Elektroauto für Schottland mieten? Wir haben es selbst getestet – Unsere Erfahrungen & Tipps
Während unseres letzten Aufenthalts in Schottland haben wir uns für eine Woche ein Elektroauto am Flughafen Edinburgh gemietet. Denn im Vergleich zu herkömmlichen Mietwägen mit Verbrenner-Motoren war das E-Auto erheblich günstiger zu mieten.
Unsere erste Frage war natürlich: „Mit dem E-Auto in Schottland unterwegs sein? Geht das in der Praxis überhaupt?“
Nach unseren Recherchen stand für uns fest: Wir wollten dem E-Auto in Schottland eine Chance geben und es testen! Denn nicht nur der Preis ist günstiger, man bekommt auch bessere Fahrzeugkategorien für diesen Preis angeboten als bei den Benzinern oder Dieselautos.
In diesem Beitrag schildern wir unsere Erfahrungen mit dem Elektroauto, worauf man bei der Reiseplanung achten muss, wenn man für den Urlaub in Schottland ein Elektroauto mieten will, Ladesäulen, Reichweiten, und in welchen Fällen wir zum herkömmlichen „Verbrenner“ raten würden.
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Alles auf einen Blick
Warum wir ein E-Auto gewählt haben:
Elektro-Mietwägen sind in Schottland oft deutlich günstiger als Verbrenner bei gleichzeitig besseren Fahrzeugkategorien und neueren Fahrzeugen. Unseres hatte gerade mal 7000 Meilen (ca. 11.265 km) gefahren. Für unsere Edinburgh-basierten Tagesausflüge war das ideal. Für große Roadtrips würden wir kein E-Auto empfehlen.
Buchung & Kosten
- Was wir gebucht haben: 7 Tage „Peugeot 3008 oder ähnlich“ bei Avis, über DiscoverCars* für 220 € inkl. Vollversicherung.
- Auf den gängigen Vergleichsportalen sind E-Autos oft erheblich günstiger.
Abholung & Einweisung
- Mitarbeiter wiesen auf schwache Ladeabdeckung im Norden/Westen hin.
- Einweisung wichtig: Ladeanschluss, Start des Ladevorgangs, maximale kW Ladeleistung.
- Ladekabel und Adapter auf Schäden prüfen.
Laden & Ladesäulen
- Charge Place Scotland: App nötig, unterschiedliche Tarife je nach Region, gute Anleitungen an den Säulen. Verschiedene Ladesäulen & kW-Leistung. Kosten an 22 kW Säule, 1 Stunde laden: ca. 10 £
- Pod Point (Tesco): Häufig 7 kW, daher längere Ladezeiten. App erforderlich.
Tipp: Erste 15 Minuten ohne Bestätigung in der App sind gewissermaßen „gratis“. Typische Kosten: ca. 9 £ für 3 Stunden Laden (ca. +30 % Akku). - andere Ladesäulen-Anbieter oft per QR-Code & Google Pay / Apple Pay / Kreditkarte bezahlbar
Verfügbarkeit von Ladesäulen
- Sehr gute Abdeckung rund um Edinburgh, Glasgow, Aberdeen, zentraler Süden.
- Schwach: Highlands, Cairngorms, nördliche Westküste, äußerster Norden, Inseln.
- Karten / Apps (z. B. Charge Place Scotland) zeigen die Unterschiede klar.
Reichweite abhängig von Fahrstil:
- Angezeigte Reichweite sinkt auf Highways schneller als auf Landstraßen.
- Gemütliches Fahren empfohlen.
- Pro kW konnten wir etwa 4,9 bis 5,5 km fahren, gesamt also 360-400 km pro „Tankfüllung“.
Kosten für eine Aufladung:
- Im Durchschnitt zahlten wir pro kWh 45 bis 55 Pence. Der Mietwagen hatte eine Kapazität von 73 kWh.
- Vollladung: 32 und 40 £ (39 bis 48 €).
Wo ein E-Auto sinnvoll ist
- Städtereisen & Tagesausflüge rund um Edinburgh/Glasgow.
- Touren im südlichen und mittleren Schottland, bis max. Höhe Inverness.
- Wenn man Ladezeiten gut einplanen kann und bereits etwas Schottland-Erfahrung hat.
Wo ein E-Auto ungeeignet ist
- NC500, Inseln, nördliche Westküste, Nordküste, Highlands, Cairngorms.
- Erstbesuch in Schottland ohne Routine im Straßenverkehr.
- Roadtrips mit vielen Ortswechseln.
- Wenn man Ladeplanung vermeiden möchte oder nicht gern mit Apps arbeitet.
Unsere Nutzung
- Nur Tagestrips, tägliche Rückkehr nach Edinburgh.
- Laden bei Pod Point, Charge Place Scotland und anderen Anbietern
Unsere wichtigste Empfehlung:
Ein Elektroauto lohnt sich in Schottland vor allem in gut erschlossenen Regionen mit guter Ladesäulenabdeckung und bei klar strukturierten Tagesausflügen. Für abgelegene Gebiete und längere Roadtrips ist ein klassischer Verbrenner stressfreier.
Buchung unseres E-Autos für Schottland
Auf den verschiedenen Vergleichsportalen für Mietwägen fiel uns schnell auf, dass Elektroautos in Schottland teils erheblich günstiger zu mieten sind als herkömmliche Autos. Dieses Muster zog sich durch alle Vergleichsportale, etwa Check24*, Sunny Cars und billiger Mietwagen.
Wir reservierten unser Auto über die Plattform DiscoverCars*, da wir hier das beste Gesamtangebot fanden: einen Elektro-Mietwagen „Peugeot 3008 oder ähnlich“ bei Avis für 7 Tage ab dem Flughafen Edinburgh für knapp 220 € inklusive der Zusatzversicherung zur Reduzierung des Selbstbehalts auf 0 €. Das war für uns ein super faires Angebot.
Abholung & Übernahme
Bereits bei der Abholung wies uns der Mitarbeiter von Avis darauf hin, dass die Abdeckung mit Ladesäulen in den Highlands und im Norden nicht besonders gut sei und dass man besser im Voraus planen sollte, wo man sein E-Auto aufladen kann. Das spiegelte sich auch im Bericht von My Highlands wider, die ebenfalls bereits ein E-Auto in Schottland gemietet haben.
Natürlich wollte der Mitarbeiter uns im Zuge dessen einen Benziner anbieten. Der Wechsel des Autos sollte 14 £ extra pro Tag kosten. Das lehnten wir dankend ab. Ebenso die zusätzliche Versicherung, die man uns obligatorisch verkaufen wollte.
Wir baten den Mitarbeiter, uns eine Einweisung in das Fahrzeug zu geben, da wir noch nie vorher ein Elektroauto gemietet hatten. Uns fiel schnell auf: Eigentlich gibt es dabei nicht übermäßig viel zu beachten, man muss wissen, wie man das Auto wieder aufladen kann. Also, wo der Anschluss am Auto sitzt, was man tun muss, damit das Laden beginnen kann, und mit wie viel kW das Auto maximal geladen werden sollte. Das alles ließen wir uns vor Ort erklären und führten darüber hinaus den üblichen Mietwagen-Check durch (Kratzer etc.). Wir bekamen in der gebuchten Kategorie einen Vauxhall (Opel) Grandland.
Wichtig: Das Ladekabel auf Beschädigungen bei der Abholung prüfen und zeigen lassen, ob Adapter vorhanden sind.
Aufladen, Ladesäulen & Verfügbarkeit
Wer schon mal ein E-Auto gefahren ist, weiß, wie so ein Ladevorgang abläuft. Für uns war das alles komplett neu. Zum Glück stehen auf den Ladesäulen oft genaue Anweisungen. Etwa, ob man das Kabel erst am Auto oder an der Ladesäule anschließen muss und welche Reihenfolge zu beachten ist.
Wir übernahmen das E-Auto mit 88 % Akkustand und nach einem Nachmittagsausflug ins Kingdom of Fife (etwa 75 km) waren wir bei unserer Rückkehr nach Edinburgh bei nur noch 65 %.
Verfügbarkeit von Ladesäulen in Schottland
Das größte Problem beim E-Auto in Schottland ist die unterschiedliche Verfügbarkeit von Ladesäulen.
Rund um die Ballungsräume Edinburgh, Glasgow und bis nach Aberdeen und Inverness ist die Abdeckung gut. Auch die Ostküste ist mit Ladesäulen relativ gut abgedeckt.
Fährt man weiter in den Norden oder an die Westküste (besonders die nördliche Westküste oberhalb von Ullapool), wird es mit der Ladesäulenabdeckung dünn. Selbst rund um Oban und Fort William ist die Abdeckung schon etwas dürftiger, aber noch ausreichend vorhanden, wenn man vorausplant. Das alles lässt sich auch sehr gut an der Ladesäulen-Karte von Charge Place Scotland ablesen.
Ladesäulen von Pod Point (auf Tesco Parkplätzen)
Unsere meisten Aufladungen haben wir an den Ladesäulen auf einem Tesco Parkplatz gemacht. Der dortige Anbieter ist Pod Point. Man kann mehrere Stunden (meist 1 bis 3 Stunden – Zeiten vor Ort prüfen) auf den Tesco Parkplätzen parken und sein E-Auto aufladen.
So haben wir es zum Beispiel auch auf unserem Ausflug nach Stirling gemacht: Einfach auf dem örtlichen Tesco Parkplatz parken und das E-Auto an die Ladesäule hängen.
Um an den Ladesäulen von Pod Point aufzuladen, braucht man die Pod Point App. Über diese fügt man seinem Konto Guthaben hinzu (man lädt sein Konto mit Geld auf), etwa über Google Pay oder Apple Pay. Dieses wird dann automatisch „abgebucht“, bis es „leer“ ist.
Tipp: Die ersten 15 Minuten kann man das Auto an diesen Pod Point Ladesäulen laden, ohne die Aufladung in der App zu bestätigen. Die Bestätigung in der App ist aber notwendig, damit das Auto danach weitergeladen wird. Man kann also 14 – 15 Minuten „kostenlos“ laden, wenn man den Vorgang in der App erst ab Minute 14 bestätigt. Das geht auch von unterwegs, man muss dazu nicht neben der Ladesäule stehen.
Wichtig: Die meisten dieser Ladesäulen von Pod Point laden nur mit 7 kW. Wenn das E-Auto 70 kW Akku-Speicher hat, bräuchte man 10 Stunden von 0 auf 100 %, was sehr lang ist. Da der Akku aber ohnehin nicht bis 100 % geladen werden soll, haben uns 3 Stunden Aufladen meist ausgereicht, um etwa von 60 % auf über 80 % zu kommen.
Für einen Ladevorgang von knapp 3 Stunden haben wir bei Pod Point etwa 9 £ gezahlt und damit etwa 30 % unseres Akkus geladen. Eine Vollladung würde hier also etwa 33-36 £ (ca. 45 Pence pro kWh) kosten. Bei anderen Anbietern kann die kWh teurer sein, etwa 50-71 Pence pro kWh.
Ladesäule von Charge Place Scotland
Ein weiterer Anbieter von Ladesäulen ist Charge Place Scotland. Auch hier benötigt man die App sowie ein Smartphone, um den Ladevorgang zu starten und für die Abrechnung.
Füge am besten eine Kreditkarte, Debitkarte, Google Pay- oder Apple Pay-Daten zur App hinzu, sodass die Aufladungskosten automatisch abgebucht werden können. Diese Zahlungsmethode musst du bei jedem Laden erneut autorisieren. Es gelten außerdem unterschiedliche Tarife, je nach Region und Aufsteller. Diese kannst du auf der Webseite von Charge Place Scotland einsehen und sie stehen auch auf der Ladesäule bzw. in der App.
An den Ladesäulen von Charge Place Scotland hängen sehr gut erklärende Anleitungen, wie man das Auto mit der Säule verbindet, den Vorgang startet und beendet.
Wichtig: Nutze für die Zahlung innerhalb der App eine Kredit- oder Debitkarte, die keine Fremdwährungsgebühren erhebt, da der Betrag in Pfund abgebucht wird. Auch wenn du Google Pay oder Apple Pay nutzt, sollte hier eine Karte ohne Auslandgebühren hinterlegt sein, um solche Gebühren zu vermeiden. Das sollte man grundsätzlich auch für die gesamte Schottlandreise beachten. (👉 Weitere Infos zum Thema Kreditkarte in Schottland.)
Andere Ladesäulen
Wir haben auch andere Ladesäulen ausprobiert, etwa am Wasserstaudamm von Pitlochry. Dort wird Strom produziert und dieser speist auch die dortigen Ladesäulen. Der Aufsteller ist der Betreiber SSE und dieser nutzt für die Abwicklung den Anbieter Fuuse.
Hier haben wir das Auto zunächst an die Ladesäule angeschlossen, den QR Code an der Ladesäule gescannt, die Zahlungsoption Google Pay ausgewählt und es wurde ein Betrag von 30 £ als Sicherheit vorbelastet.
Letztlich haben wir für 12 £ aufgeladen und dieser Betrag wurde dann auch abgebucht. Es hat also wunderbar funktioniert.
Reichweiten
Als wir unser E-Auto mit 88 % Ladestand am Flughafen abholten, standen wir bei 280 Meilen Reichweite, was wir als ausgesprochen viel empfanden. Wir merkten aber schnell, dass die „echte“ Reichweite sich während des Fahrens verringerte. Besonders wenn man auf dem Highway fährt (Straßen mit „A“ und „M“) sinkt die Reichweite schneller, als wenn man im ländlichen Raum gemütlich unterwegs ist. Im ländlichen Raum, wenn man gemütlich auf der Landstraße fährt, ist der Verbrauch geringer.
Da es Richtung Norden und an der Westküste weniger Ladesäulen gibt, sollte man also bei der Wahl, ob man ein E-Auto oder einen klassischen Verbrenner mietet, immer beachten, welche Regionen Schottlands man bereisen möchte.
Beispiel: Von Pitlochry zurück nach Edinburgh sind es knapp 100 Kilometer. Wir fuhren in Pitlochry mit 96 % Ladekapazität los und kamen mit 70 % in Edinburgh an.
Dabei fuhren wir auf dem Highway und nicht besonders stromsparend, weil wir nach Hause wollten.
Kosten für eine Aufladung/Tankfüllung: Im Durchschnitt zahlten wir pro kWh 45 bis 55 Pence. Der Mietwagen (Vauxhall Grandland) hatte eine Kapazität von 73 kW, eine Vollladung kostete daher zwischen 32 und 40 £ (39 bis 48 €). Pro kW konnten wir etwa 5 bis 5,5 km fahren, was uns auf 360-400 km für 39 bis 48 € bringt. Es gibt aber auch teurere Ladestationen ab 60 Pence pro kWh. Den teuersten Tarif, den wir gesehen haben, kostete 71 Pence in St. Andrews.
Empfehlung: Für Städtereisen, Kurztrips & Tagesausflüge
Für Reisen nach Schottland, auf denen man sich hauptsächlich im Raum Edinburgh, Glasgow, Aberdeen, Inverness, Fort William oder Oban aufhält, also in der unteren Hälfte des Landes, kann man mit etwas Planung durchaus ein E-Auto nutzen.
Denn hier sind ausreichend Ladesäulen vorhanden und die Distanzen sind kurz genug, um regelmäßig aufzuladen. Man sollte seine Stopps daher auch immer so planen, dass man das Auto auflädt, während man einen Ort besucht oder sich eine Sehenswürdigkeit anschaut.
Nicht empfohlen: Roadtrips, Highlands, Inseln, Nord- & Westküste
Für Reisen auf die Inseln, an die Nordostküste, oberhalb von Inverness, an die Nordküste, an die äußeren Ränder der Westküste sowie für ausgedehnte Trips in die Cairngorms, auf die Isle of Skye und alles, was sich an der Nordwestküste darüber befindet, würden wir das E-Auto nicht empfehlen.
Hier sind die Strecken einfach zu lang und die Abdeckung an Ladesäulen zu gering. Die NC500 würden wir mit einem E-Auto ebenfalls nicht fahren.
So haben wir unseren Elektromietwagen genutzt
Warum wir dem E-Auto in Schottland eine Chance gegeben haben, ist einfach zu erklären: Unsere Unterkunft war in Edinburgh und wir planten Tagesausflüge in die Highlands bis auf die Höhe von Pitlochry zu unternehmen. In Edinburgh und Umgebung gibt es wirklich ausreichend Ladesäulen und bis hoch nach Pitlochry und Inverness ist die Abdeckung noch relativ gut.
Wir haben das E-Auto also nur für Tagestrips genutzt und am Abend immer wieder in Edinburgh auf dem Tesco Parkplatz bei Pod Point aufgeladen, da Tesco nur 2 Minuten zu Fuß von unserer Unterkunft in Corstorphine entfernt war.
Insidertipp: Der Stadtteil Corstorphine liegt strategisch praktisch zwischen Flughafen und Innenstadt. Man kommt mit dem Bus in 20 Minuten in die Princes Street und in 10 Minuten zum Flughafen. Außerdem sind hier die Unterkünfte günstiger und es gibt viel mehr Parkplätze.
Unsere Unterkunftsempfehlung in Corstorphine: Toby Carvery Edinburgh West by Innkeeper’s Collection bei booking.com*.
Zimmerkategorie: Doppelzimmer mit eigenem Bad
Bewertung: 8,3 / 10 bei booking.com
Preise: Zwischen 55 € (Januar, Februar, März) und 130 €, an den Wochenenden und im Sommer, sowie während der Festivalsaison oft höher.
Wem würden wir das Elektroauto in Schottland empfehlen?
Wenn du planst, mit dem E-Auto lediglich in den südlichen Regionen Schottlands unterwegs zu sein (maximal bis Höhe Inverness) und dabei nicht an die äußersten Zipfel der Westküste fährst, ist das E-Auto aus Preis-Leistungs-Sicht eine gute Wahl.
Auch, wenn man in Edinburgh oder Glasgow seine Unterkunft hat und von dort Tagesausflüge machen möchte, ist das E-Auto passend.
Wem würden wir vom E-Auto in Schottland abraten?
Wenn du …
- planst, einen großen Roadtrip zu machen, mit eng getakteten Stopps und Ortswechseln,
- an die Nordküste fahren willst,
- die NC500 fahren willst,
- es deine erste Schottlandreise ist,
- du keine Lust hast zu planen, wo du das Auto aufladen kannst,
- du mit Apps und Smartphones nicht gut umgehen kannst,
- du keine Kreditkarte hast,
würden wir vom Elektroauto abraten und einen Benziner/Diesel mieten.
Unser Fazit zum E-Auto in Schottland: Es geht, aber …
Insgesamt kamen wir mit dem E-Auto in Schottland optimal zurecht und finden, es eignet sich hervorragend, wenn man schon ein paar Mal in Schottland war und sich nun eher selektiv ganz bestimmte Orte und Regionen ansehen will. Besonders rund um die Ballungsräume ist ein E-Auto durchaus eine gute Wahl.
Alles, was darüber hinausgeht, etwa Roadtrips und Touren in die Highlands oder in den Norden Schottlands, würden wir nicht mit dem E-Auto machen. Dafür ist die Abdeckung mit Ladesäulen einfach nicht ausreichend.
Insgesamt ist das E-Auto sowohl in der Anmietung als auch beim Aufladen in Schottland meist günstiger als ein herkömmlicher Mietwagen, bedarf aber auch mehr Vorbereitung sowie einer vorausschauenden Routenplanung und Tagesplanung.
Wer also, ohne sich zu viele Gedanken machen zu müssen, einen entspannten Urlaub in Schottland verbringen möchte, wird wohl weiterhin mit dem Verbrenner-Mietwagen besser dran sein.
Wir würden, wenn wir das nächste Mal nur bestimmte Orte besuchen wollen, auch wieder zum E-Auto greifen. Für alles darüber hinaus bleiben wir beim Verbrenner.
Unsere Tipps, wenn du darüber nachdenkst, ein E-Auto für deine Schottlandreise zu nutzen:
- Vorab prüfen, welche Regionen du bereisen willst. Die Ladesäulen-Abdeckung unterscheidet sich stark zwischen Süden/Mitte und dem Norden/der Westküste.
- Ladesäulen-Karten vorher studieren (z. B. Charge Place Scotland), um Ladepunkte entlang der Route zu identifizieren und zu planen.
- Buchungsportale vergleichen auf die Gesamt-Preis-Leistung. Wir haben bei DiscoverCars* den besten Deal gemacht.
- Bei der Mietwagenübernahme darauf achten, dass eine Einweisung ins Laden erfolgt (Position des Anschlusses, Starten des Ladevorgangs, maximale kW).
- Hinweise des Vermieters zu problematischen Regionen ernst nehmen (Highlands, äußerer Norden, Westküste).
- Ladekabel und vorhandene Adapter auf Vollständigkeit und Schäden prüfen.
- Apps vorab installieren und einrichten: Pod Point, Charge Place Scotland inkl. Hinzufügen von Zahlungsmethoden (Google/Apple Pay/Kreditkarten).
- Unterschiedliche Ladesäulen mit unterschiedlichen kW-Leistungen: Man muss sich teils auf längere Ladezeiten einstellen. Pod-Point-Ladesäulen laden etwa häufig nur mit 7 kW.
- Ladesäulen-Anleitungen vor Ort genau lesen (Reihenfolge: erst Auto, dann Säule oder umgekehrt).
- Ladungen strategisch planen (z. B. während Sightseeing oder Supermarktbesuchen).
- Reichweite realistisch einschätzen: Auf Highways sinkt sie deutlich schneller als auf Landstraßen.
- Keine 100 % Ladung anstreben, die letzten 20 % Ladung dauern erheblich länger als etwa von 40 auf 60 % oder von 60 auf 80 %.
- Unterschiedliche Tarife pro kWh je nach Anbieter und Region (stehen in der App oder auf der Ladesäule).
- 🚩 Für abgelegenere Touren (z. B. Highlands, Inseln) besser einen Verbrenner-Mietwagen mieten.
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Q&A: Häufige Fragen zum E-Auto in Schottland
Kann man in Schottland problemlos ein Elektroauto mieten und fahren?
Ja, ein E-Auto ist in Schottland problemlos nutzbar, wenn man sich überwiegend in gut erschlossenen Regionen bewegt. Einschränkungen gibt es vor allem in abgelegenen Gebieten, wo die Ladesäulenabdeckung deutlich dünner wird und eine sorgfältige Routenplanung notwendig ist.
Ist ein E-Auto in Schottland günstiger als ein Benzin- oder Dieselauto?
Ja, Elektromietwagen sind in Schottland oft deutlich günstiger als Verbrenner. Erst wenn man lange Strecken ohne feste Planung fährt oder häufige Standortwechsel hat, wird der zeitliche Mehraufwand den finanziellen Vorteil nicht mehr ausgleichen können.
Lohnt sich ein E-Auto für eine Schottlandreise überhaupt?
Ja, ein Elektroauto lohnt sich für viele Schottlandreisen aus Preis-Leistungs-Sicht. Besonders sinnvoll ist es für Städtereisen und Tagesausflüge, während klassische Roadtrips eher mit einem Verbrenner durchgeführt werden sollten.
Besteht die Gefahr, mit einem E-Auto in Schottland liegenzubleiben?
Nein, bei realistischer Planung besteht kaum Gefahr, liegenzubleiben. Probleme entstehen fast ausschließlich dann, wenn man ohne Ladeplanung in Regionen mit schwacher Infrastruktur fährt.
Wie gut ist die Ladeinfrastruktur in Schottland?
Die Ladeinfrastruktur ist in Städten und im zentralen Süden Schottlands gut ausgebaut. In den Highlands, auf Inseln und entlang der Nord- und Westküste ist sie dagegen deutlich lückenhafter.
Wie kompliziert ist das Laden eines Elektroautos in Schottland?
Das Laden eines Elektroautos in Schottland ist einfach und schnell erlernbar. Etwas Vorbereitung ist nötig, da viele Ladesäulen nur per App und mit hinterlegter Zahlungsmethode genutzt werden können.
Wie viele Apps braucht man zum Laden eines Elektroautos in Schottland?
In der Praxis reichen ein bis zwei Lade-Apps vollkommen aus: Charge Place Scotland und die Pod Point App.
Wie lange dauert das Laden?
Die Ladezeit hängt von der Ladeleistung der Säule ab. Während langsame 7-kW-Säulen mehrere Stunden benötigen, liefern 22-kW- oder 50-kW-Säulen innerhalb einer Stunde ausreichend Reichweite für den nächsten Tagesausflug.
Wie hoch sind die Stromkosten im Vergleich zu Benzin oder Diesel?
Das Laden eines Elektroautos ist in Schottland etwas günstiger als das Tanken eines Verbrenners.
Wie realistisch sind die Reichweitenangaben?
Die angezeigte Reichweite ist grundsätzlich erreichbar, solange man den Fahrstil anpasst. Bei hohem Tempo auf Highways sinkt die Reichweite deutlich schneller als auf Landstraßen.
Ist ein Elektroauto für die NC500 geeignet?
Nein, für die NC500 ist ein Elektroauto nicht sinnvoll. Die großen Distanzen und die schwache Ladeinfrastruktur machen einen Verbrenner deutlich stressfreier.
Ist ein E-Auto für die erste Schottlandreise empfehlenswert?
Nein, für die erste Schottlandreise ist ein Verbrenner meist die entspannendere Wahl. Ein Elektroauto eignet sich besser, wenn man das Land bereits kennt und seine Routen einschätzen kann.
Wie flexibel ist man mit einem Elektroauto in Schottland?
Mit einem Elektroauto ist man grundsätzlich flexibel, muss aber vorausschauender planen. Spontane lange Strecken ohne Ladeplanung sind deutlich schwieriger als mit einem Verbrenner.
Wann ist das E-Auto für Schottland eine gute Wahl?
Ein Elektroauto ist die beste Wahl für Reisen mit festem Standort, kurzen Distanzen und klarer Tagesplanung. In diesen Szenarien überwiegen die Preis- und Komfortvorteile für uns deutlich.
Wann sollte man in Schottland lieber einen Verbrenner mieten?
Ein Verbrenner ist die bessere Wahl für Roadtrips, Highlands, Inseln und Reisen mit häufigem Unterkunftswechsel. Hier spart man Zeit, Planung und Nerven.
Ist ein „Stromer“ in Schottland eine echte Alternative zum Verbrenner?
Ja, ein E-Auto ist in Schottland eine echte Alternative, aber nicht für jede Reiseart. Wer Route und Tagesabläufe kennt, profitiert finanziell und beim Komfort, da man deutlich neuere Autos bekommt und oft auch bessere Mietwagen-Kategorien für einen geringeren Preis. Für Rundreisen würden wir stets den herkömmlichen Mietwagen empfehlen.