Thermalquellen von Permet: Infos & Erfahrungen zu Besuch & Baden
Die Thermalquellen von Permet sind mittlerweile eine ziemlich beliebte Sehenswürdigkeit in Albanien geworden. Einst waren sie eher ein gut gehüteter Geheimtipp, den vor allem die Einheimischen der umliegenden Orte kannten. Doch mit Social Media und dem aktuellen Hype um das Trendreiseziel Albanien, hat sich der Ort bereits stark verändert.
Ein großes Bauprojekt hat 2025 hier Einzug gehalten, die Thermalbecken werden ausgebaut, neue Becken errichtet, Parkplätze, Stellplätze für Wohnmobile und eine umfassende, touristische Infrastruktur sind hier geplant.
👉 In diesem Beitrag nehmen wir dich mit zu den heißen Quellen von Permet, zeigen dir, was dich vor Ort erwartet, und ob sich der Besuch wirklich lohnt.
Spoiler: Eigentlich müssten sie „warme Quellen“ heißen. Denn heiß ist das Wasser mit rund 25°C nicht wirklich, sondern eher lauwarm. Und auch sonst könnte der Besuch der Quellen von Permet für einige, die bereits andere heiße Quellen erlebt haben, ein bisschen enttäuschend werden. Doch dazu kommen wir noch, im Laufe dieses Artikels.
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Die heißen Quellen auf einen Blick
Alle Details, Infos und unsere persönlichen Erfahrungen vor Ort findest du ausführlich
in diesem Beitrag.
Anfahrt zu den Quellen
Von Permet Stadt kommend fährt man am besten die SH75 Landstraße bis kurz vor den Ortseingang von Petran, einer kleinen Siedlung mit zwei Restaurants. Dort biegt man links auf eine schmale Straße ab, die „Rruga e Benjes“, und folgt dieser immer geradeaus. Die Straße ist teilweise in nicht besonders gutem Zustand, also sollte man auf Schlaglöcher achten.
Auffällig war für uns, dass die Anwohner der kleinen Siedlung, durch die die Straße zu den Quellen führt, nicht besonders begeistert schienen. Auf unser Winken bekamen wir nur etwas böse Blicke.
Verständlicherweise. Denn seit die Thermalquellen zu großer Bekanntheit gelangten, hat sich der Verkehr wohl erheblich gesteigert. Man sollte, auch deshalb, hier langsam fahren.
Parkplatz, Parkgebühren & Eintritt
Angekommen am Areal der Thermalquellen begegnet uns ein großer Parkplatz. Um genau zu sein, sind es sogar mehrere. Einige Wohnmobile stehen dort ebenfalls, scheinbar kann man hier auch über Nacht stehen.
Es dauert nicht lange, bis die erste Person an unsere Fensterscheibe klopft und mit den Fingern eine „2“ deutet. 2 € möchte die Dame von uns fürs Parken. Wir bezahlen natürlich nicht in Euro, sondern geben 200 Lek.
Wenig später bemerkten wir, dass die Dame, der wir die 200 Lek gaben, wohl eher nicht offiziell für den Parkplatz verantwortlich war. Wir sehen auch hier: Der Tourismus bringt nicht nur das Gute im Land zum Vorschein. Bei unserem letzten Besuch Ende 2025 kostete der Zutritt noch keinen Eintritt. Das kann sich aber mit der Fertigstellung der touristischen Infrastruktur schnell ändern. Das Kassenhäuschen wurde schon mal, vor allem anderem, fertiggestellt: Vom Parkplatz läuft man etwa 10 Minuten bis zu den Thermalbecken. Bereits hier schlägt uns der Geruch von faulen Eiern entgegen. Denn die warmen Quellen von Permet sind schwefelhaltig. Als wir vor Ort waren, gab es insgesamt drei verschiedene Becken, weitere sind in Planung. Das Wasser ist zwischen 25°C und 27°C warm, also eher ein lauwarmes Badevergnügen als ein heißes Schwefelbad. Wer also schon mal in anderen Ländern in Thermalquellen gebadet hat, etwa in Japan oder in Thailand, könnte vom Gesamterlebnis etwas enttäuscht sein. Das älteste der Becken ist außerdem ziemlich stark mit Algen bewachsen, was besonders den Beckenrand rutschig macht. Hier ist also Vorsicht geboten. Das unserer Meinung nach schönste Becken befindet sich am Fuße der Steinbrücke: ein kleiner Pool, aus dem das Thermalwasser wie ein kleiner Wasserfall herausfließt: Wäre die imposante Steinbrücke nicht, wäre der Ort für uns eher ein Flopp. Doch die Brücke Ure e Katiut macht den Ort tatsächlich zu etwas Besonderem und verleiht dem Canyon, dem Fluss Langarica und der gesamten Szenerie das gewisse Etwas. Die Ura e Katiut, auch Ura e Kadiut geschrieben, ist eine historische Steinbogenbrücke aus osmanischer Zeit. Sie stellt gewissermaßen „das Tor zu den Quellen“ dar, da man sie überqueren muss, um zu den Hauptquellen und Becken zu gelangen. Heute ist sie natürlich auch das beliebteste Fotomotiv, das dem Ort sein besonderes Erscheinungsbild gibt. Wer möchte und wasserfeste Schuhe anhat, kann in den Zeiten, in denen der Fluss wenig Wasser führt (meist nach dem Hochsommer), im Canyon wandern. Wenn der Fluss viel Wasser führt, gibt es die Möglichkeit, sich über schmale Trampelpfade entlang der Canyonkanten einer etwa zweistündigen Wanderung zu widmen: Hierbei sollte man sehr gut aufpassen, denn die Wege sind vollständig ungesichert und die Abbruchkanten oft nicht klar erkennbar, da sie mit Büschen überwachsen sind. Zuletzt geprüft am 25.04.2026, Empfehlungslink Beginnen wir mit dem, was uns wirklich gut gefallen hat: Wenn an den Thermalbecken nicht ganz so viel los ist, das Wetter schön ist und vielleicht noch ein paar dramatische Wolken am Himmel stehen, dann ergibt sich eine wunderbare Szene aus Steinbrücke, Fluss und Thermalbecken. Auch zum Entspannen im Wasser fanden wir hier Ende Oktober ausreichend Platz und Ruhe. Wenn der Touristenstrom jedoch stärker ist, etwa im Sommer, dann könnte das Erlebnis durchaus nicht jedem gefallen. Denn der Platz in den Becken ist natürlich begrenzt. Auch das große Bauprojekt vor Ort ist aktuell eher ein Stimmungskiller. Was das angeht, bleibt also abzuwarten, wie sich die Thermalquellen in den kommenden Monaten noch verändern werden. Unseren Informationen nach sollen hier nach und nach weiter Becken entstehen, ebenso Tische und Toilettenhäuschen. Letzteres wäre sehr zu begrüßen, denn aktuell gibt es vor Ort keine Toiletten. Den Rest kann man sich wohl denken. Für uns ist es, wie an vielen Orten, die zu plötzlicher Bekanntheit gelangen: Die Natur und der Ort selbst sind (noch) wunderschön. Und dann kommt der Tourismus in Fahrt, die Monetarisierung des Ortes wird eingeleitet, und was bleibt, ist leider oftmals nur ein Hauch dessen, was der Ort einst war. Ob das mit den Thermalquellen von Permet auch der Fall sein wird, bleibt bis auf Weiteres abzuwarten. Feststeht für uns jedoch: Wenn man die heißen Quellen von Permet besuchen möchte, dann am besten so schnell wie möglich. Es gibt in Albanien übrigens noch einige andere Orte mit thermalen Quellen, etwa den Ort Peshkopia im Osten des Landes – ein besonders authentischer, albanischer Bade- und Kurort. Im Herbst ist hier „volles Haus“. Wir haben es selbst miterlebt, wie gefühlt das halbe Land nach Peshkopi pilgerte und hier ausgelassene Stimmung herrschte. Unsere Empfehlung: Wir haben im kleinen Ort Petran übernachtet, der sehr nah an den Quellen liegt. Besonders zu den Randzeiten, etwa am Abend, ist an den Badebecken weniger los. Das sollte man nutzen und etwa zum Sonnenuntergang dorthin fahren. Unterkunftstipp: Das Stone House* (9,7 bei booking.com, ab 33 € pro Nacht) im Ort Petran. Wer in Permet-Stadt wohnen möchte, kann mit Funky Boutique Hotel* (9,2 bei booking.com, ab 40 € pro Nacht) nichts falsch machen. Auf unserer Webseite findest du viele weitere Informationen für deinen Urlaub in Albanien. Wir haben das Land ausgiebig bereist und stellen dir unsere Erfahrungen vor. Zum Beispiel: Albaniens Städte, Orte & Sehenswürdigkeiten:

Baden in den Thermalbecken


Die Steinbrücke Ura e Katiut

Wandern im Canyon


Nützliche Tipps für den Besuch
Unser Fazit


Weitere Informationen für deine Reise und deinen Urlaub in Albanien