempura serviert. Wenn du mit der japanischen Küche noch nicht ganz warm geworden bist, ist Tempura ein guter Einstieg.
Okonomiyaki
Okonomiyaki ist eine Art japanischer Pfannkuchen, der oft mit Kohl, Fleisch, Meeresfrüchten und anderem Gemüse zubereitet wird. Es wird normalerweise auf einer heißen Platte direkt am Tisch gebacken und mit einer speziellen Soße und Mayonnaise serviert.
Yakitori
Yakitori sind gegrillte Hühnerspieße, die in vielen japanischen Izakayas (Gaststätten) und an Straßenständen zu finden sind.
Takoyaki
Takoyaki sind kleine Bällchen aus Pfannkuchenteig, die mit Stückchen Oktopus gefüllt sind. Sie werden normalerweise mit Okonomiyaki-Soße, Mayonnaise, Bonitoflocken und Algenblattflocken serviert.
Als wir in Toyooka auf ein Dorffest eingeladen wurden, gab es dort einen Stand mit diesen Tintenfischbällchen. Leider hatten diese wohl schon eine längere Weile in der 30°C warmen Nachmittagssonne gelegen und bekamen uns nicht besonders gut. Seitdem sind wir von Takoyaki etwas abgekommen.
Unser Tipp: Immer frische Takoyaki essen, etwa direkt von so einem Stand in der Innenstadt von Osaka.
Gyoza
Gyoza sind japanische Teigtaschen, die mit einer Mischung aus Hackfleisch und Gemüse gefüllt sind und dann gedämpft oder gebraten werden. Sie sind in Japan und auch international beliebt. Man erkennt Gyoza-Stände an der hölzernen Dampfgar-Gefäßen, die wie geflochtene Körbe aussehen.
Kaiseki-Menüs
Kaiseki ist eine traditionelle japanische Mehr-Gänge-Mahlzeit, die oft in gehobenen Restaurants serviert wird. Es ist eine exquisite und kunstvolle kulinarische Erfahrung, bei der saisonale Zutaten und regionale Spezialitäten betont werden. Besonders, wenn du in einem Ryokan übernchtest, wird oftmals am Abend ein Kaiseki-Menü angeboten.
Matcha-Tee
Probiere den japanischen grünen Tee, Matcha, der in zeremonieller Form oder als Matcha-Latte, Eiscreme und Desserts zubereitet wird.
Eine ganz besondere Erfahrung war für uns eine moderne Teezeremonie in Kyoto*, nach der wir uns fühlten, wie nach einer kurzen Meditation.
Melonpan und Gebäckstücke
Japan ist für seine kreativen und leckeren Süßigkeiten und Gebäcke bekannt. Probiere unbedingt das Melonenbrot (Melonpan), Taiyaki (fischförmige Waffeln) und andere Gebäcke, die du auf den Straßen oder in Bäckereien findest.
Besonders das Melonpan hat es uns angetan. Man findet es in jedem Convenience-Store oder Supermarkt und es ist perfekt als Snack am Nachmittag.
Tischmanieren, die man kennen sollte
Ja, auch in Japan gibt es einige spezielle Sitten und Gebräuche beim Essen, die es zu beachten gilt, um sich respektvoll und angemessen zu verhalten. Die japanische Esskultur ist tief verwurzelt und hat eine lange Tradition. Daher ist es wichtig, einige Grundregeln zu kennen, um kulturelle Missverständnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen und den Koch nicht zu verärgern (was wir natürlich auch schon geschafft haben – dazu gleich mehr 😁). Besonders als Gast in einem japanischen Haushalt solltest du versuchen, dich an die japanischen Höflichkeitsregeln zu halten.
Tipps zur japanischen Esskultur
Während wir einen mehrwöchigen Housesit in Japan hatten, lernten wir sehr viel über die japanische Esskultur und die traditionellen Tischmanieren. Von Touristen wird nicht erwartet, dass sie alle Bräuche & Manieren kennen. Doch Japaner fühlen sich schnell unwohl, wenn andere die einfachsten „japanischen Manieren“ nicht beachten.
Guten Appetit wünschen: Bevor du mit dem Essen beginnst, ist es üblich, „Itadakimasu“ zu sagen, was so viel bedeutet wie „Ich empfange (dieses Essen)“ oder „Danke für das Essen“.
Nach dem Essen kannst du „Gochisousama deshita“ sagen, um deinen Dank für das Essen auszudrücken.
Tipp: Auch wenn in lockerer Runde angestoßen wird, mit Bier oder Sake, schaut man sich in Japan nicht in die Augen. Das empfinden viele Japaner als aufdringlich, bedrängend und sehr unangenehm. Das deutsch-stoische „Man müsse sich beim Prosten in die Augen sehen“ ist hier absolut fehl am Platz.
Ess-Stäbchen
Die meisten Mahlzeiten in Japan werden mit Stäbchen gegessen.
Einige Tipps im Umgang mit Stäbchen:
- Stecke sie nicht senkrecht in eine Schüssel Reis, da dies an eine Beerdigungszeremonie erinnert.
- Überreiche keine Speisen direkt von Stäbchen zu Stäbchen, da dies ebenfalls mit einer Beerdigung in Verbindung gebracht wird.
- Nicht mit den Stäbchen spielen, auf den Tisch klopfen, damit trommeln oder in die Luft werfen.
- Mit Stäbchen, die schon den Mund berührt haben, sollte kein gemeinschaftliches Essen berührt werden.
- Schüsseln mit den Stäbchen zu dir heranzuziehen, solltest du vermeiden, da dies mit Habgier in Verbindung gebracht wird.
Suppe essen in Japan
Wenn du Suppe isst, trinke sie direkt aus der Schüssel und schiebe die Nudeln mit den Stäbchen zum Mund. Schlürfen ist beim Suppeessen erlaubt und sogar erwünscht.
Gläser nicht selbst nachschenken
Wenn du zu Gast bist, wird dir dein Gastgeber stets von sich aus Getränke nachfüllen. Ist dein Glas leer, wird dein Gastgeber wieder nachschenken. Wenn du nichts mehr trinken möchtest, lasse das Glas halb voll stehen. Also Vorsicht: Wenn du nichts mehr trinken möchtest, dann trinke dein Glas nicht leer. Sonst ist das eine Endlosschleife und du bekommst immer wieder nachgeschenkt. Besonders bei alkoholischen Getränken sollte man das im Hinterkopf behalten.
Essen auf Reisblättern
In einigen traditionellen Restaurants werden bestimmte Gerichte auf Reisblättern serviert. Du kannst das Essen vom Blatt nehmen und dann das Blatt zum Mund führen, um eventuelle Tropfen aufzufangen.
Lautes Essen & Trinken in Japan
Vermeide es, laut zu schlürfen oder zu schmatzen, auch wenn es in manchen Kulturen als Kompliment für den Koch angesehen wird. In Japan gilt es als unhöflich, da es deine Tischnachbarn belästigen könnte. Die Ausnahme bildet Suppe.
Sushi-Etikette in Japan
Wenn du Sushi isst, tauche den Fischteil, nicht den Reis, in die Sojasoße. Iss Sushi am besten komplett in einem Bissen. Verwende auch keine zu große Menge Wasabi in der Sojasoße, da der Sushi-Koch oft bereits die richtige Menge auf das Sushi gelegt hat.
Wir haben es tatsächlich mal geschafft, einen Sushi-Meister in Tokyo zu beleidigen: Chris konnte nach einem Makrelen-Sushi keinen einzigen Bissen Fisch mehr essen. Der Geschmack war einfach zu intensiv. Als dann der Tintenfisch kam, war es vorbei. Chris musste sogar zur Toilette gehen, um sein Sushi loszuwerden, da es keine Servietten gab 😁. Der Sushi-Meister war sichtlich pikiert darüber.
Das Schlimmste daran: Es handelte sich um einen Videodreh für ein Youtube-Video einer japanischen Marketing-Agentur. Das Video wurde bis heute nicht veröffentlicht. 😅
So leicht schafft man es in Japan, einen internationalen Sushi-Meister zu verärgern und zwei Japanerinnen in große Verlegenheit zu bringen. Alles nur, weil man die Menge an rohem Fisch unterschätzt hat.
Trinkgeld in Japan
In Japan ist es unüblich, Trinkgeld zu geben. Der Service ist normalerweise in der Rechnung enthalten, und Trinkgeld kann als unhöflich empfunden werden.
Indem du diese Sitten und Gebräuche respektierst, kannst du die japanische Esskultur voll und ganz genießen und einen positiven Eindruck hinterlassen. Die Japaner schätzen es sehr, wenn ausländische Besucher sich bemühen, ihre Traditionen zu respektieren und zu verstehen. Erkundige dich außerdem vor deiner Japanreise, wie man in Japan am besten bezahlt.
Food-City Osaka
Osaka gilt als die Hauptstadt für Essen & Trinken in Japan! Du findest vor Ort eine riesige Bandbreite an traditionellen sowie modernen japanischen Speisen, die es sich sehr lohnt zu probieren.
Wenn du, wie wir bei unserem ersten Besuch auch, nur kurze Zeit in Osaka bist, lohnt es sich, an einer der beliebten Food-Touren* durch die Stadt teilzunehmen.
Auf einer solchen Tour erhältst du Einblicke in die japanische Esskultur, die dir sonst verborgen bleiben würden. Außerdem sparst du dir das lange Suchen nach den besten Restaurants und erlebst die Vielfalt der japanischen Küche ganz nah. Noch tiefer in die japanische Küche kannst du bei einem Kochkurs eintauchen, von denen sehr viele in Osaka angeboten werden.
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Unser Tipp: Gehe in Osaka gezielt in japanische Restaurants, in denen wenige Touristen sind.
Dort kannst du besonders in den Stunden nach Feierabend die japanische After-Work-Mentalität beobachten. Denn viele Japanerinnen und Japaner gehen nach der Arbeit direkt etwas essen und ein Bier trinken. Hierbei kommst du manchmal sogar in ein Gespräch mit deinem Sitznachbarn, sofern ihr sprachlich auf einer Wellenlänge seid.
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Weitere Tipps für deine Japanreise
Neben den kulinarischen Erlebnissen erwarten dich in Japan viele Dinge, die man so in Europa niemals antreffen würde. Etwa die sehr besonderen Regeln in Japan, an die man sich auch als Tourist versuchen sollte zu halten: Regeln in Japan: Diese Verhaltensregeln solltest du kennen.
Auf unserer Webseite findest du viele weitere Informationen, Tipps und unsere Erfahrungen, die du für deine Reise nach Japan nutzen kannst.
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