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Angst vor der Weltreise?

Angst vor der Weltreise?
Mentale Vorbereitung für innere Ruhe

Aufgeregt? Vielleicht sogar ein bisschen Angst vor der Weltreise?

Oder vielleicht sogar Ungewissheit, ob du überhaupt diese Entscheidung treffen solltest?

Doch Hey!

Was wäre ein Abenteuer ohne ein bisschen Muffensausen?

Wahrscheinlich nur ein weiterer langweiliger Tag im Büro.

Mentale Vorbereitung auf eine Weltreise - Ungewissheit und Angst überwinden und neue Perspektiven gewinnen

Jeder, der schon mal für eine längere Zeit ins Ausland und auf Reisen gegangen ist, weiß: Zur Planung einer solchen Reise oder sogar einer Weltreise gehört auch die mentale Vorbereitung.

Widmen wir uns daher gemeinsam einigen Themen und Übungen, die zwar deine Wohnung nicht leerer werden lassen, dafür aber Ruhe in deinem Kopf schaffen und für mehr seelisches Gleichgewicht sorgen können.

Sodass du dich weiterhin auf dein Ziel konzentrieren kannst.

Navigation

  1. Probleme eine Entscheidung zu treffen?

  1. Ängste & Ungewissheiten vor der Weltreise

  1. Welchen Sinn oder welches Ziel verfolgst du mit deiner Weltreise?
Mentale Vorbereitung: Die Entscheidung für die Weltreise treffen

„Ich möchte auf Weltreise gehen, traue mich aber noch nicht so richtig, eine Entscheidung zu treffen.“

Es gibt Momente im Leben, da hat man das Gefühl an einem sehr wichtigen Scheidepunkt zu stehen.

Vor dir teilt sich der Weg und du hast nun die Möglichkeit nach links, rechts oder in eine ganz andere Richtung zu gehen, wo kein Weg ist.

Du hast vielleicht sogar bereits das Gefühl, dass es Zeit ist, dich für einen Weg zu entscheiden, doch die Angst vor dem „Was passiert, wenn…?“ hält dich davon ab.

Die Entscheidung, eine lange Zeit weg zu gehen, den Job und die Wohnung zu kündigen, dein altes Leben zumindest für eine Weile komplett hinter dir zu lassen, zählt wohl zu den tiefgreifendsten Entscheidungen, die du als moderner Mensch treffen kannst.

Daher ist es normal ein bisschen Angst zu haben. Doch beherrschen lassen solltest du dich von ihr nicht.

Wie das geht, schauen wir uns jetzt genauer an.

Vielleicht treffen einige der folgenden Punkte auf dich zu:

Du bist zwischen 18 und 35 Jahre alt, hast eine eigene Wohnung, einen sicheren Job, ein gutes Gehalt, lebst in einer recht netten Gegend, hast ein soziales Umfeld aus Freunden und Bekannten, deine Hobbies, und gehst insgesamt einem ziemlich geregelten Leben nach.

Man könnte sagen, du hast alles richtig gut im Griff.

„Was wäre, wenn... alles so weiter liefe, wie es jetzt ist?

Macht dir dieser Gedanke vielleicht etwas Angst? Oder darf es gerne genau so weitergehen?

Es handelt sich hierbei um eine nette Einsteiger-Technik um herauszufinden, was du im Moment willst und welche Entscheidungen eventuell bald anstehen könnten.

Stelle dir also gedanklich deinen gegenwärtigen Alltag vor.

Führe dir vor Augen, was deine täglichen Abläufe sind, wie du vielleicht zur Uni, in die Schule oder zur Arbeit gehst, die Menschen die dort sind, die Gespräche die du führst und wie dein Tag nach der Mittagspause bis zum Feierabend weitergeht.

Und dann versetze dich in die Situation, dass alles, was dir da so in den Sinn kam, nun für die nächsten 30 Jahre ungefähr genau so weitergehen wird.

  • Wenn du nun in den Spiegel sehen würdest, würdest du lächeln oder ein starres Gesicht sehen?
  • Welche Dinge assoziierst du mit diesem Leben?
  • Welches Gefühl stellt sich bei dir ein?

Beobachte erstmal einfach nur deine Reaktion.

Instinktiv sollte sich bei dir entweder ein gutes, warmes Gefühl der Geborgenheit oder ein eher ungutes Gefühl, zum Beispiel ein Fluchtreflex, einstellen. Vielleicht taucht in deinem Kopf auch direkt ein großes „NEIN“, „HALT“ oder „STOPP – Ich will das nicht!“ auf.

Bei manchen Menschen, kommt es bei dieser Übung sogar zu physischen Reaktionen, etwa, dass sie aufstehen, förmlich aufspringen oder laut „NEIN!“ sagen.

Diese Übung dient dazu, dir vor Augen zu führen, wie wichtig dir diese Sache mit der Weltreise überhaupt ist, oder möglicherweise auch nicht ist. Wenn sich bei der Übung gar nichts in dir regt und du dir denkst „Joa, ist ja eigentlich ganz nett, so wie es gerade ist.“, dann wird dir dies ebenfalls ein wichtiger für dich Hinweis sein.

„Was wäre, wenn... ich losgehe und alles so kommen würde, wie ich es mir wünsche?

Hier kommt Übung Nr. 2 aus dem „Was wäre, wenn…?“-Sortiment:

Ziel ist es, dir eine möglichst verlockende Zukunft auszumalen.

Das bedeutet, dass du dich gedanklich in den Zustand versetzt, den du eines Tages erreichen wirst, wenn du dich für die Weltreise entscheidest.

Stelle dir dabei die wunderschönsten Bilder von Orten vor, die du unbedingt in deinem Leben sehen möchtest. Dass du die Ziele, die du hinter dieser Reise erwartest, alle erreichen wirst und vielleicht eines Tages am für dich wunderschönsten Ort der Welt leben wirst.

Eben genau das, was dich motiviert zu sagen: „Dafür gehe ich los. Das ist es wert!“

In dieser Übung geht es also um deine Motivation und darum erste Anhaltspunkte zu finden, warum du diese Reise überhaupt machen möchtest.

Was du nicht möchtest, ist dir vielleicht in Übung #1 etwas klarer geworden. Wichtiger ist aber zu wissen, was du stattdessen möchtest.

Denn erst aus der Kombination von beidem kann eine wirklich kraftvolle Vision und Motivation entstehen.

Diese Übung werden wir in leicht abgewandelter Form in Übung #3 und #5 vertiefen.

Nimm dir nun etwas Zeit für die folgenden drei wichtigen Fragen, die dich dabei unterstützen können, deine Motivation für die Weltreise zu finden oder zu erhöhen:

„Was glaubst du, welche positiven Erfahrungen und Erlebnisse werden dich auf deiner Weltreise erwarten?“

„Wie würde eine solche Reise dein Leben positiv verändern? Wer wärst du nach einer solchen Reise?“

„Wie würde sich dein 70-jähriges Ich fühlen, wenn es zurückblicken würde, und du es nicht getan hättest?“

Schreibe dir die Fragen und Antworten gerne auf und ergänze sie, wenn dir spontan im Alltag noch etwas dazu einfällt.

Angst und die Weltreise: Mentale Vorbereitung auf eine Weltreise: Mit Ängsten und Ungewissheit vor der Weltreise umgehen

Die Planungen und Vorbereitungen auf deine Weltreise sind bereits im Gange, deine Wohnung leert sich vielleicht sogar schon hier und gedanklich bist du bereits auf Reisen.

„Bald geht es wirklich los“, denkst du dir zwischen Vorfreude und gepackten Kisten.

Doch da ist auch noch ein anderes Gefühl. Ein Gefühl das du vielleicht nicht so recht benennen kannst.

„Es fühlt sich an wie damals in der dritten Klasse, als wir in der Schule die Weihnachtsgeschichte aufführen sollten und ich mich vor Aufregung in die Krippe übergeben musste.“

Das Gefühl, nicht alles kontrollieren oder nicht voraussehen zu können was passieren wird, bereitet einigen Menschen Unbehagen. Manche nennen es Angst, manche Aufregung, andere nennen es in Sorge sein.
Doch im Wesentlichen meinen sie alle dasselbe: Es ist das Gefühl, was in uns entsteht, wenn wir nicht genau wissen, was vor uns liegt und was uns erwartet. Es ist die Ungewissheit, in einer ihrer reinsten Formen wie man sie kennenlernen kann.

Denn selbstverständlich kannst du nicht vorhersehen, was dich auf deiner Reise alles erwarten wird.

Um ein bisschen besser mit der Ungewissheit umzugehen, gibt es ein paar Mental-Tricks, die wir hier mit dir teilen möchten:

Merke: Die Ungewissheit ist ihrer Natur nach erstmal neutral.

Weltreise Vorbereitung: Ungewissheit und Angst in Vorfreude umwandeln

Sie kann aber, wie der Zeiger dieses Pendels, in Richtung Angst oder in Richtung Vorfreude kippen.
Das Gute ist: Du kannst aktiv beeinflussen, in welche Richtung der Zeiger ausschlagen soll.

Das Positive in der Ungewissheit finden

Die Technik dahinter ist so einfach wie effektiv: Richte deinen Fokus bewusst weg von den Dingen, die eventuell schief gehen könnten und lege ihn auf die schönen Dinge, die der ungewissen Zukunft entspringen, und dich auf deiner Reise erwarten könnten.

Du kannst diese Übung zum Beispiel in eine Meditation einbauen, in welcher du gedanklich in deine verlockende Zukunft reist, dich selbst siehst, wie du die schönsten Orte dieser Erde erkundest, wunderbaren Menschen begegnest um nach einer Weile mit einer unglaublichen persönlichen Weiterentwicklung zurückkehrst oder auch an einem anderen Ort bleibst – deiner gedanklichen Reise in deine Zukunft sind keine Grenzen gesetzt.

Hierbei lernst du zu erkennen, dass Ungewissheit auch bedeutet, dass alles glatt gehen kann.

Siehe hierzu auch Übung #5: „Die Wunderbrille“

Bevorzugst du eher den pragmatischen Weg? Plane das Unplanbare:

Greife zu Stift und Papier und notiere dir all die Dinge, die möglicherweise so richtig schiefgehen könnten.

Lasse zwischen den einzelnen Katastrophen etwas Platz.

Im nächsten Schritt schreibst du jeweils darunter, was du in solch einer Situation tun würdest, um das Problem zu lösen. Vielleicht fallen dir hierbei sogar noch Punkte ein, an die du bereits heute denken kannst um vorzubeugen.

Hast du für alles, was dir eingefallen ist, eine theoretische Lösung parat?

Super! Dann brauchst du in der Theorie auch keine Angst zu haben.

Du merkst vielleicht, dass wir hier auch ein bisschen mit Augenzwinkern arbeiten.

Genau das ist eine wichtige Erkenntnis, die dir etwas mehr innere Ruhe verschafft. Denn heute kannst du dir die wildesten Probleme ausmalen die auftreten könnten. Und wahrscheinlich wird keine einzige dieser Situationen eins zu eins so passieren, wie dein Hirn sie dir vorspielt.

Diese Übung dient daher einzig und allein dir zu zeigen: Du bist in der Lage Lösungen zu erarbeiten! Daher wirst du auch während deiner Reise mit Problemen umgehen können.

Die Wunder-Brille

Eine weitere Technik den Fokus weg von der Angst und hin zu positiven Gefühlen wie Vorfreude zu verschieben, ist „Die Wunder-Brille“ oder auch rosarote Brille.

Hierbei geht es um das genaue Gegenteil von Übung #4:

Notiere dir all die Dinge, die passieren würden, wenn rein gar nichts schief gehen könnte.

Tue so als ob alles, was du berührst, zu purem Gold und reinem Glück würde. Alles was du anpackst, würde dir gelingen.

  • Welche wundervollen Erlebnisse würdest du dann machen?
  • Was für Menschen würdest du auf deiner Reise begegnen?
  • An welchem Ziel würdest du am Ende deiner Weltreise ankommen?

Schreibe all die positiven Dinge auf, die du dir jemals für eine solche Reise wünschen würdest und in der Lage bist dir auszudenken, ganz egal wie groß dein Glück sein müsste, damit sie eintreten.

Übertreibe bewusst und gehe dabei auch ins Detail:

  • Du möchtest mit einem Walhai schwimmen? Schreib es auf! Wie wird es sich für dich anfühlen, diesen friedlichen Riesen zu begegnen?
  • Möchtest du von einem Eingeborenen-Stamm zu einer rituellen Zeremonie eingeladen werden? Wie kam es dazu und wie wird es sein? Male ein Bild davon!
  • Du glaubts auf deiner Reise auf die eine große Geschäftsidee zu stoßen? Wirst du aufspringen, einen Fremden umarmen und sofort loslegen? Schreibe dir jetzt auf wie dieser Moment sein wird, wenn du auf die Idee kommst.

Die Wunder-Brille ist ein Instrument um ausschließlich die positive Zukunft zu betrachten und dir helfen kann den Fokus auf die Chancen zu legen anstatt auf die Risiken, sodass dich nicht wegen ein bisschen Ungewissheit der Mut verlässt 😊.

Angst vor Weltreise: Mentale Vorbereitung und Sorgen überwinden

Menschen treffen Entscheidungen und handeln stets aus einer bestimmten Motivation heraus. Diese Motivation ist der Funke, der das Feuer zum Brennen bringt.

Motivation hat bei uns Menschen meist zwei Ursprünge: „Schmerzvermeidung“ und „Zugewinn an Freude“.

Wir beginnen dann Pläne zu schmieden, wenn eine Situation oder ein gegenwärtiger Zustand sich für uns „nicht gut“ anfühlt und die Aussicht auf baldige Besserung nicht besteht. Dann beginnt es in uns zu arbeiten und wir fangen an zu überlegen, wie wir uns am besten aus dieser Sache lösen können, um den verspürten Schmerz loszuwerden und ihn zu vermeiden.

Damit ein so eingeleiteter Veränderungsprozess von Bestand sein und ein so begonnenes Projekt weiter Fahrt aufnehmen kann, braucht es auch die zweite Komponente: Die Aussicht, dass daraus etwas entstehen kann – also die Chance, dass ein großer Zugewinn an Freude auf uns wartet.

Weg von & Hin zu

Stelle dir bewusst diese zwei Fragen:

  1. Gibt es etwas, was dir gegenwärtig „Schmerz“ oder Unbehagen bereitet, und woraus du dich mittels einer langen Weltreise lösen möchtest?
  1. Was ist die große Chance, die du hinter deinem Plan siehst? Welches Wachstum und welche Freuden erwartest du, was dich so sehr antreibt, diesen Schritt zu gehen?

Hinzu kommen die Motive einer Handlung, welche oftmals ihren Ursprung in den persönlichen Werten der handelnden Person haben.

Der Werte-Abgleich

Wir steigen bei der Frage nach den persönlichen Werten einer Person bereits jetzt sehr tief in die Materie ein. Wenn du dich selbst noch nie so richtig mit deinen eigenen Werten befasst hast, haben wir für dich einen kleinen Persönlichkeitstest vorbereitet:

Schritt 1: Führe den Reisekröten-Werte-Check durch:

Alles was du dazu benötigst ist unsere Anleitung, einen Stift und ein paar Blatt Papier.

Wenn du den Werte-Check erfolgreich durchgeführt hast, dann folgt nun

Schritt 2: Schreibe diese Werte nun auf und stelle sie deinem Plan, auf Weltreise zu gehen, gegenüber.

Ein Beispiel:

Bei Person X könnten diese 5 Werte im Vordergrund:

  • Freiheit
  • Sinnhaftigkeit
  • Zukunftsorientierung
  • Selbstwirksamkeit
  • Offenheit

„Person X hat ein sehr kraftvolles und zielstrebiges Wertesystem. Die Idee auf Weltreise zu gehen, fügt sich hier gut ins Gesamtbild.

Insbesondere der hohe Freiheitswert lässt sich auf Reisen fast schon maßlos verkörpern.

Selbstwirksamkeit und Zukunftsorientierung werden Person X auf ihrer Reise Hürden und Hindernisse meistern lassen.

Offenheit ist ebenfalls ein Wert, der sich sehr gut in das Konzept Weltreise einfügt, da man vielen unterschiedlichen Menschen und Kulturen begegnen wird.“

Und? Wie siehts bei dir aus?
Passen deine Werte zu deinem Plan? Oder steckt vielleicht etwas anderes dahinter und eine Weltreise ist (aktuell) gar nicht das Richtige für dein Wertegerüst?

Deine persönlichen Werte zu kennen hilft dir dabei zu verstehen, warum du bestimmte Dinge tust oder deine persönliche Herangehensweise an Probleme hast, und gibt dir Hinweise auf das Ziel hinter dem Ziel.

Denn wir alle verfolgen – bewusst oder unbewusst – in unserem Leben Ziele und folgen bestimmten Werten, welche wir durch unsere Entscheidungen und Handlungen in der realen Welt selbst verkörpern möchten oder versuchen ihnen körperliche Gestalt zu verleihen.

Wie der Bildhauer, der eine bestimmte Idee von einer Skulptur hat und in der realen Welt mit Hammer und Meißel ein Abbild davon kreiert und somit seinem Inneren Ausdruck verleiht.

Angst vor der Weltreise: Mentale Vorbereitung Weltreise: Projekte während einer Reise oder Weltreise umsetzen und sich freiwillig engagieren


Gibt es ein bestimmtes Projekt, das du während deiner Reise umsetzen möchtest?

Bist du vielleicht der Typ Mensch, der gerne eine klare Aufgabe hat anstatt dich ständig nur treiben zu lassen?

Oder möchtest du deine Zeit auf Reisen einfach auch produktiv nutzen?

Dann überlege dir, welches Projekt oder welche Projekte du während deiner Weltreise angehen möchtest.

  • Gibt es eine Aufgabe für dich während dieser Zeit?
  • Was würdest du auf deiner Reise anderen gerne Gutes tun?
  • Möchtest du regelmäßig meditieren, Sport treiben oder dich gesünder Ernähren?
  • Möchtest du auf deiner Reise neue Kontakte knüpfen?
  • Bist du vielleicht auf der Suche nach einer Geschäftsidee?
  • Oder suchst du vielleicht das Land auf der Welt, in dem du dich so richtig wohl fühlst um dort sesshaft zu werden?
  • Du könntest auch für ein paar Wochen eine gemeinnützige Organisation unterstützen.
  • Oder möchtest du vielleicht einen Reiseblog starten 😉?

Wir finden, Zeit auf Reisen kann und sollte auch eine produktive Komponente beinhalten. Klar, sich Tag für Tag treiben lassen, in der Hängematte chillen und mit dem Roller über Inseln cruisen macht Spaß. Uns geht’s es jedoch so, dass es uns nach einer Weile beginnt in den Fingern zu jucken und wir irgendeine Idee umsetzen wollen😊.

Notiere dir doch mal ein paar Dinge, die du schon immer gerne tun wolltest.

Weltreise Angst - Mentale Vorbereitung auf eine Weltreise: Sorgen, Ängste und Ungewissheit vor einer Weltreise

Dein Kopf, oder besser gesagt dein Gehirn, ist in der Lage, sich die wildesten Dinge auszudenken. Dabei können sowohl richtig tolle Ideen entstehen als auch die irrwitzigsten Katastrophen-Szenarien konstruiert werden.

Letztere nennen wir gerne unsere kleinen Gehirn-Monster. Sie verbreiten gerne Chaos im Kopf, stiften sich gegenseitig an für Unruhe in deinen Gedanken zu sorgen und säen gerne Selbstzweifel.

Wir haben uns für dich ein paar dieser kleinen Gehirn-Monster zur Brust genommen und zeigen dir, wie du sie Stück für Stück auseinandernehmen kannst, sodass sie dir nicht vor Beginn deiner Reise die Laune verderben.

Denn eigentlich möchte dein Gehirn dich nur schützen.

Dabei schießt es leider auch mal übers Ziel hinaus. Schließlich lebt ein Teil deines Gehirns – organisch betrachtet – noch in der Steinzeit. Dass einige Überlebens-Strategien von damals heute gar nicht mehr so notwendig sind, hat es leider noch nicht gelernt.

Wir können es ihm aber beibringen 😉.

Also los, greifen wir uns ein paar mögliche Gehirn-Monster und machen sie unschädlich!

„Wie wird mein Umfeld – meine Kollegen, Eltern und Freunde – auf meine Entscheidung reagieren?“

Nehmen wir an, du hast dich dafür entschieden deinen Job zu kündigen, hast dir ein finanzielles Polster angelegt und möchtest nun für eine Weile auf Reisen gehen.

Dann ist der Gedanke, was dein Umfeld wohl über deine Entscheidung denken wird, sehr naheliegend.

Im Grunde gibt es zwei Optionen, was passieren kann:

  • Dein Umfeld wird sich für dich freuen, dass du diese Entscheidung getroffen hast und wird dich dafür bewundern, so mutig zu sein.
  • Oder dein Umfeld wird mit Unverständnis reagieren, dir Vorwürfe machen, dass du „dein Leben und deine Karriere einfach so wegwirfst, alles, was du dir bis hierhin aufgebaut hast“, und, dass das alles in einer riesigen Katastrophe für dich enden wird.

Okay, der letzte Teil ist vielleicht etwas übertrieben, aber: Genau das ist es, was dein Gehirn dir vorspielen kann, das ist das Gehirn-Monster.

Und ja, auch wir kennen diese Gedanken sehr gut.

Je nachdem, wie dein Umfeld so drauf ist, ob es sich eher um aufgeschlossene, weltoffene und tolerante Menschen handelt, oder eher um Spießbürgertum, liegen die Chancen für Reaktion A oder B eben auch anders verteilt.

Denke bitte daran: Wie eine andere Person auf deine Aktion reagiert, liegt nicht in deiner Verantwortung.

Wenn sich eine Person über deine Entscheidung aufregt, liegt das nicht an dir. Es liegt an der Person dir gegenüber und was deine Entscheidung in ihr auslöst.

Hat dein Gegenüber zum Beispiel selbst schon mal so eine Reise unternommen, wird sie wahrscheinlich keinesfalls mit Unverständnis reagieren. Hat sie allerdings selbst all die Jahre davon geträumt, so etwas mal zu machen, hat sich aber nie getraut, könnte deine Entscheidung etwas in ihr „triggern“ und zu einem kleinen Konflikt zwischen euch führen.

Merke dir also: Du bist auch nicht für die Reaktion anderer verantwortlich.

Du kannst diese nicht beeinflussen. Wenn sich jemand durch deine Entscheidung angegriffen fühlt, dann ist das in erster Linie das Problem der Person selbst.

Nur weil du fürchtest, dass deine Entscheidung bei anderen zu negativen Reaktionen führen könnte, würdest du deinen Wunsch und deine Träume doch nicht aufgeben wollen, oder?

Das mag für manche vielleicht egoistisch klingen. Doch das Gegenteil ist der Fall.

Denn Abhängigkeiten, auch die Abhängigkeit von der Meinung oder der Zustimmung einer Person, können hochgradig toxisch sein.

Wenn du sehr viel Wert auf die Meinung einer bestimmten Person legst, dann wirst du diese zwar nicht verärgern wollen, aber sobald die andere Person diesen Umstand ausnutzt um dich zu manipulieren oder dich in diesem Beispiel vielleicht sogar von deinem Plan abbringen möchte, indem Sie dir ein schlechtes Gefühl oder Gewissen bereitet, schlägt diese Beziehung einen sehr ungesunden Weg ein.

Gesunde Beziehung sind nicht Top-Down. Sie finden auf Augenhöhe statt und fußen auf gegenseitigem Respekt und Toleranz für den anderen.

Ebenso verhält es sich mit Kolleg/innen, die dir diese Entscheidung madig machen möchten. Es kann passieren, dass deine Entscheidung bei manchen deiner Kolleg/innen für Unverständnis sorgt oder sogar wie eine Nadel wirkt.

Diese Nadel piekst dann in ihnen einen Ballon an, der gefüllt ist mit unerfüllten Träumen und Wünschen, einem Job der ihnen vielleicht keinen Spaß macht – den sie aber machen müssen weil sie sich für ein Haus in der Vorstadt verschuldet haben, den ständigen Kopf- und Rückenschmerzen von der Büroarbeit, Verpflichtungen die sie sich irgendwann aufgeladen und auf die sie heute keine Lust mehr haben, und so weiter.

Dass all diese Dinge nun getriggert werden ist mehr als verständlich. Doch selbst wenn: Du bist nicht dafür verantwortlich.

Nochmal: Die Reaktion anderer liegt nicht in deinem Wirkungs- oder Verantwortungsbereich.

Und ganz ehrlich: Dann lass eben den Einen oder die Andere mal Platzen. Was soll denn schon passieren? Die Person wird sich schon wieder einkriegen und dann – mit etwas Glück – sogar darüber nachdenken, warum sie denn so aus der Hose gehüpft ist, als du ihr deine Entscheidung mitgeteilt hast.

Wie also nun darauf reagieren, wenn eine dir nahestehende Person auf deine Entscheidung, auf Reisen zu gehen, missbilligend reagiert, und dich das verletzt?

Auch hier gilt: Du bist (lediglich) für deine eigenen Emotionen zuständig.

Wenn dich die Ablehnung einer anderen Person so sehr trifft, hinterfrage diesen Umstand. Warum trifft dich diese Ablehnung so sehr?

Wenn sich der erste Staub gelegt hat, du erkannt hast, warum diese Sache dich so sehr getroffen hat, du die Angelegenheit aber noch aus der Welt schaffen möchtest, dann sprich die Person noch mal darauf an.

Erkläre ihr, dass ihre Ablehnung gegenüber deiner Entscheidung dich verletzt hat, und auch warum. Zum Beispiel, weil die Person dir wichtig ist und du wert auf ihre Meinung legst.

Mache dabei aber auch von vornherein klar, dass die Missbilligung deines Gegenübers keinen Effekt auf deine Pläne haben wird. Spiele den Ball also zurück ins Feld und gib der Person die Möglichkeit zu erklären, wieso sie so reagiert hat. Vielleicht stecken einfach nur Sorgen dahinter, dass dir etwas passieren könnte.

„Was, wenn alles schief geht, ich pleite bin und vor dem nichts stehe?“

Nunja, nehmen wir mal an, das würde wirklich genau so passieren. Du hast deinen Job und deine Wohnung gekündigt, warst ein oder zwei Jahre in der Welt auf Reisen, es ist vielleicht nicht immer alles nach Plan gelaufen und du hast finanziell auch ein paar Dämpfer einstecken müssen.

Dafür hast du zwei richtig coole Jahre gehabt, unglaublich viel erlebt, super nette Menschen kennengelernt und hast dich kulturell und menschlich krass weiterentwickelt und erkannt, dass die Welt mehr ist als der kleine deutsche Vorort.

Und sagen wir es mal so: Was soll passieren? Du kehrst eventuell in deine Heimat zurück, genießt es wieder bei deinen alten Freunden und deiner Familie zu sein, suchst dir einen neuen Job, machst erstmal weiter, sortierst dich und dann siehst du weiter?

„Hab‘ doch mal nicht so eine Angst vorm Scheitern!“

Was ist das Schlimmste, was dir passieren kann?

Dass du zurückkommst, eventuell sogar bereits vor deiner Reise gut ausgebildet warst und bist, einen Schul-, Hochschul-, oder Ausbildungsabschluss besitzt, dann vielleicht zwei oder drei Monate keinen guten Job findest (was wohl kaum passieren würde), im denkbar schlimmsten Fall ein oder zwei Monate auf Sozialleistungen angewiesen bist und dich dann wieder aufrappelst um aufs Pferd zu steigen?

Come on! Soll das echt das Schlimmste sein, was dir passieren kann? Das normale Leben der meisten Menschen sieht SO aus. Und das wäre das Schlimmste was passieren kann? Warum sitzt du nicht längst im Flieger?!

Und außerdem – Wenn du an diesem Punkt angekommen bist, sei dir bewusst: Du hast es schon mal geschafft, dir die gedankliche und finanzielle Freiheit zu erarbeiten um auf eine solche Reise zu gehen. Glaube es oder nicht, diese Disziplin hat nicht jeder!

Genau deshalb, weil du es schon mal geschafft hast, wirst du es auch wieder schaffen. Mit einer neuen Idee, neuen Projekten und neuer Motivation. Und vielleicht klappts diesmal.

Es geht hier also vielmehr um deine Einstellung zum Scheitern, als darum was dir Schlimmes passieren könnte.
Scheitern ist produktiv!

„Wie kann ich mit diesem Einschnitt in meinem Lebenslauf umgehen? Da ist doch dann eine Lücke!“

Für die „Lücke“ in deinem Lebenslauf empfehlen wir einen Platzhalter zu entwerfen mit dem Text:

„Hier könnte Ihre Werbung stehen!“

Doch Spaß beiseite. Eine solche Entscheidung zu treffen, kann ein sehr einschneidendes Erlebnis sein und markiert nicht selten einen Neubeginn. Mit so etwas umzugehen ist nicht immer leicht, auch wenn es ja dazu führt, dass man sich seinen Traum erfüllt, die Welt zu bereisen.

Wie du mit solch einer Veränderung gut umgehen kannst, um ein gutes Gefühlt bei der Sache zu haben, erfährst du in Übung #8.

Übungsvorbereitung: Wertschätzung für das, was war

Jeder nachhaltige Veränderungsprozess, ganz gleich welcher Motivation (Schmerzvermeidung oder Gewinn an Freude) er zugrunde liegt, sollte damit beginnen, Wertschätzung für das aufzubringen was man hinter sich lässt.

Ganz gleich wie wenig du deinen Job gemocht hast, wie sehr dich dein Umfeld manchmal runtergezogen hat, wie schwer es dir an manchen Tagen fiel das Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Um mit einem guten Gefühl den Aufbruch ins Neue zu starten, führe dir vor Augen, wie du es in der Vergangenheit geschafft hast bis hierher zu kommen.

Du hättest niemals deine heutigen Fähigkeiten entwickelt, wenn es nicht auch mal schwere Zeiten gegeben hätte. Wahrscheinlich würden dir ohne deinen Job heute auch die finanziellen Mittel fehlen, um das Projekt Weltreise in die Tat umzusetzen. Und vielleicht waren da auch einige Menschen um dich herum, die dir erst so richtig bewusst gemacht haben, was du wirklich möchtest, oder eben auch, was du für dein Leben ganz gewiss nicht möchtest.

Deshalb: Notiere mindestens 10 Dinge, für die du deiner Vergangenheit dankbar bist.

Der nächste und wichtigere Schritt besteht darin, Vorfreude auf das zu entwickeln, was nun vor dir liegt und auf dem Boden des Vergangenen wachsen darf:

Führe dir vor Augen, warum du diesen Schritt nun gehen möchtest.

Nimm dir die Übungen #2, 5 und 6 b) von oben noch mal zur Hand und erarbeite deine Zielvorstellung.

Denn wenn du weißt, warum und wofür du es tust, sowie mit der Wertschätzung im Gepäck für das, was war, fällt es dir leichter den Schritt auch wirklich zu gehen.

Und auch dein Bauchgefühl wird sich wieder zum Besseren wandeln 😊.

Du hast sehr lange auf dieses Ziel hingearbeitet. Freue dich auf das, was nun vor dir liegt und bald beginnen darf!

Negative Gedankenspiralen unterbrechen

Frage dich selbst:

  • „Ist das, was ich gerade denke, dieses Katastrophen-Szenario, wirklich wahr?“
  • „Ist es ganz sicher, dass es genau so passieren wird?“
  • „Was spricht dagegen, dass dieses Szenario eintritt?“

Suche hier nach logischen Argumenten, warum dieses Katastrophen-Szenario gar nicht wahr werden kann.

Frage dich weiter:

  • Wenn das, was dein Gehirn dir gerade vorspielt, nun doch wirklich genau so eintreten würde? Wäre das für dich der Untergang der Welt?
  • Oder wärst du auch dann in der Lage dich wieder aufzurappeln?
  • Wie würdest du vorgehen?
  • Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass du auch das überstehen würdest?
Wenn du das Gefühl hast, etwas fehlt noch, wurde nicht bedacht oder etwas fühlt sich noch nicht gut an:

Beantworte dir selbst folgende Fragen:

  • „Was brauche ich noch, um mich richtig vorbereitet zu fühlen?“
  • „Welche meiner bereits bestehenden Fertigkeiten und Fähigkeiten (Sprachen, technisches Know-How etc) könnte ich noch ausbauen?“
  • „Was würde ich gerne noch lernen oder vorbereiten, bevor ich auf Weltreise gehe?“
Wenn ungeplante Hindernisse auftreten:

Frage dich selbst:

  • „Gab es in meinem Leben schon mal eine ähnliche Situation, die ich lösen musste?“
  • „Wenn ja, wie habe ich es damals geschafft?“
  • „Welche meiner Fähigkeiten habe ich damals eingesetzt? Und wie kann ich dies auf heute übertragen?“

In diesem Beitrag haben wir uns mit den mentalen Fallstricken befasst, die vor der Weltreise auftreten können.

Wir haben uns angesehen, wie du mit deiner Angst und dem Gefühl von Ungewissheit umgehen und sie umformen kannst.

Wie du deine Mission hinter der Weltreise findest und haben uns anhand von Übungen deinen Werten und Zielen gewidmet.

Du weißt nun auch, wie du mit den kleinen fiesen Gehirn-Monstern fertig wirst & hast für den Notfall unseren mentalen Erste-Hilfe-Kasten mitbekommen.

Dieses Handwerkszeug kann dir helfen, mit einem noch besseren Gefühl und voller Freude in dein Abenteuer zu starten!

Wir hoffen, dir mit diesem Artikel etwas Gutes getan zu haben.

Du hast weitere Tipps zur mentalen Vorbereitung auf eine Weltreise? Oder ein ganz bestimmtes Thema, bei welchem du nicht weiter kommst?
Dann scrolle bis ganz nach unten und lasse uns gerne einen Kommentar hier.
Gerne helfen wir dir weiter!

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Disclaimer: Dieser Artikel enthält viele unserer eigenen Erfahrungen und wir wissen von anderen Reisenden, dass es ihnen teilweise ähnlich ging. Die mentale Vorbereitung auf eine Weltreise – einen solch einschneidenden Schnitt im Leben zu vollziehen – wird von vielen angehenden Weltenbummlern unterschätzt.

Daher war es uns ein Herzensanliegen, mit diesem Artikel Aufmerksamkeit auf die mentalen Seiten einer Weltreise zu richten. Selbstverständlich können wir nicht jedes mentale Thema hier bearbeiten, da jeder seine eigenen Themen hat.

Solltest du während deiner Vorbereitungen auf ein Problem dieser Art stoßen, welches in den Bereich mentale Vorbereitung, Konflikte vor der Weltreise oder ähnliches fällt, und welches du nicht alleine in der Lage bist zu bearbeiten, bieten wir dir hiermit an, uns eine Email mit dem Betreff „Mentale Vorbereitung“ zu schreiben.

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