Unsere praktischen Tipps für den Roadtrip durch Schottland

In diesem Beitrag sammeln wir unsere praktischen Tipps für die Vorbereitung auf einen Roadtrip durch Schottland und besonders, was Erstbesucher vor der Reise wissen sollten. Denn Schottland ist keines der Länder, in die man einfach ein Flugticket kauft und losreist, ein bisschen Planung ist schon notwendig. 🙂

Genau deshalb haben wir diesen Artikel für dich verfasst, mit all unseren Erfahrungen aus über 7 Jahren Reisen nach Schottland, tausenden von Meilen auf der Straße und Situationen im Straßenverkehr, die man echt nur in Schottland erlebt 😄. Doch dazu später mehr.

Schottland mit dem SUV: Theresa von Reisekröten auf dem Bergpass Bealach na Ba

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1. Braucht man ein Auto für die Schottland-Reise?

Wir empfehlen Erstbesuchern, Schottland auf jeden Fall als Rundreise mit dem Auto zu planen, mit Start und Ende in Edinburgh.

Ein Auto oder der Mietwagen sind auf jeden Fall die beste Wahl, wenn man viel vom Land sehen will.

Gerade wenn du die Highlands, die Westküste, kleine Orte, abgelegenere Unterkünfte, Lochs, Küstenstraßen und spontane Aussichtspunkte erleben möchtest, bist du mit Auto oder Mietwagen am besten aufgestellt.

Mit Bus und Bahn kann man Städte und größere Orte erreichen, aber in den Randbereichen der Westküste und Nordküste, wird es mit dem ÖPNV schnell dünn.

Route für eine Rundreise von 10 Tagen durch Schottland, mit Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen für passende Unterkünfte entlang der Route
Die für uns perfekte 10-Tage-Route

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2. Entscheide anhand der Reisedauer, ob eigenes Auto oder Mietwagen

Unsere Autorundreise durch Schottland mit dem eigenen Auto
Mit unserem eigenen Auto in Schottland

Ob eigenes Auto oder Mietwagen sinnvoller ist, entscheiden wir immer nach Reisedauer und Anreiseart. Für ein bis zwei Wochen ist die Variante Flug plus Mietwagen meistens die praktischere Lösung. Man ist schneller in Schottland und kann direkt starten.

Wenn du drei Wochen oder länger unterwegs bist, kann sich auch die Anreise mit dem eigenen Auto lohnen. Dann sollte man aber Fähre, zusätzliche Fahrzeit, Sprit, Übernachtungen und ggf. die lange Strecke durch England realistisch einplanen. Wer mit dem eigenen Auto fährt, sollte vorab außerdem einen gründlichen Auto-Check machen.

Teurer, aber einfacher, ist die Fähre Amsterdam–Newcastle. Von hier ist man innerhalb von 2,5 Stunden in Edinburgh.

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3. Buche den Mietwagen nicht nur nach dem billigsten Preis

Beim Mietwagen sollte man nicht nur auf den Tagespreis schauen. Wichtig sind faire Mietbedingungen, eine sinnvolle Tankregelung (Voll-Voll), gute Versicherungen (CDW und Haftpflicht ohne Selbstbehalt), und ein Anbieter, bei dem man am Schalter nicht noch über Zusatzpakete diskutieren muss. Am besten liest man auch immer die neuesten Bewertungen zum jeweiligen Anbieter.

Mietwagen bei Abholung überprüfen

Gerade in Schottland fährt man oft auf engen Straßen, Single Track Roads, kleinen Parkplätzen und durch ländliche Gegenden, in denen einem auch gerne mal Tiere auf der Fahrbahn begegnen, wie Schafe oder Highland-Kühe.

Wir empfehlen daher, Vollkaskoversicherung und Haftpflicht ohne Selbstbehalt abzuschließen.

Wir empfehlen außerdem, Mietwagenpreise nicht nur einmal zu prüfen, sondern verschiedene Portale zu vergleichen und bei besseren Konditionen neu zu buchen. Den Mietwagen würden wir möglichst vollständig vorab online bezahlen. So vermeidet man Währungsschwankungen oder ungünstige Umrechnung, wenn man erst am Schalter bei Abholung zahlt.

Eine echte Kreditkarte ist für dich Abholung Pflicht und sie muss auf den Hauptfahrer lauten.

Empfehlung: Wir buchen unsere Mietwägen in Schottland meist über das Vergleichsportal DiscoverCars*. Hier haben wir bislang schon sehr oft das beste Angebot gefunden.

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4. Nimm eine echte Kreditkarte mit, besser sogar zwei

Für einen Schottland-Roadtrip sollte man mindestens eine echte Kreditkarte dabeihaben. Im Alltag kannst du in Schottland zwar fast überall auch mit Debitkarte zahlen, aber beim Mietwagen ist die Kreditkarte besonders wichtig. Die Autovermieter blocken die Kaution auf einer Kreditkarte und akzeptieren Debitkarten dafür meist nicht.

Wir würden deshalb mindestens eine echte Kreditkarte einplanen, besser zwei. Sinnvoll ist außerdem, eine Karte ohne Auslandsgebühren zu nutzen.

Wer es ganz schlau machen möchte, nutzt eine Kreditkarte, bei der eine Mietwagenversicherung enthalten ist: Wir nutzen für Mietwagenbuchungen immer unsere easybank Platinum Kreditkarte, da hier eine Mietwagenvollkasko- und -haftpflichtversicherung bereits inkludiert ist.

easybank Kreditkarte Platinum (ehemals Barclays Platinum Double)

Barclays Platinum Double Beantragen: So gehts

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5. Überlade die allererste Reiseroute nicht mit zu vielen Orten

Straße in Schottland: Beim Autofahren in Schottland ist Vorsicht geboten
Straße an der Westküste Schottland

Schottland sieht auf der Karte kleiner aus, als es sich vor Ort manchmal anfühlt. Enge Straßen, viele Fotostopps, Wetterwechsel, Baustellen, Campervans, Wohnmobile und spontane Umwege kosten oft mehr Zeit, als man denkt. Deshalb sollte man gerade beim ersten Roadtrip nicht zu viele Orte in zu wenig Tage pressen.

Wir planen lieber weniger Stationen ein und haben dafür vor Ort mehr Flexibilität. Denn oft sind gerade die kleinen Stopps, ein spontaner Halt in einem Dorf oder an einem Schloss, die schönsten Momente der Reise.

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6. Baue die Route auf Basis deiner Interessen

Eilean Donen Castel: Eines der Wahrzeichen Schottlands
Eilean Donan Castle

Für den ersten Roadtrip sollte man Schottland nicht nur auf Edinburgh, Skye oder die Highlands reduzieren. Eine gute Route verbindet aus unserer Sicht Stadt, Natur, Küste, Schlösser und auch kleine Orte.

Du kannst zum Beispiel in Edinburgh oder Glasgow starten, dann Richtung Loch Lomond, Glen Coe, Fort William, Isle of Skye, Highlands oder Westküste weiterfahren. Je nach Zeit passen auch ruhigere Regionen wie Assynt, Ullapool, die Nordostküste oder die Cairngorms dazu. Wichtig ist uns immer zu betonen, dass die Route nicht nur aus den bekannten Namen bestehen muss, sondern auch Luft für weniger offensichtliche Orte lässt.

Wir lieben Orte wie Helmsdale, Plockton oder die Summer Isles, die nicht jeder auf seiner Reiseroute hat.

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7. Basisorte anstelle von täglichem Unterkunftswechsel

Einkaufen auf der High Street in Fort William
Innenstadt von Fort William

Man muss auf einem Schottland-Roadtrip nicht jeden Tag die Unterkunft wechseln. Im Gegenteil: Oft ist es entspannter, mehrere Nächte an einem guten Ort zu bleiben und von dort Tagesausflüge zu machen.

Sinnvolle Orte für so eine Vorgehensweise sind zum Beispiel Fort William, Inverness, Pitlochry, Ullapool oder Oban. Je nachdem, welche Region man erkunden möchte. So muss man nicht jeden Morgen neu packen und hat trotzdem genug Flexibilität für Ausflüge und spontane Planänderungen. Und es ist auch mal ganz schön, einfach einen Nachmittag nichts zu tun.

8. Plane Unterkünfte als Teil der Route, nicht „on the fly“

Pitlochry in den Cairngorms von Schottland
Der Ort Pitlochry

Unterkünfte sind bei einem Schottland-Roadtrip kein Nebenthema. Gerade in den Highlands, auf der Isle of Skye, an der Westküste und in beliebten Städten wie Edinburgh kann die Auswahl schnell knapp und teuer werden.

Wir empfehlen deshalb, Route und Unterkünfte gemeinsam und frühzeitig zu planen. Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann bewusst auch außerhalb der Städte und eher in kleinen Dörfern schlafen und dadurch schönere, ruhigere oder praktischere Unterkünfte finden. Gleichzeitig sollte man für besonders gefragte Regionen früh buchen. Dazu zählen auf jeden Fall Edinburgh, Skye und die Westküste.

Wir haben hier für dich eine Übersicht mit guten Unterkünften vorbereitet, die wir empfehlen können:

OrtUnterkunftBewertung & Preis
AberdeenJays Guesthouse*9,0 von 10, ab 91 €
GlasgowMaldron City Hotel*8,8 von 10, ab 103 €
EdinburghMotel One Royal Mile*8,7 von 10, ab ~130 €
SterlingKing Street Aparthotel*8,9 von 10, ab ~160 €
PerthThe Townhouse*9,8 von 10, ab 160 €
InvernessFuran Guesthouse*9,4 von 10, ab 134 €
UllapoolRoyal Hotel*8,4 von 10, ab 159 €
ThursoThe Holborn Hotel*8,3 von 10, ab 169 €
Fort WilliamThe Loch Cabin (Pod)*9,8 von 10, ab 120 €
ObanColumba Hotel*8,3 von 10, ab 114 €
Fort AugustusLock Chambers*8,7 von 10, ab 149 €
PitlochryMcKays Hotel*8,3 von 10, ab 151 €
John o’ GroatsPuffin Cottage*8,9 von 10, ab 121 €
TainShandwick House*9,5 von 10, ab 129 €
MallaigThe Cornerstone Bed & Breakfast*9,1 von 10, ab 179 €
WickThe Bank Guest House*8,6 von 10, ab 114 €
Bettyhill (NC500)Bettyhill Hotel*9,3 von 10, ab 159 €
Isle of SkyeRockview Portree*9,7 von 10, ab 114 €
Isle of ArranBurlington Guesthouse*8,8 von 10, ab 89 €
Isle of IslayNo.1 Charlotte Street*9,1 von 10, ab 173 €
Isle of MullWestern Isles Hotel*
(Tobermory)
8,5 von 10, ab 145 €
Isle of RaasayRaasay House Hotel*9,1 von 10, ab 108 €
Lewis & HarrisBroad Bay House *
(nahe Stornoway)
9,8 von 10, ab 201 €

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9. Plane Skye und andere Inseln besser nur ein, wenn du genug Zeit hast

Fairy Glen auf der Isle of Skye bei Sonnenuntergang
Fairy Glen auf Skye

Die Isle of Skye ist wunderschön, meist sehr voll und vor allem kein Ort für „mal schnell mitnehmen“. Wenn du Skye einbauen möchtest, sollte man mindestens zwei bis drei Nächte einplanen, besser mehr. Denn Skye hat sehr viel zu bieten und wenn man die Insel wirklich erleben will, stehen auch ein paar Wanderungen an, die meist mehr Zeit in Anspruch nehmen, als man vorher denkt. Etwa die Wanderung auf dem Quiraing oder zu den Fairy Pools.

Tipp: Auch andere Inseln wie Mull, Arran, Islay oder Jura sollte man nicht einfach zusätzlich in eine ohnehin volle Route quetschen. Inseln bedeuten Fähre fahren, Fahrzeiten werden auf den Inseln länger, weil die Straßen meist schmal sind und man häufiger in Passingplaces anhalten muss. Bei kurzen Reisen finden wir es sinnvoller, sich auf das Festland und maximal eine Insel zu beschränken.

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10. Bereite dich auf Linksverkehr und Single Track Roads vor

Links fahren England Erfahrungen

Autofahren in Schottland ist gut machbar, aber man sollte vorher wissen, worauf man sich einlässt. Linksverkehr, Kreisverkehre, enge Straßen, Passing Places und Single Track Roads sind „normal“.

Wichtig ist, ruhig zu fahren, sich nicht drängeln zu lassen und genug Zeit einzuplanen. In Schottland fährt man nicht nur von A nach B. Oft ist die Strecke selbst schon Teil der Reise und man hält viel häufiger an, als man denkt.

Hochland-Rinder in Gairloch auf der Straße (Schottland)

Mit Tieren auf der Straße ist in Schottland außerdem immer zu rechnen. Nicht nur mit großen Highland-Kühen, sondern auch mit Fasanen, die todesmütig auf die Straße springen.

Das erlebt man zum Beispiel, wenn man von Pitlochry in Richtung Aberfeldy fährt. Die Straße ist wie aus einem James Bond Film, doch ständig sprangen uns Fasane vors Auto.

Man erzählte uns, dass die Einheimischen die Fasane sogar einsammeln, wenn sie sie überfahren haben („Dinner-Time“).

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11. Den Mietwagen nicht mit in die Innenstadt von Edinburgh nehmen

Busfahren in Edinburgh: So geht es mit Kreditkarte
Auf der Princes Street in Edinburgh

Wenn du in Edinburgh ankommst, empfehlen wir, den Mietwagen nicht mit in die Stadt mitzunehmen. Edinburgh lässt sich sehr gut ohne Auto erkunden. Praktischer ist es, Edinburgh zuerst ohne Auto zu besuchen und den Wagen danach abzuholen. Alternativ kann man Edinburgh ans Ende der Reise legen und den Mietwagen vorher zurückgeben. So spart man sich unnötige Miettage, da man das Auto in Edinburgh sowieso stehenlassen würde, hohe Parkkosten und den oftmals zähen Stadtverkehr.

Vom Flughafen/Mietwagencenter in Edinburgh, fährt die Linie 100 (Airlink-Bus) alle 20 Minuten in die Innenstadt und wirft dich direkt in der Princes Street raus. Einfacher geht es nicht!

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12. Wetter, Midges und Ausrüstung

Nach dem Regen kommt die Sonne: So ist der September an Schottlands Westküste

Für Schottland sollte man nicht nur Sommerkleidung einpacken, selbst wenn man im Juli oder August reist. Wetterfeste Kleidung, gute Schuhe, Zwiebellook, Regenjacke und Midges-Schutz gehören für uns zur Grundausstattung.

Besonders an der Westküste, in den Highlands und in Wassernähe können Midges im Sommer richtig nerven. Gleichzeitig kann das Wetter schnell wechseln. Wer darauf vorbereitet ist, erlebt Schottland deutlich entspannter, auch dann, wenn aus Sonne innerhalb weniger Minuten Regen wird und umgekehrt.

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Weiterführende Tipps von uns für die Reise nach Schottland

Nachfolgend stellen wir dir einige weitere unserer Artikel & Beiträge über Schottland vor, die wir für die Reiseplanung und Urlaubsvorbereitung wichtig und sinnvoll finden:

Reiseplanung & Reisevorbereitung

Unterkünfte

Rundreise

Anreise & Einreise

Städte

  • Aberdeen: Die Silver City
  • Edinburgh: Must See auf jeder Schottland-Reise
  • Glasgow: überraschend schön!
  • Inverness: Die Hauptstadt der Highlands
  • Stirling: historisch sehenswert und perfekt für einen Tag.
  • St Andrews: Ein echter Geheimtipp!
  • Oban: Das Tor zu den Hebriden und zur Isle of Mull
  • Mallaig: Fähre nach Skye & Ende des Jacobite Steam Train
  • Fort William: Sehr guter Ausgangspunkt für Tagesausflüge
  • Fort Augustus: Dem Loch Ness ganz nah sein
  • Pitlochry: Ein wunderschöner Highlands-Ort
  • Ullapool: die Hauptstadt der Nordwestküste
  • Wick: traditionsreicher Fischerort im Nordosten
  • Thurso: Zwischenstopp auf der NC500

Natur

Inseln

Insidertipps

Alle unsere Schottland-Beiträge findest du in unserer Schottland Artikelsammlung. Einen kompletten Überblick über das Land, bekommst du auf unserem beliebten Schottland-Reiseblog.

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